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Freiburg: Im Winter ein kleines, feines Ferienparadies

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Freiburg wandelt sich touristisch von der Winter- zur Ganzjahresdestination. Die Bergbahnen setzen auch im Winter auf mehr Breite. Trotzdem ist klar: Skifahrende sind noch immer willkommen.

Diese Woche ist Freiburg in den Sportferien. Die FN besuchen deshalb täglich verschiedene Wintersportorte im Kanton. Der Direktor des Freiburgischen Tourismusverbands, Pierre-Alain Morard, hat keine Sportferien: Auf Hochtouren plant er den Sommer und unterstützt gleichzeitig Winterdestinationen in der Bewältigung ihrer Hochsaison. Er macht den Auftakt zur Serie.

Ist Freiburg eine Sommer- oder eine Winterdestination?

Im Sommer ist das Angebot vielseitiger als im Winter. Wir haben nur sieben Winterdestinationen, einige sind ziemlich klein. Aber alle haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Hauptgrund ist der Magic Pass, das gemeinsame Abonnement von 40 vor allem Westschweizer Skigebieten. Er ist auch im Sommer in vielen Destinationen gültig. Insgesamt 130’000 Menschen besitzen einen und können ihn auch im Kanton Freiburg brauchen. Sie bilden ein grosses Potenzial für unsere Wintergebiete. 

Wie hat sich der Magic Pass ausgewirkt?

Im Kanton Freiburger hat der Wintersport Tradition, die Freiburgerinnen und Freiburger kennen das aus der Schule und aus Skilagern. Das Angebot für sie war zuvor jedoch unattraktiv: Wir hatten nur ein kantonales Abonnement. Davon haben wir in einem guten Jahr vielleicht 2000 Stück verkauft.

Das ist nicht sehr viel…

Nein. Von den total 130’000 Besitzern des Magic Pass sind mindestes 25’000 Freiburger. Der Magic Pass hat die Freiburgerinnen und Freiburger auf die Skis gebracht, und unser Angebot war plötzlich auch für auswärtige Gäste attraktiv. Umgekehrt gegen viele aus dem Kanton Freiburg auswärts Ski fahren.

Da hat Freiburg ja nichts davon…

Aber hier beginnen viele Skikarrieren. Ein schönes Beispiel ist unsere Olympiasiegerin Mathilde Gremaud, deren Hausberg La Berra ist. Und für die anderen 100’000 Abobesitzer ist Freiburg auf dem Radar. Das gilt für den Winter; aber da wir nicht mit den grossen Skigebieten konkurrenzieren können, gilt das erst recht für den Sommer. Freiburg hat früh auf den Sommertourismus gesetzt. Andere Destinationen haben während vieler Jahre geschlafen. Jetzt ziehen sie aber nach, jetzt müssen wir uns wieder verbessern.

Also wandelt sich Freiburg zusehends von der Winter- zu einer Sommerdestination?

Jein… Zwar transportieren die Bergbahnen im Sommer mehr Personen als im Winter, und zwar unterdessen alle. Aber mehr Leute heisst nicht mehr Umsatz. Denn natürlich kostet der Skitag im Winter die Gäste mehr als eine Wanderung im Sommer in den Bergen. Wir wollen den Erfolg im Sommer und sind gut aufgestellt. Der Winter bringt uns aber nach wie vor einen wesentlichen Umsatz.

Freiburg ermöglicht Anfängerinnen und Anfängern jeden Alters den Einstieg ins Skifahren.
Charles Ellena/a

Wie gross ist eigentlich der Anteil der Freiburgerinnen und Freiburger an den Gästen in unseren Wintersportgebieten?

Durchs Band betrachtet haben wir bei den Bergbahnen etwa 80 Prozent Einheimische. Dort, wo es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt, wie in Schwarzsee und Charmey, sind es deutlich mehr ausserkantonale Gäste. Dort kommen bis zu 30 Prozent der Gäste aus anderen Kantonen. Aber in La Berra oder in Les Paccots, wo es keine Unterkünfte hat, sind mindestens 90 Prozent im Winter Einheimische. Im Sommer haben wir natürlich einen viel höheren Anteil an Auswärtigen.

Tourismus in Freiburg: Das sind wenige Stationen mit grossen Unterschieden. Schwarzsee und La Chia bewegen sich in einer ganz anderen Welt. Wie bringen Sie das unter einen Hut?

Der wesentliche Faktor für den Tourismus sind Unterkünfte, wenn die Leute also übernachten. Nicht alle unsere Skigebiete bieten die Möglichkeit, leider nicht. Sie können in La Berra, in Les Paccots und erst recht in La Chia nicht ins Hotel. Schwarzsee ist ein anderes Kaliber. Die machen viel, haben ein breites Angebot. In Jaun und Im Fang funktioniert der Langlauf gut. Charmey hat sich neu erfunden und gut entwickelt. Da sind wir froh. Und der Moléson trumpft mit der Symbolik als Hausberg, als Identifikationsfaktor für den ganzen Kanton. Die grossen Stationen machen Umsatz, um investieren zu können. Ein Radtrack kostet gleich viel, egal, ob Sie in Moléson oder in Zermatt sind. Das müssen Sie erst mal wieder herausholen. Die kleineren Stationen haben eine andere Aufgabe. Sie bringen die Kinder und die Anfänger auf die Skier. Es braucht beides.

