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Freiburg lanciert Massentests bei Firmen und Institutionen

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Gurgeltests sind die neuste Variante zum Entdecken von Corona-Infektionen.
Keystone

Im Rahmen einer Pilotphase will der Kanton Freiburg den Einsatz von Massentests an symptomfreien Personen ausprobieren. Zu Beginn beteiligen sich sieben Firmen und Institutionen mit rund 800 Personen.

Testen, nachverfolgen, isolieren: Auf dieser Basis beruht die kantonale Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Das Testen erfolgte bisher im kantonalen Testzentrum, bei Hausärzten und Apotheken oder durch mobile Teams. Massentests gab es bei grösseren Ausbrüchen. Nun ergänzt der Kanton dieses Dispositiv mit einem neuen Instrument, wie die Direktion für Gesundheit und Soziales in einem Communiqué mitteilt. Hierbei handelt es sich um wiederholte Massentests mit präventivem Charakter. Diese werden in einer Pilotphase im März während dreier Wochen in zwei Unternehmen, drei Schulen und zwei Pflegeheimen durchgeführt: die Pflegeheime Courtepin und Siviriez mit je 80 Personen des Personals; die Primarschulen Courtepin und Attalens sowie die Fachmittelschule mit je 70 bis 100 Personen des Personals sowie bei den Primarschulen der ausserschulischen Betreuung; die Verkehrsbetriebe TPF mit ihren 300 Chauffeuren ebenso wie ein nicht genanntes Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden.

Freiwillig und anonym

Es wurde bewusst darauf verzichtet, dass die Schülerinnen und Schüler getestet werden, hingegen sind auch Schulbusfahrer für den Massentest eingeladen worden.

Wie die Direktion präzisiert, ist die Teilnahme für die aufgebotenen Personen freiwillig und das System so aufgebaut, dass der Arbeitgeber nicht herausfinden kann, wer den Test macht und wer nicht. In die kantonale Statistik werden auch nur die positiven Tests einfliessen, was die Positivitätsrate leicht verfälschen kann. Die Tests in den Unternehmen haben bereits begonnen, die Schulen beginnen damit nächste Woche.

Die Gesundheitsdirektion präzisiert weiter, dass in der Pilotphase verschiedene Testarten zum Einsatz kommen: Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachenabstrich durch mobile Teams sowie Gurgel-Speicheltests, die von zu Hause aus möglich sind.

Zusammenarbeit mit dem SICHH

Antigen-Schnelltests galten bisher nur bei Personen mit Symptomen während der ersten vier Tage als zuverlässig. Aus diesem Grund muss laut Kantonsarzt Thomas Plattner ein positives Testergebnis mit dem Schnelltest durch einen anschliessenden PCR-Test bestätigt werden. Der Speicheltest sei hingegen gleich zuverlässig wie ein PCR-Abstrichtest; er muss als Gurgeltest morgens bei nüchternem Magen erfolgen, oder durch einen Abstrich, der aber weniger unangenehm sei als der übliche PCR-Test. Bei einem positiven Testergebnis werden die Personen wie bisher isoliert und dem gewohnten Tracing unterzogen. Für die Test-Methode des Speichel-Poolings sei eine Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Swiss Integrative Center for Human Health (SICHH) aufgegleist worden. Dessen Labor in Freiburg hat dazu neue Techniken entwickelt.

Gemäss Thomas Plattner erlaubt der Bund nun den Kantonen, solche Massentests vorzunehmen. «Kriterien sind, dass sie zum Schutz von vulnerablen Personen dienen oder in einer Situation mit erhöhtem Übertragungsrisiko erfolgen», so Plattner. Grundsätzlich könnten auch Firmen selber für ihr Personal solche präventiven Massentests durchführen, wie es beispielsweise Bündner Skistationen für ihr Personal getan haben. In einem solchen Fall sei aber der Kanton nicht unbedingt involviert, so Plattner. Die Firmen würden direkt mit Labors zusammenarbeiten, und der Bund zahlt auch nicht dafür. 

«Nicht flächendeckend»

Gemäss dem Kantonsarzt ist es nicht vorgesehen, dass Massentests nach der Pilotphase flächendeckend zum Einsatz kommen. «Wir wollen intelligent testen, das heisst, vor allem da, wo die Chance besteht, positive Personen zu finden. Dazu braucht es eine Risikoevaluation.»

Ebenfalls sei die Zeit noch nicht reif für individuelle Selbsttests zu Hause, so Plattner. «Wer irgendetwas verspürt oder Kontakt hatte mit einer kranken Person, dem empfehle ich weiterhin, sich für einen Schnelltest im Forum Freiburg anzumelden.» Es sei aber möglich, dass schon bald ein Selbsttest zugelassen werde, der ähnlich wie ein Schwangerschaftstest das Resultat anzeigt. 

Zum Begriff

Gurgeltests und Speichelpooling

Bei den Speicheltests gibt es zwei verschiedene Testmethoden. Beim Speichel-Pooling wird ein einziger diagnostischer Test zur Analyse einer Mischung von Proben verschiedener Personen verwendet. Wenn einer im Pool positiv ist, dann werden die Proben der Personen aus dieser Gruppe einzeln getestet, um die infizierte Person zu isolieren. Pooling beschleunigt das grossflächige Screening.

Beim Gurgel-Speicheltest muss die Testperson 60 Sekunden mit einer isotonischen Lösung gurgeln und die so entstandene Flüssigkeit über einen Trichter in ein Teströhrchen spucken, das anschliessend ins Labor kommt. Auch bei dieser Methode ist ein Pooling möglich. uh

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