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Freiburg erhält den Status als touristischer Ort mit längeren Ladenöffnungszeiten

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Im vergangenen April hatten Stadt und Agglomeration Freiburg dem Kanton den Antrag gestellt, dass die historische Altstadt als touristischer Ort anerkannt wird – so, wie dies für Murten gilt (die FN berichteten). Gemäss einem Bericht der Zeitung «La Liberté» hat der Staatsrat diesem Gesuch nun entsprochen. Konkret bedeutet das, dass die Ladenbesitzer im besagten Perimeter die Möglichkeit bekommen sollen, ihre Geschäfte unter der Woche bis 22  Uhr offen zu halten, an Sonn- und Feiertagen von 6 bis 20  Uhr.

Der Staatsrat begründet seinen Entscheid damit, dass die historischen Reichtümer der Quartiere Burg, Au und Neustadt dieses Gebiet zu einer touristischen Destination erster Güte machten. Um diese Bestimmung nicht zu gefährden, schreibt der Staatsrat weiter, müsse das Angebot an Geschäften aufrechterhalten bleiben.

Noch steht nichts fest

Ob dies über eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten bewerkstelligt werden kann, bleibt in zweierlei Hinsicht offen: Erstens hat der Generalrat noch ein Wörtchen mitzureden, und zweitens stellt sich die Frage, welche Ladenbesitzer ihre Öffnungszeiten überhaupt ausdehnen möchten und können.

Der städtische Polizeivorsteher Pierre-Olivier Nobs (CSP) ist zuversichtlich, dass das Parlament die Änderung des Reglements über die Ladenöffnungszeiten gutheissen wird. «Der Status als touristischer Ort ist die folgerichtige Antwort auf die Aufwertung des Burgquartiers, der das Parlament zugestimmt hat.» Opposition von links wegen einer Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten durch die Hintertür erwartet Nobs nicht: «Der Status eines touristischen Ortes steckt den maximalen Rahmen ab. In diesem Rahmen kann das Parlament auch andere, kürzere Öffnungszeiten festlegen.» Aus­serdem sei es den Ladenbesitzern freigestellt, mitzumachen. «Sie müssen nicht.» Nobs denkt, dass mit dem neuen Status Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es dynamischen Unternehmen erlauben, in der Altstadt eine Existenz aufzubauen. Und grundsätzlich merkt er an: «Ich mache lieber etwas und werde dafür kritisiert, als dass ich mir den Vorwurf anhören muss, nichts zu tun.»

Agglo-Generalsekretär Félicien Frossard geht davon aus, dass der eine oder andere bis­herige Ladenbesitzer die neuen Möglichkeiten nutzen wird. «Ob es sich alle leisten können, wird man sehen.» Dass Grossverteiler wie Migros und Coop in die Altstadt gelockt werden könnten, sei indes eher unwahrscheinlich, weil potenzielle Ladenlokale wegen dem Denkmalschutz nicht einfach vergrössert werden könnten.

Netzwerk Altstadt

Experten sehen nicht rosig für den Detailhandel

Hält man sich die Ergebnisse einer Studie des Beratungsbüros Netzwerk Altstadt vor Augen, stellt sich die Frage, ob längere Ladenöffnungszeiten dem Ladensterben Einhalt gebieten können. Denn die Studie, welche die Stadt in Auftrag gegeben hatte und die im Sommer präsentiert wurde (die FN berichteten), kommt zum Schluss, dass die bereits geplante Aufwertung des Burgquartiers zwar attraktiv ist, aber: «Es wird nicht möglich sein, den Detailhandel in die Altstadt zurückzuholen.» Es werde sogar sehr schwierig sein, ihn an den heute bestehenden Standorten zu erhalten. Das gelte besonders für die Unterstadt-Quartiere Au und Neustadt, wo es bereits heute nur noch wenige Läden gibt. Potenzial für Geschäfte sehen die Experten einzig in der Lausannegasse und beim Ulmenplatz.

rsa

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