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Freiburg setzt noch mehr auf Nachwuchs

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Freiburg setzt noch mehr auf Nachwuchs

1. Liga: Pinguine beginnen am Samstag in Martigny

Der FC Freiburg vermochte sich in dieser Saison trotz einiger Kaderveränderungen im Mittelfeld zu etablieren und praktisch sämtliche Abstiegssorgen vorzeitig zu eliminieren. Allerdings musste man in der Winterpause mit Boughanem nochmals einen Leistungsträger ziehen lassen und wandelt ständig am Grat des finanziellen Kollapses.

Von MARKUS RUDAZ

Der FC Freiburg ist nach wie vor nicht über dem Berg. Sportlich vermochte Trainer Philippe Perret zwar in dieser Saison sein junges Team überraschend weit vorne zu klassieren. Wenn nicht gerade alle Stricke reissen, sollten die Pinguine damit die Meisterschaft ohne allzu grosse Sorgen nach hinten beenden können.

Allerdings sind beim FC Freiburg nach wie vor finanzielle Engpässe vorhanden und auch die Verantwortlichen scheinen in der seit Jahren angespannten Situation an ihren Grenzen angelangt zu sein. Interimspräsident Claude Rapo machte in der Winterpause klar, dass er im Sommer an der Generalversammlung endgültig sein Amt abgeben werde. Ein Nachfolger ist nach wie vor nicht in Sicht – auch kein Geldgeber mit einem dicken Portemonnaie. Claude Rapo: «Ich hatte eigentlich einen Nachfolger gefunden. Aber im letzten Moment hat er es sich aus persönlichen Gründen, die ich nicht kenne, wieder anders überlegt. Meine Demission habe ich jedoch definitiv mitgeteilt.»

Sponsoring als Knacknuss

Er habe zwar schon Kontakte in der Freiburger Wirtschaft, doch er könne sich nicht alleine darum kümmern: «Ich arbeite in Basel und bin oft im Ausland. Da komme ich schon an meine Grenzen. Leider sind einige Sponsorenbeiträge, die uns zugesagt worden waren, schliesslich doch nicht eingetroffen. Auf unserem Niveau sind solche Beiträge natürlich reine Spenden, die ich einzig als Investition in unsere Jugend verkaufen kann. Doch heute genügt dies oft nicht mehr – leider.» Ein zusätzliches Problem kam noch zu Weihnachten hinzu, als man von der Pensionskasse eine Nachrechnung von rund 30 000 Franken für die Jahre 1992-1996 erhielt. «Ich hoffe, dass wir mit den Verantwortlichen eine Abzahlungsvereinbarung treffen können, wie dies bereits bei der Mehrwertsteuernachfaktura möglich war», hofft Rapo. Gleichzeitig stellt sich Rapo einmal mehr hinter seinen Trainer Philippe Perret: «Es gab immer wieder grossen Druck, ihn loszuwerden. Ich habe diesem Druck jedoch nie nachgegeben, weil ich überzeugt bin, dass Herr Perret einen sehr guten Job macht.» Vergessen wir nicht, dass wir Ende letzter Saison praktisch über Nacht ohne Mannschaft dastanden und jetzt immerhin auf dem 7. Rang liegen. So schlecht kann dieser Trainer also nicht sein.

Die Mannschaft ist bereit

Für TK-Chef Charly Clément verlief die Vorbereitung ziemlich gut: «Wir konnten fast alle unsere Vorbereitungsspiele auf Rasen bestreiten. Auch die Trainingsbedingungen in Freiburg waren recht gut. Ich denke, wir sind für den Wiederbeginn bereit.» Das Team verbrachte auch ein Wochenende im Tessin mit zwei Spielen. Wie bereits vermerkt, mussten die Freiburger Kamel Boughanem zu Bulle ziehen lassen. Den beiden anderen Franzosen, Kouakoua (zu Meyrin) und Rachoud (zu Delsberg), weint man kaum eine Träne nach. Clément: «Auf dem Papier verlieren wir mit ihnen sicher. Auf der anderen Seite gewinnen wir punkto Teamgeist etwas hinzu. Spieler wie Python oder Dupasquier haben ihre Leaderrolle nun klar übernommen.» Als Neuzuzüge konnte Clément Jérôme Grandgirard (Stade Payerne) und Fred Beck (Bulle) vermelden, wobei Beck fast ein Jahr verletzt war und noch nicht ganz einsatzfähig ist. Daneben wurden vier weitere U19-Junioren in die 1. Mannschaft integriert: Kartoni, Mollard, Bondallaz und Hartmann. Allerdings wütete bei den Pinguinen noch die Verletztenhexe und am Samstag in Martigny werden noch einige Spieler verletzt ausfallen: Meyer, Kuriger, Julmy, Gonzalez, Beck und Hartmann sind nicht dabei.

Erste Spiele werden Weg zeigen

Sowohl die beiden Erstplatzierten aller vier Erstligagruppen sowie die zwei bestplatzierten Dritten werden an den Aufstiegsspielen teilnehmen können. Freiburg liegt nur 5 Punkte hinter dem 3. Rang und deren 6 hinter dem 2., könnte sich also theoretisch noch Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen. «Die ersten Spiele werden uns aufzeigen, ob wir tatsächlich noch um diese vordersten Plätze mitkämpfen können oder nicht», erklärt Charly Clément seine Zielsetzung, «ansonsten war uns wichtig, frühzeitig unsere Junioren einzusetzen und damit auch bereits die nächste Saison vorzubereiten». Der FC Freiburg müsse aus seinem Plus, der Juniorenförderung, Kapital schlagen, gibt sich Clément überzeugt. Am Samstag wird sich beim viertplatzierten Martigny gleich zeigen, wo der FC Freiburg heute steht.

Spielbeginn in Martigny: morgen Samstag um 16.00 Uhr.

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