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Freiburg hat neue Koordinationsgruppe Demenz

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Demenz ist eine grosse gesellschaftliche Herausforderung. Nach der neusten Hochrechnung von Alzheimer Schweiz leben derzeit 144 000 Menschen mit Demenz in der Schweiz. Im Jahr 2040 werden es schätzungsweise 300 000 Personen sein. Die Freiburger Staatsrätin und Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) erklärt im Interview, wie der Kanton Freiburg mit der steigenden Zahl Demenzkranker umgeht.

Anne-Claude Demierre, wie wichtig sind Einrichtungen wie die Demenzstation in Tafers, die gestern eingeweiht wurde, für Freiburg?

Solche Einrichtungen sind wichtig, um den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung gerecht zu werden und Entlastung für betreuende Angehörige zu bieten. Einrichtungen wie die Demenzstation sind für eine ganz spezielle Gruppe von dementen Menschen konzipiert. Der Kanton Freiburg unterstützt diese Abteilungen mit der Finanzierung von zusätzlichem Personal.

Steht die Demenzstation in Konkurrenz zur integrativen Behandlung der Demenz in anderen Pflegeheimen?

Nein, denn Demenzstationen sind ergänzende Angebote zu den Pflegeheimen. Viele Bewohner eines Pflegeheims sind dement. Die Bewohner einer Demenzstation entsprechen definierten Kriterien. Die Plätze in diesen speziellen Abteilungen sind für Bewohner gedacht, die in einer gewöhnlichen Pflegeheimabteilung nicht ihren Bedürfnissen gerecht betreut werden können, weil sie eine spezielle Infrastruktur und Betreuung brauchen. Eine spezifische Fortbildung für das Personal, das in diesen Abteilungen arbeitet, ist Teil der Kriterien für die Anerkennung einer solchen Sta­tion. Diese baut auf dem Basiswissen zur Demenz auf. Über dieses Wissen verfügt aber auch das Personal in den üblichen Pflegeheimen.

Demenz ist eine grosse gesellschaftliche Herausforderung. Wie will der Kanton Freiburg diese angehen?

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist hier sehr wichtig. Im September 2016 fand das Alzheimer-Forum Freiburg statt. Der Schlussbericht enthält Vorschläge für Massnahmen auf verschiedenen Ebenen: Information und Sensi­bilisierung, Früherkennung und Vorbeugung, Unterstützung, Koordination, Ausbildung und Monitoring sowie Pflegeleistungen zu Hause, um nur einige davon zu nennen. Damit arbeiten wir jetzt. Die Vorschläge werden priorisiert und dann mit den entsprechenden Partnern konkret erarbeitet.

Wie können die anderen Pflegeeinrichtungen im Kanton Freiburg von den Erfahrungen profitieren, die nun in Tafers gemacht werden?

Es gibt neu eine Koordinationsgruppe Demenz, in der ein stetiger Austausch stattfinden wird und wo Themen, die alle betreffen, besprochen und behandelt werden. Im Anschluss an die erste Fortbildung für das Personal auf Demenzabteilungen werden Weiterbildungen organisiert. Dies unter anderem in Form von Fallbesprechungen, die sich aus der täglichen Arbeit mit Demenzkranken ergeben. Zudem werden die Freiburger Demenzstationen durch die psychiatrischen Liaisondienste und durch Supervisionen unterstützt.

Das Interview mit Anne-Claude Demierre wurde schriftlich geführt.

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