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Freiburg-Gottéron verärgert mit saftigen Preiserhöhungen seine Fans

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Autor: Matthias Fasel

Ein Blick auf die Preise für Stehplatz-Abonnemente zeigt, dass Gottéron-Fans im Vergleich zu den Anhängern der anderen NLA-Clubs nächstes Jahr besonders tief in die Tasche greifen müssen. Satte 595 Franken bezahlt ein Erwachsener in der kommenden Saison für eine Saisonkarte. Das sind nicht bloss exakt 100 Franken mehr als in der vergangenen Saison, sondern auch 105 Franken mehr als beim Club mit dem zweitteuersten Stehplatz-Abo, dem EV Zug. Und der spielt bekanntlich ab der kommenden Saison in einem nagelneuen Stadion.

Unmut bei der Freiburger Fangemeinde

Für die Freiburger Fans hingegen wird sich bis auf die Preise kaum etwas ändern, Gedränge im Sektor und lange Schlangen bei den Toiletten und dem Getränkestand inklusive. Kein Wunder deshalb, sind viele Gottéron-Fans verärgert.

Im Fan-Forum ist die Preiserhöhung Thema Nummer 1, und auf Facebook zählte eine Protestgruppe gegen die Preiserhöhung gestern Abend bereits rund 500 Mitglieder. Der Tenor ist überall derselbe: Wieso erhöht der Club nach einer sportlich bescheidenen Saison derart massiv die Preise?

Nun, Gottéron wusste um die Unpopularität der Preiserhöhungen und verschickte mit der Rechnung auch gleich ein Begleitschreiben mit Begründungen.

«Haben keinen Mäzen»

Dieselben Gründe nennt der Administrations-Verantwortliche Raphaël Berger auch gegenüber den FN. «Ein wichtiger Faktor ist, dass wir mit eigenen Produkten Geld verdienen müssen. Andere Clubs haben Mäzene, die Ende Jahr das Loch stopfen. Das haben wir nicht.» Ins gleiche Horn stösst Verwaltungsrat Norbert Mauron. «Wenn wir einen solchen Mäzen hätten, müssten wir nicht über eine Preiserhöhung diskutieren. Aber keinen Mäzen zu haben hat auch Vorteile. So ist es immer noch unser Club.»

Zum Vergleich mit den anderen Clubs macht Berger zudem darauf aufmerksam, dass bei einigen (wenigen) Clubs nicht alle Playoff-Spiele inklusive sind. Fakt ist jedoch, dass die Fans dieser Clubs selbst bei einem Finaleinzug immer noch weniger tief in die Tasche greifen müssten als die Freiburger.

Fakt ist aber auch, dass das Profi-Eishockey in der Schweiz in den letzten Jahren tatsächlich stets teurer geworden ist. Vor allem Spieler- und Agentensaläre haben stark zugenommen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, musste deshalb Gottéron Jahr für Jahr das Budget erhöhen. Es stellt sich also einzig die Frage, wie die zusätzlichen Einnahmen generiert werden. Anders gesagt: Ob es keine andere Möglichkeit gibt, als einfach den Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Potenzial bei Restauration und Merchandising

Im Sponsoring-Bereich hat man in den letzten Jahren die Einnahmen bereits deutlich erhöht. Auch hier will man zusätzlich Efforts machen. «Es wurden bereits erste Lösungen mit Sponsoren gefunden, die an unsere Mannschaft und ihre bekannte Dynamik glauben», steht im Begleitschreiben. Doch Berger fügt an: «Das Potenzial ist beschränkt. Irgendwann ist auch hier der Plafond erreicht.» Mehr Möglichkeiten scheinen jedoch im Bereich Merchandising vorhanden zu sein, wo der Fan-Shop nicht sonderlich professionell daherkommt, auch wenn das Mauron nicht gerne hört. «Ein grösseres Angebot heisst nicht unbedingt mehr Umsatz. Unser Umsatz von rund einer halben Million Franken ist gut. Ich glaube, dass dies momentan das Optimum ist.»

Durchaus Potenzial sieht indes Raphaël Berger: «Sowohl in der Restauration als auch mit dem Fan-Shop können wir noch mehr herausholen. Auch da sind wir ständig am Optimieren.»

«Entwicklung gibt einem zu denken»

Allen Beteiligten ist indes klar, dass Gottéron nicht jedes Jahr die Ticketpreise massiv erhöhen oder sonst die Einnahmenseite vergrössern kann. Die stets steigenden Kosten bereiten dem Club (wie auch den anderen NLA-Clubs) deshalb durchaus Bauchschmerzen. Dazu Norbert Mauron: «Die Entwicklung gibt einem schon zu denken. Denn mit elf Millionen Franken befindet sich unser Budget absolut an der obersten Grenze. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Jahren, muss man sich in sechs, sieben Jahren schon langsam einige Fragen stellen …»

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