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Freiburger Fotograf zu sechs Jahren Haft verurteilt

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Laut dem Kantonsgericht hat sich ein Fotograf zweier Vergewaltigungen und neun sexueller Nötigungen schuldig gemacht.

Der Amateurfotograf, der zwischen 2010 und 2015 mehrere Models während Shootings zu sexuellen Handlungen zwang, hat sich gemäss dem Kantonsgericht tatsächlich der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung schuldig gemacht. In einem vor dem Bundesgericht anfechtbaren Urteil sprachen die Richter den 49-jährigen Mann portugiesischer Nationalität am Freitag schuldig. Das Urteil: sechs Jahre Freiheitsstrafe.

Das ist deutlich weniger als die elf Jahre, die ihm das Strafgericht des Saanebezirks 2021 in erster Instanz auferlegt hatte (die FN berichteten), aber strenger als der Beinahe-Freispruch, den er ein Jahr später in zweiter Instanz vom Kantonsgericht erhielt. Auf Berufung von Generalstaatsanwalt Fabien Gasser hatte das Bundesgericht dieses milde Urteil aufgehoben und als willkürlich bezeichnet, da es sich zu sehr auf die während der sexuellen Handlungen heimlich gedrehten Videos des Angeklagten stützte und die Aussagen der Klägerinnen sowie die von der Anklage vorgelegten sexologischen Gutachten vernachlässigte. Die Bundesrichter wiesen den Fall ans Kantonsgericht zurück.

Psychischer Druck

In einem Prozess, der am 3. und 4. Juni stattfand, musste das Kantonsgericht die Fakten insbesondere unter dem Gesichtspunkt des «psychischen Drucks» erneut untersuchen. Der Angeklagte bestritt während des Prozesses den Vorwurf der Nötigung und behauptete, die Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Nach Aktenanalyse kamen die Richter zum Schluss, dass der Mann so sehr Druck auf die meist jungen Frauen ausgeübt hatte, bis diese ihren Widerstand aufgaben. Sie kamen zum Schluss, dass der Mann zwei Vergewaltigungen und neun sexuelle Nötigungen begangen hatte.

Gemäss Kantonsgericht sei der Angeklagte entschlossen gewesen, sexuelle Annäherungen zu erreichen und den Akt heimlich zu filmen. Die Richter sprachen bei der Urteilsverkündung von einer «Asymmetrie in der Beziehung zwischen dem Fotografen und seinen Modellen». Jede Frau habe sich von Anfang an in einer besonderen Verletzlichkeitssituation befunden und habe keineswegs den zunehmend sexualisierten Verlauf des Shootings erwarten können.

«Ohne Ausweg»

«Gestärkt durch seinen Vorteil und mit dem Ziel, seine Fantasien zu befriedigen, setzte der Angeklagte systematisch eine progressive, strukturierte, ritualisierte und bewährte Methode ein, um seine sexuellen und voyeuristischen Ziele zu erreichen.» Die Methode sei gekennzeichnet gewesen durch eine massive psychologische Konditionierung seiner Opfer über die Zeit, dies etwa durch Manipulation, starke Beharrlichkeit, Führung, sexuelle Belästigung. «Diese Methode sollte letztlich einen Überraschungsangriff erleichtern, der im Allgemeinen nach dem Einschalten seiner Kamera stattfand», so die Richter.

Sein Verhalten im besonderen Kontext der Fotosessions führte bei den betroffenen Frauen, die meist um die zwanzig Jahre alt waren, zu psychischen Reaktionen, sodass sie sich in einer ausweglosen Situation wiederfanden und sich ihm unterwerfen mussten.

Anklage von 2021

Der Fotograf wurde auch verurteilt, weil er die Klägerinnen heimlich filmte – diesen Punkt bestreitet der Mann nicht. Aufgrund der bereits verstrichenen Zeit wurde er in diesem Anklagepunkt nur für vier Fälle bestraft. Zu den verjährten Fällen gehört der seiner eigenen Stieftochter, die er gemäss dem Gericht mit einer Spionagekamera im Badezimmer des Familienhauses fotografierte.

Bei der Festsetzung der Strafe berücksichtigte das Kantonsgericht die Schuld des Angeklagten, seine Skrupellosigkeit und sein fehlendes Bewusstsein, da er weiterhin bestreitet, Menschen zu sexuellen Kontakten gezwungen zu haben. Diese sechs Jahre Gefängnis entsprechen der Forderung des Generalstaatsanwalts in der ersten Instanz 2021. Fabien Gasser zeigte sich auf Anfrage «zufrieden mit dem Urteil, das den Opfern ihre Würde zurückgibt». Die Verteidiger des Fotografen wollten nach der Urteilssprechung keinen Kommentar abgeben.

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