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Freiburger Bezirksgerichte erhalten vorübergehend Entlastung

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Die Geschäftslast der beiden erstinstanzlichen Gerichte Greyerz und Broye ist seit Jahren sehr hoch. Wie der Justizrat, die Aufsichtsbehörde über die Freiburger Justiz, in einer Mitteilung schreibt, gehen bei beiden Gerichten mehr neue Fälle ein, als sie erledigen können.

Einen ersten Schritt zur Entlastung stellte die Anstellung einer Wanderrichterin dar. Mitte Juni hatte der Grosse Rat Marlène Collaud zur Wanderrichterin ernannt, am 1. Juli nahm sie ihre Tätigkeit auf. Sie wurde vom Justizrat in einer ersten Phase den Strafabteilungen der beiden Gerichte Greyerz und Broye zugewiesen, wo ihr bereits mehr als 30 Strafangelegenheiten zugeteilt wurden, «um die Situation in diesem Bereich zu stabilisieren», wie es heisst.

Morel leitet Schlichtungen

Nun hat der Justizrat zusätzlich Michel Morel zum Gerichts­präsidenten ad hoc ernannt, um die Zivilgerichte der beiden Bezirke zu entlasten. Wie der Justizrat schreibt, wird der ehemalige Gerichtspräsident der Glane ab dem 1. Dezember 2016 während vorerst sechs Monaten die Schlichtungsverhandlungen leiten. Zu Schlichtungsverhandlungen kommt es bei geringen Streitsummen. Bis 2000 Franken kann der Schlichter selber ein Urteil fällen; bis 5000 Franken kann er einen Urteilsvorschlag machen. Die Justiz soll nur angerufen werden, wenn die Privaten den Konflikt nicht selber lösen können oder wollen. Indem er Schlichtungsverhandlungen führt, werde Michel Morel nicht dem Druck des Tagesgeschäfts unterliegen. Als langjähriger Gerichts­präsident habe er aber die Erfahrung, um den zerstrittenen Parteien Lösungswege aufzuzeigen, heisst es im Communiqué. Somit könnten lange und kostspielige Gerichtsprozesse vermieden werden.

uh

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