Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Freiburg wird zum Segelflug-Mekka

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wer am Wochenende beim Segelflugwettbewerb in Pierrafortscha zuschauen will, sollte nicht zu oft blinzeln. Denn wenn die Modellflugzeuge starten, dauert es buchstäblich nur einen Wimpernschlag, bis sie steil in Dutzende Meter Höhe steigen. Dann sacken sie etwas ab, steigen wieder leicht auf und verlieren das Seil, das sie beim Start hochgezogen hat. Sie segeln und kreisen in bis zu 500 Metern Höhe in der Luft. Und das ohne Motor und dadurch ohne Lärm: Wie es der Name sagt, versuchen die Modellflug-Piloten Aufwinde zu finden, auf denen ihre rund eineinhalb bis zwei Meter langen und bis zu zwei Kilogramm schweren Flugzeuge segeln.

Punkte für Weltcup

Markus Schneuwly, passionierter Segelflieger und Mitglied der Modellfluggruppe Freiburg, holt nun die besten Piloten Europas der Modellflug-Kategorie F3J nach Freiburg. Mit 77 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – auch zwei Frauen sind dabei – werde es der zweitgrösste Wettbewerb in Europa und das erste derartige Event in der Schweiz sein, sagt der Düdinger Schneuwly.

«Das ‹F› steht für Flugzeug, die ‹3› ­bedeutet, dass wir eine Fernsteuerung haben, und das ‹J› steht für die Kategorie Zeitsegelflug.»

Jean Thévenaz

Mitglied Modellfluggruppe Freiburg

 

Aus Deutschland, Frankreich, Tschechien, Zypern und der Schweiz reist jeweils die komplette Nationalmannschaft an. Dazu kommen Teilnehmer aus der Slowakei und Italien. Die Punkte, die sie in Pierrafortscha sammeln, zählen für die Gesamtwertung des Weltcups.

Zehn Startbahnen

Auf einem 400 Meter langen und 150 Meter breiten Gelände werden die Piloten ihre Flugzeuge gleichzeitig auf zehn Startbahnen steigen lassen. «Ziel ist es, maximal 600 Sekunden, also zehn Minuten in der Luft zu bleiben», erklärt Schneuwly. Pro Sekunde erhalten die Teilnehmer einen Punkt, also maximal 600. Weitere Punkte können sie bei der Landung sammeln: je näher beim zuvor festgelegten Landepunkt, desto mehr Punkte.

F3J bezeichnet dabei die Art des Wettbewerbs. «Das ‹F› steht für Flugzeug, die ‹3› bedeutet, dass wir mit einer Fernsteuerung arbeiten, und das ‹J› steht für die spezifische Kategorie, also Zeitsegelflug», erklärt Jean Thévenaz, ebenfalls Mitglied der Modellfluggruppe.

Fliegen im Team

Der Modell-Segeflug ist auch Teamsport. Vier Personen braucht es, um ein Flugzeug in die Luft zu kriegen. Schneuwly, Thévenaz sowie ihre Modellfluggruppen-Kollegen Richard Gadan und Hugo Pauli demonstrieren es: Pauli und Thévenaz stehen rund hundert bis zweihundert Meter vom Flugzeug entfernt und ziehen an einem Seil, das mit ihm verbunden ist. Gadan hält das Flugzeug in einem steilen Winkel, bis die zwei Seilzieher es in die Luft gezogen haben. Schneuw­ly kontrolliert mit der Fernsteuerung die Richtung des Fluges.

Der Kollege, der das Flugzeug beim Start gehalten hat, «liest die Luft», wie es Thévenaz nennt: Er beobachtet das Terrain und die Windverhältnisse. «Wenn wir Vögel in der Luft kreisen sehen, deutet das auf Aufwinde», erklärt er. Dahin steuere er das Flugzeug dann. Die Vögel störten sich nicht daran. «Im Gegenteil, manchmal sehen Vögel das Flugzeug in einem Aufwind kreisen und kommen hinzu.»

So kreist das Flugzeug in der Luft in bis zu 500 Metern Höhe und 900 Metern Entfernung – es ist dann gerade noch in Sichtweite. Es fliegt mit einer Minimalgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern; im Sturzflug kann es aber bis zu 150 Kilometer pro Stunde erreichen. Nach einigen Minuten Kreisen holt der Pilot es zu sich, um es so nahe wie möglich am Landepunkt wieder zu Boden zu bringen.

Vorschau

Weltcup-Event über zwei Tage

Der F3J-Weltcup-Wettbewerb findet am kommenden Samstag und Sonntag in Pfaffenwil, Pierrafortscha, statt. Der Wettkampf beginnt am Samstag um 9 Uhr; bis 19 Uhr wird geflogen. Am Sonntag geht es ab 8.30 Uhr weiter. Das Finale beginnt um 13.30 Uhr; die Sieger werden um 15 Uhr geehrt. Vor Ort gibt es eine Festwirtschaft.

nas

Mehr Informationen: https://fribourgstrophy.jimdo.com

 

Mehr zum Thema