Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Frauen und Politik: In Gemeinderäten sassen 2009 nur 24,5 Prozent Frauen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Haben wir genug? So lautet der Titel des Berichts «Frauen und Politik im Kanton Freiburg», den das Freiburger Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und Familienfragen (BGF) im August 2010 herausgegeben hat. «Ein Blick auf die Vertretung der Frauen in unseren politischen Institutionen zeigt, dass im Kanton Freiburg auch 40 Jahre nach der Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechts noch keine Parität herrscht. Und dass der Kanton im schweizerischen Vergleich schlecht abschneidet», schreibt die Leiterin des Büros, Geneviève Beaud Spang. Im Grossen Rat zum Beispiel betrug der Anteil der gewählten Frauen 2006 23,6 Prozent. Im Vergleich zu 2001 wurden somit rund zwei Prozent weniger Frauen gewählt, obwohl der Anteil der Kandidatinnen stabil blieb. Dass dem Grossen Rat 2010 drei Frauen vorgestanden sind, sei jedoch eine positive Entwicklung. Eine Übersicht auf kommunaler Ebene zeigt, dass 2009 der Anteil der Gemeinderätinnen 24,5 Prozent betrug, gegenüber 75,5 Prozent Gemeinderäten. Zudem falle auf, dass gewählte Frauen am seltensten in der Funktion als Gemeindepräsidentin anzutreffen sind.

Listen sagen nicht viel aus

Bei den letzten Wahlen waren rund ein Drittel der Kandidierenden auf den nationalen, kantonalen oder kommunalen Wahllisten Frauen. Eine Ausnahme bildet der Ständerat. Hier sei die Nomination eine Hürde, da pro Partei normalerweise nur eine Person vorgeschlagen werde. Diese Hürde haben die Freiburgerinnen bisher nur in zwei Wahljahren genommen, jedoch ohne gewählt zu werden. Auch bei den Wahlen in andere Institutionen zeige sich, dass der Anteil der Frauen auf den Listen nicht zwingend etwas über deren Wahlchancen aussage. Diese könnten durch schlechte Platzierung auf der Liste oder durch ungenügende Bekanntheit sinken. Je grösser der Konkurrenzdruck, also je weniger Mandate zu gewinnen waren, desto seltener wurden Freiburgerinnen gewählt. Es sehe also so aus, dass mit steigendem Prestige eines Mandats die Wahlchancen der Frauen sinken würden. Umgekehrt steigen die Chancen der Frauen mit steigender Anzahl Mandate und einem vergleichsweise tieferen Prestige einer Institution.

Unter den aktuellen Kandidierenden für die Gemeinderatswahlen vom 20. März 2011 sind aus dem Seebezirk knapp ein Viertel Frauen, aus dem Sensebezirk rund 28 Prozent und aus dem Saanebezirk sind 95 von 322 Kandidierenden weiblich. ak

Meistgelesen

Mehr zum Thema