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Fräsen und Carven nach Freiburger Art

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Freiburger Innovationspreis wird alle zwei Jahre vergeben, in diesem Jahr zum zweiten Mal unterteilt in die Kategorien Kleinere und Mittlere Unternehmen (KMU) und Jungunternehmen.

Vor rund 500 Gästen konnte das Unternehmen Bumotec aus Sâles den von der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion lancierten und von der Wirtschaftsförderung organisierten Preis in der Kategorie KMU entgegennehmen. Das Unternehmen, hinter dem der bekannte Unternehmer Walter Fust steht, wurde für die Entwicklung einer neuen Werkzeugmaschinen-Generation ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Hochpräzisions-Fräsmaschine, die gleichzeitig flexibel und produktiv ist. In der Maschine können zehn spezifische Werkzeuge durch ein Standardwerkzeug ersetzt werden. Diese Flexibilität führt zu Rekordzeiten bei der Anwendung.

Patric Pham, Leiter für Forschung und Entwicklung bei Bumotec, erklärte, dass Flexibilität und Produktivität sich in der Entwicklung technischer Produkte oft im Wege stünden. Hier sei aber die Kombination gelungen. Was als Endprodukt sehr einfach aussehe, sei technisch sehr schwierig gewesen. Vor allem die kurze Produktionsfrist sei bei der Entwicklung von Produkten ein grosses Problem.

Wie an der Würdigung gestern im Forum Freiburg betont, kann diese Fräsmaschine ultrapräzise Bauteile aus Messing, Aluminium oder Edelstahl herstellen. Eingesetzt wird sie vorerst in der Uhrenfabrikation. Die Computer- und Elektronikindustrie sei als weiteres Anwendungsgebiet denkbar, so Pham.

Den auf 10 000 Franken dotierten Preis überreichte Edgar Jeitziner, Präsident der Generaldirektion der Freiburger Kantonalbank. Diese tritt zum zweiten Mal als Partner der Volkswirtschaftsdirektion auf.

Mit Bumotec erhält eine traditionsreiche Freiburger Firma, welche in Sâles 180 Mitarbeiter beschäftigt, den Preis. Derzeit errichtet das Unternehmen einen modernen Industriebau in Vuadens.

Revolution für Skis

Den Sieger des Start-up-Preises bestimmten die Leser, Zuschauer und Zuhörer der wichtigsten Medien im Kanton, darunter die Freiburger Nachrichten. Die Wahl fiel relativ knapp aus, erhielt doch die Siegerfirma Bcomp aus Freiburg als einer von drei Kandidaten 39 Prozent der Stimmen.

Bcomp hat einen Kern für Skis entwickelt, der viermal leichter ist als ein Standardholzkern. Dennoch ist er in seiner mechanischen Leistung vergleichbar. Auf dem Markt wies dieser Kern das beste Verhältnis Leistung zu Gewicht aus. Der Ski-Kern von Bcomp kombiniert Balsaholz mit einem Verbundstoff aus Flachsfasern. Nach Angaben von Christian Fischer, Co-CEO von Bcomp, macht die Entwicklung seiner Firma einen Ski um bis zu 30 Prozent leichter. Dabei bleibe aber die Stabilität des Skis gewährleistet. Den Ski mit dem Bcomp-Material sieht Fischer weniger im Alpin-Rennsport als vielmehr im Touren- und Freeride-Skifahren im Einsatz.

Der von Jurypräsident Beat Vonlanthen überreichte Start-up-Preis ist mit 20 000 Franken dotiert und umfasst ausserdem ein dreijähriges Coaching durch das Gründerzentrum Fri-Up im Wert von 85 000 Franken.

Beeindruckende Qualität

Bei der gestrigen Preisverleihung lobte Staatsrat Vonlanthen: «Die Qualität der Innovationen war dieses Jahr beeindruckend. Die sechs nominierten Unternehmen dürfen stolz auf ihre Entwicklungen sein, denn bereits der Einzug ins Finale kann als Erfolg bezeichnet werden.» Zur Erinnerung: Insgesamt hatten sich 28 Kandidaten für den Innovationspreis 2014/15 des Kantons Freiburg beworben, 11 Start-ups und 17 KMU. Vonlanthen gehört seit 2007 der Jury des Innovationspreises an; er stellte fest, dass seither 113 innovative Projekte eingegeben wurden, Tendenz steigend.

Freiburger Ideen weltweit

Vonlanthens Meinung teilte auch Jean-Luc Mossier, Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung und Vizepräsident der Jury: «Alle sechs Finalisten sind Gewinner. Die Qualität der Innovationen ist sehr hoch. Es war schwierig, sich für den einen oder anderen Finalisten zu entscheiden.» Mossier rief noch einmal in Erinnerung, welche Kriterien bei der Bewertung der Dossiers im Vordergrund standen: technologisches Innovationsniveau, Innovationsniveau im Marktumfeld, kommerzielles Potenzial, Nutzen für die Gesellschaft, die regionale Wirtschaft und die Umwelt.

Jean-Luc Mossier meinte bei der gestrigen Preisverleihung: «Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie Ideen und Produkte der Firmen unseres Kantons in der ganzen Welt verkauft werden. Es sind Garanten für die Dauerhaftigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.»

Cleantech-Preis: Der saubere Liebherr-Motor

B ei der Vergabe des KMU-Preises musste das Unternehmen Liebherr Maschinen aus Bulle der Firma Bumotec den Vortritt überlassen, dafür erhielt Liebherr die Cleantech-Auszeichnung. Der mit 6000 Franken dotierte Preis belohnt Liebherr für die Entwicklung eines Systems zur Schadstoffbehandlung bei Dieselmotoren von Baumaschinen und Lastwagen. Das System hat zwei Funktionen: Es filtert Dieselpartikel und reduziert Stickoxide. Das System brauche zudem weniger Platz als herkömmliche Produkte und senke die Kosten für den Endkunden, hiess es in der Würdigung. Mit dem Liebherr-System lässt sich pro Fahrzeug der CO₂-Ausstoss um jährlich zwei Tonnen reduzieren. Damit werden bereits Abgasnormen erfüllt, die frühestens 2018 in Kraft treten könnten. Der Preis wurde von Handelskammer-Direktor Alain Riedo übergeben. uh

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