Welche Rolle spielt das Wetter? Schneesichere Winter gibt es in Freiburg wohl schon lange nicht mehr…

Wir sind in den Voralpen, nicht in den Alpen. Schnee und Sonne sind im Winter die hauptsächlichen Faktoren. Die Sonne können wir nicht beeinflussen. Und Schnee bringt uns vor allem etwas in den Schulferien, also über Weihnachten und Neujahr sowie jetzt. Das sind die Umsatzträger. Wenn eine oder gar zwei Wochen fehlen – dieses Jahr fiel zum Beispiel eine Woche über Weihnachten mangels Schnee aus –, dann ist das schon mal schlecht. Die Sportferien sind zwar spät dieses Jahr, aber wir hoffen noch auf etwas Schnee. Die Sonne ist für die Wochenenden entscheidend: Wenn wir schlechtes Wetter haben, können wir so viel Werbung machen, wie wir wollen. Bei Regen kommt kaum jemand. Doch wenn das Wetter wie dieses Jahr schön ist an den Wochenenden, haben wir hohe Frequenzen und Umsätze.

Und wie reagiert Freiburg auf den Klimawandel?

Das wird langfristig tatsächlich schwierig. Aber heisst das nun, dass wir nicht mehr auf den Wintersport setzen dürfen? Nein. Wir müssen weitermachen, uns gleichzeitig aber auch nicht der Realität verschliessen, sondern uns anpassen, so weit und so schnell, wie wir können. Die Gästestruktur ändert sich ja schon: Wir haben zwar noch immer viele Skifahrer, aber immer mehr Menschen wollen schneeschuhwandern oder einfach nur die Berge geniessen. Diese Gäste müssen wir abholen. In diesem Prozess befinden wir uns nun und sind eigentlich schon sehr weit. Nehmen Sie als Beispiel den Winterfunpark Bounè Rodzo in Charmey, der Snowtubing und Bowling im Schnee anbietet.

Alternativen müssen her, wie etwa der neue Winterfunpark Village Bounè Rodzo in Charmey.
zvg/Fribourg Region

Freiburg entwickelt sich also zum wintersporttechnischen Sackmesser? 

Ja, aber ohne die Skifahrer zu vergessen. Wenn wir das Skifahren streichen würden, käme niemand mehr. Nehmen wir eine Familie als Beispiel: Die Teenager fahren Ski, die Eltern wandern, und die Kleinen nehmen an anderen Aktivitäten teil. Wir müssen für alle diese Personen ein Angebot haben. 

Sind Ihre Kollegen aus den grossen Wintersportkantonen eigentlich verblüfft, wenn sie hören, dass man in Freiburg auch Ski fahren kann?

Tatsächlich, sie wundern sich darüber. Meine Antwort ist dann oft: Die Freiburger sind gute Kunden Eurer grossen Skidestinationen. Doch sie haben klein angefangen, hier in den Voralpen. 

Wo sehen Sie noch Potenzial für Verbesserungen? Wo müssen Sie und Ihre Partnerorganisationen noch Arbeit investieren?

Unsere Bergbahnen machen noch wie vor zu wenig Umsatz. Mit mehr Umsatz könnten sie mehr investieren und mehr Angebote auf den Markt bringen. Potenzial sehe ich vor allem im Sommer. Er dauert länger als der Winter, das Wetter ist etwas sicherer. Aber da müssen wir noch Infrastruktur erstellen. Wir haben Skipisten, aber uns fehlen die Mountainbike-Trails. Wir haben da ein Projekt lanciert und bauen es nun aus. Bei den Winteraktivitäten sehe ich das Potenzial in Angeboten im Tiefland und gemeinsamen Projekten mit den Bergstationen. Denken Sie an das Murten-Lichtfestival, das ist super, das bringt Leute in den Kanton. In Freiburg sind die Eishockeyfans. Diese Ausflügler lernen Freiburg kennen und hängen vielleicht später auch einmal einige Tage in den Bergen an. Diese Personen müssen wir für unsere Winterdestinationen gewinnen.

Wie sehen Sie eigentlich die Rolle des Staats? Er spielt im Freiburger Tourismus eine zentrale Rolle. Aber warum?

Der Kanton, die Gemeinden und die Regionen investieren in den Tourismus, insbesondere in die Infrastrukturen der Bergbahnen. Der Kanton verdoppelt konkret über einen speziellen Förderungsfonds für Tourismus die Beiträge der Gemeinden und Regionen. In den nächsten Jahren wird es weitere Engagements brauchen, um Tourismusprojekte mit Potenzial zu fördern. Diese Unterstützung macht es für die Bergbahnen erst möglich, selber zu investieren.

Zahlen und Fakten

Freiburg und seine Skiorte

Das touristische Freiburg im Winter, das sind vor allem die Skigebiete in Schwarzsee, Charmey, La Berra, Jaun, Moléson, Rathvel und Les Paccots. Ihre Angebote sprechen alle vor allem Schulklassen und Familien mit Kindern an. Im Vordergrund stehen Skischulen, moderate Preise und Anlagen für die ersten Gehversuche auf den Skiern. Viele Stationen setzen auch auf nächtliche Angebote, haben sich auf Langlauf oder Schneeschuhwandern spezialisiert oder laden zu aussergewöhnlichere Aktivitäten wie Skijöring oder Schlittenausfahrten mit Schlittenhunden. Schliesslich gehört auch die Kulinarik zu den grossen Trümpfen der Ferienregion Freiburg. fca

Serie

Winteraktivitäten in der Region

Diese Woche ist schulfrei. Viele Freiburgerinnen und Freiburger machen Sportferien oder verbringen den einen und anderen Tag in den Bergen. Die FN zeigen in einer Serie die verschiedensten Facetten des Wintertourismus im Kanton und berichten jeden Tag aus einem anderen Freiburger Wintersportgebiet.

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