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Freiburg im Bundeshaus

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Freiburg im Bundeshaus

Staatsrat und Parlamentarier laden zu einem Apéro mit Freiburger Spezialitäten

Um Freiburg in Erinnerung zu rufen, hat der Staatsrat gemeinsam mit den Parlamentariern am Montagabend im Bundeshaus ein Treffen organisiert: Den rund 350 Gästen wurden in der Alpengalerie liebevoll hergerichtete Freiburger Spezialitäten serviert.

Von IRMGARD LEHMANN

Da werden National- und Ständeräte, Direktoren und Vizedirektoren der Bundesämter, Freiburgerinnen und Freiburger in Kaderstellungen zu einem ungezwungenen Zusammensein eingeladen. Ohne jegliche Absicht, wie die Initianten am Montagabend in der Alpengalerie des Bundeshauses immer wieder betonten. Wirklich absichtslos? Kurzfristig jedenfalls. Doch hoffe man auf Langzeitwirkung.

Hat man aus dem Treffen, das vor zweieinhalb Jahren im Hinblick auf den «Verwaltungsgericht-Standort Freiburg» in ähnlicher Art über die Bühne ging, eine Lehre gezogen? Die Lehre, dass ein Auftritt in letzter Minute zu nichts taugt? «Weil unser Kanton so nah von Bern liegt, droht er vergessen zu werden», bemerkt Ständerat Urs Schwaller.

Will man sich also einmal pro Jahr in dieser Art in Szene setzen? «Andere Kantone tun dies seit Jahren», räumt Nationalrat Christian Levrat ein.

Mit einem geselligen Augenblick Brücken schlagen …

Alles, was Freiburg an Spezialitäten zu bieten hat, war am Montagabend vorhanden: Freiburgerplatte, Greyerzer, Vacherin, Gâteau vin cuit, Bretzeln, Nidelkuchen, einheimisches Bier, Staatsweine … Auf einer Grossleinwand Sehenswertes aus dem Kanton. Die Stimmung war gelockert und der Lärmpegel stieg im Verlaufe des Abends beträchtlich an. Einzig das plötzliche Erscheinen von Bundespräsident Joseph Deiss und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sowie der Besuch von St. Nikolaus mit seiner Bläsertruppe (Musiker aus Bulle) vermochten die Parlierenden für eine kurze Zeit zum Innehalten zu bewegen.

… und mit Köstlichkeiten Netzwerke
schaffen

Die Gespräche waren vielfältig und drehten sich um persönliche wie um politische Belange. «Solche Treffen sind das A und O, um den Kanton bekannt zu machen und Goodwill zu schaffen», sagt Christian Levrat (SP). Auch er werde im Nationalrat in erster Linie als Gewerkschafter und nicht als Freiburger wahrgenommen. Und welches sind die Pluspunkte, mit denen man den Kanton «verkauft»? Levrat: «Die Zweisprachigkeit, die in Grossfirmen zusehends mehr verlangt wird. Das gute Ausbildungssystem des Kantons dank der Uni. Die ideale Lage an der A 1 und der A 12.»

***

Am Montagabend waren nicht nur alle Staatsräte vertreten, sondern auch alle Freiburger National- und Ständeräte. So auch Dominique de Buman. Inwiefern er sich für die Anliegen des Kantons in Bern stark mache, war die Frage an ihn? «Zurzeit beschäftige ich mich stark mit dem Sprachengesetz, dem Hochschulgesetz und dem Kulturförderungsgesetz. Gesetze, die für Freiburg von Bedeutung sein werden und nächstes Jahr aufs Tapet kommen», sagt de Buman. Und was er denn zur Einstellung seines Nachfolgers in der Stadt Freiburg bezüglich Zweisprachigkeit sage? «Nichts – aus Fairness.»

***

Mit Ständerat Urs Schwaller ergab sich in der Galerie ein Gespräch bezüglich Unterschied zwischen Kantons- und Bundespolitik. Der Weg, um den Bundeshaushalt in den Griff zu bekommen, sei viel länger als derjenige, um die Kantonsfinanzen ins Lot zu bringen, meint Schwaller. «Für das Budget von 51 Milliarden trägt niemand Verantwortung.» Niemand spüre die Konsequenzen am eigenen Leib. Im Kanton habe ein Finanzdirektor auch viel mehr Rückhalt als in Bern.

Bundespolitik sei ein einziges Taktieren im Sinne von Abmachungen wie «Wenn du in dieser Sache für mich stimmst, dann werde ich bei jener Sache in deinem Interesse stimmen».

***

Parliert wurde aber auch über Persönliches. So wetterte in einer andern Ecke der Alpengalerie ein St. Galler CVP-Nationalrat gegen die überdimensionierten Löhne der Präsidenten von Institutionen wie Astag, TCS oder auch der Raiffeisengruppe.

Gegen 21.30 Uhr verabschiedete man sich langsam und manch einer zog wohl Bilanz. Auf Grund der gelockerten Stimmung muss das Unterfangen als erfolgreich eingestuft werden. Ob man sich allerdings über das Jahr 2005 hinaus an Freiburg erinnern wird, sei dahingestellt. Jedenfalls wies Staatsratspräsident Michel Pittet in seiner Rede vorderhand auf Bevorstehendes hin: «Dass die nationale Föderalismuskonferenz am 15./16 September 2005 von Bundesrat und den Parlamentsmitgliedern nach Freiburg vergeben wurde, ist ein ehrenvoller Vertrauensbeweis.»

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