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Freiburg hat seine erste Ständerätin

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Es war genau 21.18 Uhr, als gestern Abend feststand, wer den zweiten Freiburger Ständeratssitz erobert: Es ist die Freisinnige Johanna Gapany. Sie machte gerade einmal 138 Stimmen mehr als Beat Vonlanthen (CVP) und feierte ihren überaus knappen Sieg im La Promenade in Bulle mit Parteikollegen, Familie und Freunden.

«Das heutige Ergebnis ist auch für mich eine Überraschung», sagte Gapany im Gespräch mit den FN. «Es stand am Ende eines sehr spannenden Tages, an dem wir lange nicht wussten, wie das Ganze enden würde.» Zu den Gründen für ihren Wahlsieg könne sie im Moment noch nichts sagen, da sie die Ergebnisse noch nicht regionenweise und im Detail analysiert habe. Aber sie habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, in welchem sie auch persönlich viel gelernt habe. «Und ich bin sehr berührt zu sehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit meinem Programm einverstanden war.» Das knappe Resultat zeige überdies, dass in einer Demokratie jede Stimme wichtig sei und dass es immer gelte, jeden einzelnen Bürger zu überzeugen.

«Ich mag Deutsch»

Gapany ist bewusst, dass sie zu Beginn des Wahlkampfs vielleicht von vielen etwas unterschätzt worden sei. «Anfangs dachten einige, dass ich diese Kampagne nur führe, um bekannt zu werden, und nicht, um zu gewinnen», sagt sie dazu. Doch nach dem ersten Wahlgang habe sich die Einschätzung ihrer Kandidatur verändert. «Jetzt wissen wir, dass wir uns immer engagieren müssen und dass es sehr wichtig ist, eine solche Kampagne stets bis zum Ende durchzuziehen», so die Freisinnige. Sie sieht ihre Wahl im Übrigen als «das Ergebnis der Anstrengungen vieler engagierter Frauen in der Partei». Sie sei nicht die einzige Frau in der FDP, die derzeit Erfolge vorzuweisen habe, sie denke da an Parteipräsidentin Petra Gössi, Bundesrätin Karin Keller-Suter, aber auch an Grossrätin Na­dine Gobet aus Bulle, «die bei den Nationalratswahlen ein sehr gutes Ergebnis erzielt hat». Der Freisinn sei «heute bereit, seine Verantwortung in Sachen Gleichberechtigung zu übernehmen», so Gapany.

Die Frage ihrer Muttersprache sei im Lauf des Wahlkampfs eher von einigen ihrer Gegenkandidaten als Argument ins Feld geführt worden, bemerkt die Freisinnige. Dies sei aber Teil des «politischen Spiels». «Für mich war es indes in dieser Kampagne von Anfang an sehr wichtig, auch deutsch zu sprechen», sagt sie. «Ich habe viel Unterricht genommen, mag diese Sprache und will künftig noch besser werden.» Natürlich sei es eine Tatsache, dass Deutschfreiburg jetzt nicht mehr im Ständerat vertreten sei, dafür der Greyerzbezirk gleich doppelt. «Doch im Ständerat vertreten wir nicht eine Region, sondern den Kanton als Ganzes beziehungsweise die Mehrheit der Stimmbevölkerung», so Ga­pany.

Stärkung des Mittelstands

Politisch wolle sie in der kleinen Kammer ihre Prioritäten bei der Stärkung der Kaufkraft des Mittelstands und der Familien sowie bei der Senkung der Steuer- und Abgabenlast setzen. Welche Kommissionen sie interessieren, lässt die junge Greyerzerin indes noch offen.

Sie freue sich jedenfalls auf eine gute Zusammenarbeit mit SP-Ständerat Christian Levrat, dem sie bereits per SMS zu seiner Wiederwahl gratuliert habe. «Wir werden ein gutes Duo sein», sagt sie. «Wir vertreten die Mehrheit und können gut zusammenarbeiten.»

Dass die CVP eine Nachzählung der Stimmen verlangt, sieht Gapany gelassen. «Ich verstehe das, weil das Ergebnis so überaus knapp ist. Dieses Anliegen ist absolut berechtigt».

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