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Freiburg und Elsass finden Gemeinsames

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Autor: URS HAENNI

Rund 300 Kilometer oder etwas über drei Stunden Fahrzeit trennen Freiburg und Strassburg. Das Elsass und Strassburg sind einwohnermässig etwa zehnmal grösser als der Kanton bzw. die Stadt Freiburg. Und doch fanden Politiker beider Regionen gestern im Haus der Region Elsass, dem Politikzentrum in Strassburg, viele Gemeinsamkeiten und Gründe, warum sich beide Regionen sehr nahe stehen. Beide sind frankophon und germanophon, beide gehören zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Achse zwischen Rhone und Rhein. Als die vielköpfige Freiburger Delegation, angeführt von den Staatsräten Erwin Jutzet, Beat Vonlanthen und Isabelle Chassot, vom Elsässer Kollegen André Reichardt gar zu hören bekamen, Freiburg sei nun ein Teil des Elsass, beeilte sich auch Jutzet zu sagen: «Das Elsass ist ein Teil von Freiburg.»

Im Zentrum des Freiburger Auftritts in Strassburg stand die Unterzeichnung eines Abkommens zur kulturellen Zusammenarbeit durch die Freiburger Kulturdirektorin Isabelle Chassot und den Präsidenten der Region Elsass Philippe Richert. Eine solche Kooperation existiert seit 2008 und hat vor allem jene Künste betroffen, die auf einer Bühne dargeboten werden. So traten die «Compagnie des Barbares» oder das «Théâtre des Osses» zu Gastspielen im Elsass auf, und Elsässer Ensembles spielten im Nuithonie. Das Abkommen wird bei der jetzigen Ausweitung um weitere drei Jahre um den Bereich Musik erweitert.

Wie Isabelle Chassot betonte, beabsichtigen die beiden Regionen mit dem neuen Abkommen, in Bereichen wie Zweisprachigkeit, Forschung, höhere Bildung, Umwelt und Wirtschaft enger zusammenzuarbeiten. Gegenüber den FN sagte Chassot: «Im Elsass gibt es eine deutschsprachige Minderheit, die zahlenmässig immer kleiner wird. Deshalb zeigen sich Elsässer Kollegen besonders interessiert, wie bei uns zweisprachiger Unterrichtet funktioniert.» Während eines Monats präsentiert sich nun der Kanton Freiburg im Haus der Region Elsass. Unter dem Titel «Freiburg – ein Schweizer Kanton stellt sich vor» zeigen die beiden Künstler Guy Tornay und André Prin mit statischen und bewegten, transparenten und projizierten Bildern, mit Texten und Figuren wie modern und vielfältig Freiburg ist. Die Freiburger Identität wird anhand von neun Themenkreisen gezeigt. Unmittelbar nach dieser Ausstellung eröffnete Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen auf dem zentralen Gutenbergplatz von Strassburg das Freiburger Dorf. In unmittelbarer Nähe der prächtigen Kathedrale stehen eine Reihe von Freiburger Chalets, welche die touristischen Attraktionen Freiburgs den Elsässern näherbringen. Der Freiburger Tourismusverband und die Vereinigung «Produkte aus dem Freiburgerland» locken noch bis nächsten Samstag die Passanten mit Köstlichkeiten wie Käse und Fleisch, Kilbi-Menüs oder Vully-Wein. Ein Fondue-Mobil ist zudem permanent in der Strassburger Altstadt unterwegs und lädt zum Degustieren ein. Auch mit Aktivitäten wie einem Barfuss-Parcours oder dem Stadtgolf sollen die Elsässer zu einem Besuch in Freiburg animiert werden. Die Tourismus-Verantwortlichen sehen im Elsass einen interessanten, noch nicht ausgeschöpften Markt. Eine Tagesreise entfernt, sei Freiburg leicht erreichbar, zudem sei die Küche verwandt. Auffallend ist: In Strassburg spricht man nur von «Fribourg». Die Gefahr der Verwechslung mit dem deutschen Freiburg ist dort zu gross.

Staatsrätin Isabelle Chassot und der Präsident der Region Elsass, Philippe Richert, bei der Unterzeichnung des «Staatsvertrages» in Strassburg.Bild Alexandre Hana/ zvg

Abkommen:Eine Freiburger Initiative

Das Abkommen über die kulturelle Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Freiburg und dem Elsass geht auf das Jahr 2008 zurück. Zehn Freiburger Ensembles und neun Kulturlokale sind für den Kanton prioritäre Partner. Bereits vorher hätten Freiburger Kulturschaffende sich im Ausland präsentiert, auch im Elsass. Die Kulturdirektion fand dies unterstützungswürdig. Gérald Berger, Vorsteher des Amtes für Kultur, traf an einem Forum elsässische Vertreter mit ähnlichen Gedanken, und so nahm das Projekt Form an. Als die Idee einmal auf dem Tisch war, so Chassot, sind in kürzester Zeit drei elsässische Kulturpolitiker nach Freiburg gereist: «Wir fühlten, es braucht eine Plattform.» Eine treibende Kraft war Adrien Zeller, der jahrzehntelang die elsässische Politik dominierte. Er starb im letzten Jahr, so dass die jetzige Ausweitung des Abkommens auch eine Hommage an ihn ist.uh

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