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Freiburg aus amerikanischer Perspektive

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Autor: Mireille Rotzetter

Schön, gemütlich und sicher – das sind die Ausdrücke, die Whitney Anderson auf die Frage nennt, welche drei Wörter Freiburg für sie am treffendsten beschreiben. «Ich mag Freiburg gut, es ist schön übersichtlich», sagte Whitney Anderson im Gespräch mit den FN. Die 16-jährige Amerikanerin hat in den neun Monaten, die sie bisher im Rahmen eines Rotary-Austauschs im Kanton verbracht hat, nicht nur Freiburg, sondern mehrere Regionen der Schweiz kennengelernt.

Einleben in andere Welten

Die Schweiz ist in der Familie Anderson aus Portland, Oregon, kein unbekanntes Land. «Mein Grossvater hat ein Jahr in Basel gelebt. Mein Vater war damals als Kind mit dabei.» Als Whitney begann, sich für ein Austauschjahr zu interessieren, lag es daher auf der Hand, die Schweiz als Aufenthaltsort in Betracht zu ziehen. «Durch eine Bekannte, erfuhr ich von Rotary und habe mich dort beworben.» Laut Thekla Schulthess, Counsellor von Whitney, wird beim Rotary-Austauschprogramm versucht, die Teilnehmenden ihren Wünschen nach einzuteilen.

Die ersten sechs Monate hat Whitney bei einer Familie in Wünnewil verbracht. Momentan lebt sie bei einer Familie in Düdingen. «Ich habe grosses Glück mit den Gastfamilien», sagte Whitney. Vor allem am Anfang sei sie froh gewesen, dass die Gasteltern viel mit ihr unternommen haben, da sie noch kaum jemanden kannte. «Im Rotary-Programm sind die Austauschschüler bewusst nicht ein ganzes Jahr in derselben Familie», sagte Thekla Schulthess. Dies um den jungen Menschen den Einblick in verschiedene Lebensweisen zu gewähren.

Whitney hatte keine Probleme, sich an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen. «Ich habe keinen Kulturschock erlebt, so unterschiedlich sind die Schweiz und die USA nicht.» Allgemein seien die Schweizer aber organisierter, pünktlicher und aktiver als die Amerikaner. «Dafür sind die Amerikaner entspannter.» Auch an der Schule seien die Lehrer in der Schweiz strenger. «Wahrscheinlich werden sie hier aber besser respektiert als zu Hause.»

Im Kollegium Heilig Kreuz besucht Whitney die erste Klasse. «Der Anfang war hart, da ich noch kein Deutsch konnte», sagte Whitney. Mittlerweile hat sich die Sprache sehr verbessert und die junge Amerikanerin hat viele Freunde gefunden. «Ich treffe mich meistens mit Schweizern, habe aber auch einige amerikanische Freunde, die ebenfalls hier im Austausch sind.»

Das Schweizer Schulsystem unterscheidet sich deutlich vom amerikanischen. «In Amerika können wir mehr Fächer wählen.» Ausserdem fänden in Amerika auch Freizeitaktivitäten häufig an der Schule statt. «Ich bin in verschiedenen Sportteams, das vermisse ich hier.»

Das ist aber nicht das Einzige, worauf Whitney sich freut, wenn sie in gut zwei Monaten nach Hause fliegt. «Ich freue mich auf meine Familie, meine Freunde und darauf, wieder in meiner Stadt zu sein.» Und obwohl der öffentliche Verkehr in der Schweiz zu loben sei, freut sich Whitney «auf die Freiheit des Autofahrens», die in Amerika schon mit 16 erworben werden kann.

Obwohl der öffentliche Verkehr in der Schweiz zu loben sei, freut sich Whitney Anderson «auf die Freiheit des Autofahrens», die in Amerika schon mit 16 erworben werden kann.Bild Charles Ellena

Andersrum: Besuch beim Uno-Präsidenten

Der 17-jährige Mathieu Bulliard aus Überstorf absolviert seit Januar 2011 ein Austausch-Halbjahr in Kansas City (USA). Am vergangenen Mittwoch hatte er ein ganz besonderes Erlebnis: Er traf den Freiburger Joseph Deiss, Präsident der Uno-Generalversammlung, in seinem Büro in New York. «Der Besuch war sehr eindrücklich und es war cool, wieder einmal Schweizerdeutsch zu hören», erzählt der Maturand. Das Treffen mit Deiss sei sehr familiär und locker abgelaufen. «Ich hatte Glück, dass ich Joseph Deiss treffen konnte. Er hat sehr wenig Zeit», so Mathieu Bulliard. Sein Bodyguard habe ihm erzählt, dass Deiss als herzlich und äusserst pünktlich gelte.

Nach seinem Kurzaufenthalt in New York ist der Sensler zurück nach Kansas City geflogen, wo er noch bis Ende Juni bleiben wird. Bei seiner Gastfamilie habe er sich schnell eingelebt und auch in der High School habe er sofort Anschluss gefunden. «Die Amerikaner sind sehr offen.» Bereits am ersten Wochenende nach seiner Ankunft habe ihn ein Schulkollege zu einer Party eingeladen.

Er erlebe in seinem Austausch-Halbjahr so viel, dass er keine Zeit habe, Dinge aus der Schweiz zu vermissen. Einzig die ihm vertraute Esskultur – gemütlich mit der ganzen Familie hinsitzen – komme in seiner Gastfamilie ein wenig zu kurz. Mathieu Bulliard würde einen solchen Auslandaufenthalt allen weiterempfehlen. «Ich würde gerne in die USA zurückkehren, jedoch nicht für immer hier leben wollen.» ak

Mathieu Bulliard aus Überstorf traf Joseph Deiss in New York.Bild zvg

«Ich habe keinen Kulturschock erlebt, so unterschiedlich sind die Schweiz und die USA nicht.»

Autor: Whitney Anderson

Autor: Austauschschülerin

«Die Amerikaner sind entspannter als die Schweizer.»

Autor: Whitney Anderson

Autor: Austauschschülerin

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