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Freiburg soll der erste Kanton mit vollständigem Glasfasernetz werden

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Autor: Pascal jäggi

Die Bedeutung des Vorhabens war an der Pressekonferenz im Forum Freiburg offensichtlich: Die beiden Generaldirektoren von Swisscom und Groupe E, Carsten Schloter und Philippe Virdis, und die Staatsräte Claude Lässer und Beat Vonlanthen stellten das Projekt vor. Die Idee ist in dieser Grössenordnung einmalig; bisher wurden flächendeckende Glasfasernetze erst in städtischen Gebieten und Agglomerationen realisiert. Vorerst wird es, noch in diesem Jahr, ein Pilotprojekt auf dem Gebiet des Torryquartiers in Freiburg und in Neyruz geben. Falls dieses zufriedenstellend verläuft, sollen im gesamten Einzugsgebiet der Groupe E Glasfaserkabel gezogen werden. Generaldirektor Philippe Virdis rechnet damit, dass bis 2020 der gesamte Kanton erschlossen sein wird. Andere Anbieter, wie etwa die Industriellen Betriebe Murten oder die Elektrizitätswerke Jaun, könnten später zu günstigen Konditionen einsteigen, wie Philippe Virdis versicherte.

Investition in die Zukunft

Zu den geschätzten Gesamtinvestitionen von 500 bis 600 Mio. Fr. wird der Kanton Freiburg rund fünf Millionen Franken aus dem Wirtschaftsförderungsfonds beisteuern. Zusätzlich soll ein zinsloses Darlehen über fünfzehn bis zwanzig Millionen Franken gewährt werden. Dieses würde an eine Gesellschaft gehen, die von der Groupe E gegründet wird. Über das Darlehen muss allerdings noch der Grosse Rat entscheiden. Der Staatsrat sieht die Investition als wichtigen Teil der «High-Tech in the Green»-Strategie. «Das ist ein Glückstag für die Freiburger Wirtschaft und den Kanton», meinte Beat Vonlanthen. Es sei der richtige Zeitpunkt, um in eine zukunftsträchtige Technologie zu investieren, sagte der Volkswirtschaftsdirektor überzeugt. Staatsratspräsident Claude Lässer nannte das Projekt eine «ideale Public/Private Partnership» (Zusammenarbeit zwischen Staat und Privaten). Unterstützenswert sei die Idee vor allem, weil alle davon profitieren würden, so Lässer. Die Nachfrage nach schnellen Verbindungen (bei Realisierung des Netzes läge diese bei 100 Megabit pro Sekunde) steige weiter, das Glasfasernetz wäre ein enormer Standortvorteil, so Lässer.

Swisscom und Groupe E bezahlen Infrastruktur

Der Hauptgrund für die Zusammenarbeit zwischen Swisscom und Groupe E liegt in der Kostensenkung, wie Swisscom CEO Carsten Schloter ausführte. Die meisten Investitionen verursachten die Kabelinfrastruktur, rund 80 Prozent. Da diese Arbeiten von Groupe E und Swisscom finanziert werden, sei es für andere Anbieter günstig einzusteigen, meinte Schloter. Diese müssten nur für die technischen Investitionen aufkommen. Mit der Zeit sollen sich die Investitionen auch für die beiden Partner auszahlen. Wie sich die Gesamtkosten auf die beiden Firmen verteilen, konnte und wollte Schloter noch nicht sagen. Dazu müsse erst der Pilotversuch abgewartet werden.

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