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Freiburg will Hauptachsen ausbauen

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Das Burgquartier und das Freiburger Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr befreien: das soll die Poyabrücke, indem sie ab Ende 2014 den Verkehr vom Schönberg direkt auf die Agy-Ebene Richtung Autobahn leitet. So fahren die Autos nicht mehr durch die Altstadt.

Damit die Autofahrerinnen und Autofahrer wirklich die Strassen benutzen, welche als Hauptverkehrsachsen vorgesehen sind, plant der Gemeinderat für knapp sechs Millionen Franken sogenannte Begleitmassnahmen zum Poyaprojekt: Etliche Nebenstrassen werden verengt und für den Verkehr unattraktiv gemacht. Auf den Hauptachsen hingegen wird Raum für den motorisierten Privatverkehr geschaffen, indem Strassen verbreitert werden (siehe auch Kasten).

Zähringerbrücke geht zu

«Diese Begleitmassnahmen sind integraler Bestandteil des Poyaprojektes», sagte Jean Bourgknecht (CVP) gestern vor den Medien. Die Bundessubventionen für die Brücke seien daran gebunden. Er sagte dies vor allem auch mit Blick auf die umstrittenste Begleitmassnahme: Sobald die Poyabrücke aufgeht, geht die Zähringerbrücke für den Privatverkehr zu. 14 Rekurse gegen die Brückenschliessung sind beim Kantonsgericht hängig.

Der Verkehr wird gezählt

Um sicher zu sein, dass die Begleitmassnahmen ihr Ziel erreichen–dass also in den Quartieren kein Mehrverkehr entsteht–, führt die Stadt ein Jahr vor der Eröffnung der Poyabrücke und sechs Monate danach Verkehrszählungen durch. Zeigen diese, dass die Massnahmen nicht greifen, muss die Stadt neue Wege finden, um den Mehrverkehr auf den Nebenstrassen einzuschränken. «Es ist aber jetzt schon klar, dass der Verkehr in den Quartieren leicht zunehmen wird», sagte Gemeinderat Thierry Steiert (SP). «Die Freiburger Bevölkerung wächst, zudem sind jedes Jahr mehr Autos immatrikuliert–das alleine verursacht bereits mehr Verkehr.»

Veloweg durch die Agglo

Nebst den eigentlichen Begleitmassnahmen plant die Stadt Freiburg auch einen Veloweg, der die Universität Miséricorde mit dem Quartier St. Leonhard verbindet. «Er führt fast flach entlang der Bahngleise», sagte Steiert. Der Veloweg ist Teil der «Transagglo»: Bis 2018 soll dieser Fussgänger- und Veloweg quer durch sechs Agglo-Gemeinden führen, von Avry bis nach Düdingen.

Die Poyabrücke geht Ende 2014 auf; bis dahin müssen die Freiburger Strassen neu gestaltet sein. Deshalb beginnen die ersten Bauarbeiten–an der Kreuzung Jurastrasse/St.-Theresia-Strasse, an der Joseph-Piller-Strasse sowie am Veloweg–bereits diesen Herbst. «Wir haben keinen Stress, wir sind im Plan», sagte Stadtingenieur Fabien Noël.

Zahlen und Fakten

Poller, breitere Trottoirs und breitere Strassen sowie ein Veloweg

Die umstrittenste Begleitmassnahme zur Poyabrücke ist dieSchliessung der Zähringerbrücke. Beim jetzigen Kredit (siehe Haupttext) geht es um Vorbereitungsarbeiten, damit später auf beiden Seiten der Zähringerbrücke Poller gesetzt werden können. Dies kostet 20000 Franken. Mehrere Strassen sollen mit breiteren Trottoirs verengt werden, damit sie für die Autosunattraktivwerden; so wird gegen Mehrverkehr gekämpft. Dazu gehören die General-Guisan-Allee und die St.-Agnes-Strasse, die Neustadtgasse und die Murtengasse. Auf der Schönbergseite werden die Bernstrasse und die Stadtbergstrasse beruhigt. Die Joseph-Piller-Strasse wird bis zum Wallriss zurBegegnungszonemit Tempo 20. Gleichzeitig werden andere Strassenverbreitert:Sie sind alsHauptachsenvorgesehen, auf denen der Verkehr auch in den Stosszeiten fliessen soll. Dazu gehört die Kreuzung Jurastrasse/St.-Theresia-Strasse. Die St.-Theresia-Strasse erhält auf einer Länge von 88 Metern eine zusätzliche Spur. Auch die Jurastrasse wird verbreitert, damit die Bushaltestelle verlegt werden kann. Nebst diesen eigentlichen Begleitmassnahmen entsteht zwischen der Spitalgasse im Stadtzentrum und dem Quartier St. Leonhard einVeloweg.Dieser führt über die Nordstrasse und den Sentier du Nord (Nordweg) über die General-Guisan-Allee hin zum Kasernenweg. Dabei werden Treppenstufen auf dem Kasernenweg und auf dem Nordweg durch Rampen ersetzt. Auf dem Nordweg müssen zudem fünf Bäume weichen. Dagegen kam eine Petition zustande, welche der Gemeinderat jedoch abgelehnt hat (die FN berichteten). DieKostenfür den Veloweg werden auf2,5 MillionenFranken geschätzt. Die Begleitmassnahmen schlagen mit3,4 MillionenFranken zu Buche, wovon 200000 Franken bereits durch den Generalrat bewilligt worden sind. Der Gemeinderat beantragt daher einenKredit über 5,7 MillionenFranken. Die Agglomeration Freiburgsubventioniertden Veloweg zur Hälfte, der Kanton Freiburg die Begleitmassnahmen, so dass die Stadt Freiburg selber unter dem Strichrund 2,9 MillionenFranken bezahlen wird. DerGeneralratentscheidet nächsten Montag über diesen Kredit.njb

 

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