Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Frauen machen Probleme im Dies- und Jenseits

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Frauen machen Probleme im Dies- und Jenseits

Theater Düdingen spielt «Hiiteri Giischter»

Im neuen Stück der Theatergruppe Düdingen geht es um spiritualistische Sitzungen, um ein etwas ausgeflipptes Medium und um einen Mann, der mit «mystischen Kräften» herumspielt und plötzlich zwischen zwei Ehefrauen steht – eine im Dies- und eine im Jenseits.

Von IMELDA RUFFIEUX

Die diesjährige Düdinger Produktion basiert auf dem erfolgreichen Theaterstück des englischen Bühnenautoren Noel Coward mit dem Originaltitel «Blithe Spirit». Regisseur Robb Correll hat das Stück ausgesucht, nachdem er wusste, wer ihm als Darsteller zur Verfügung steht. Die grösste Herausforderung war nach seinen Angaben die Länge des Stücks, das von den Spielern verlangt, über längere Zeit ihre Energie aufrechtzuerhalten. «Sie waren extrem motiviert», erklärte er. Da die Komödie weniger auf Klamauk denn auf Wortwitz abstellt, war auch gutes Timing gefragt. Er sei sehr zufrieden mit der Premiere, erklärte Robb Correll. Das Stück sei beim Stammpublikum gut angekommen und habe die Zuschauer zum Diskutieren angeregt.

Die Geister, die ich rief …

«Hiiteri Giischter» erzählt die Geschichte des Schriftstellers Charly Meier (gespielt von Wolf Knuchel). Um eine Inspiration für sein neues Buch zu bekommen, haben er und seine Frau Ruth (Isabelle Zurkinden) das Ehepaar Spicher zu einer Séance eingeladen. Auch Violet Spicher (Ruth Vonlanthen) und ihr Mann, der Arzt Georges Spicher (Christian Vögeli), stehen der Sache kritisch gegenüber und freuen sich auf einen vergnüglichen Hokuspokus-Abend.

Als dann aber das Medium, Madame Arcati, eintrifft, wird bald einmal klar, dass dies nicht ein normaler Abend werden wird. Darstellerin Nathalie Zosso überzeugt in dieser Rolle mit einer enormen Bühnenpräsenz.
Skepsis hin oder her – den Séance-Teilnehmern vergeht im Verlaufe des Abends das Lachen, vor allem, als Madame Arcati mit Hilfe von französischen Chansons und einer Art Hexentanz tatsächlich einen «protoplasmatischen Anfall» bekommt und Kontakt zum Jenseits aufnehmen kann.
Als der Spuk vorbei ist, sind alle froh – nur Charly Meier hat plötzlich Visionen und sieht sich unversehens mit seiner ersten, vor sieben Jahren verstorbenen Ehefrau konfrontiert. Zuerst schiebt er seine Halluzinationen dem reichlich genossenen Martini zu. Doch am nächsten Morgen ist der Geist immer noch da und Meier muss sich mit dem Gedanken anfreunden, nun mit zwei Ehefrauen unter einem Dach leben zu müssen.

Anfangs gefällt ihm das Ganze sogar ein wenig, zumal seine erste Frau Elvira (Fabienne Aeby) sich von ihrer besten Seite zeigt. Aber seine jetzige Frau verträgt die neue Situation nicht gerade sehr gut und macht ihm mit ihrer Eifersucht auf die Vorgängerin das Leben schwer.

Es versteht sich von selbst, dass das nicht lange gut gehen kann: Die verstorbene Ehefrau Nr. 1 sorgt für Intrigen und die genervte Ehefrau Nr. 2 wird immer misstrauischer, vor allem als ein paar Unfälle passieren. Davon ist nicht nur der Hausherr betroffen, sondern auch das Hausmädchen Edith (Sybille Tschopp), das zwar eine kleine, aber nicht unwichtige Rolle im ganzen Spiel innehat. Keine Frage: Da muss Madame Arcati noch einmal her, um wieder mit «der anderen Seite» Kontakt aufzunehmen.

Der Dreiakter wird noch an den nächsten beiden Wochenenden aufgeführt. Das Stück lebt einerseits von den humorvollen Dialogen, andererseits aber auch durch die starken Charaktere der Hauptpersonen. Die Darsteller überzeugten an der Premiere durch ihre grosse Textsicherheit (ohne Souffleuse!) und die spürbar grosse Spiellust.

Mehr zum Thema