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Freiburger Frauenpower am Swiss Epic

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Hühner haben am Swiss Epic nichts zu suchen. Es sei denn, es handle sich um ganz spezielle «Hühner» wie jene vom «Scott Chicken Club». Unter eben diesem Namen starten am Montag die Freiburgerin Sarah Merminod und ihre Teampartnerin Daniela Michel ins sechstägige Mountainbikerennen im Wallis. Es führt hauptsächlich auf anspruchsvollen aber auch einfacheren, flowigen Singletrails von Verbier nach Zermatt und gehört zu den härtesten Etappenrennen weltweit, weshalb auch viele Weltklasseathleten am Start sind. Nicht gerade ein Zuckerschlecken, was die beiden Bikerinnen da vor sich haben. Zwar werden in der Variante «Flow», für die sich die beiden Fahrerinnen angemeldet haben, einzelne Anstiege mit Bergbahnen überwunden, trotzdem gilt es, insgesamt noch 300 km und 8000 Höhenmeter zu bewältigen. «Aber zur Belohnung warten rund 24 000 Tiefenmeter auf uns», freut sich Sarah Merminod.

Mit Downhill fing alles an

Kein Wunder glänzen ihre Augen, wenn von Tiefenmetern die Rede ist. Vor sieben Jahren fand Merminod nämlich ausgerechnet übers Downhillen zum Biken – meistens ist es umgekehrt. «Ich war damals im Snow- und Wakeboarden zu Hause; Downhillen passte gut zu meinem Boardsport-Lifestyle», erzählt sie. Bald schon preschte die zierliche junge Frau auf einem schweren Downhillbike die Trails hinunter. Sie lernte schnell. «Ich habe alles ausprobiert, bin auch x-mal gestürzt, aber dank Helm und Protektoren war ich gut geschützt.» Irgendwann kam sie auf den Geschmack des Bergauffahrens, stieg auf ein Endurobike um und ist seither fast nur noch auf ausgedehnten Biketouren unterwegs. Oft mit einer Mädels-Gruppe, dem «Chicken Club». «Der Name täuscht», schmunzelt die 28-Jährige. «Aussenstehende sind meist überrascht, auf welch hohem technischen und konditionellen Niveau wir biken.»

Sarah Merminod bestritt ab und zu ein Endurobike-Rennen, aber nie etwas Längeres. Das Swiss Epic ist ihr erstes grosses Rennen. Genau wie für ihre Teampartnerin Daniela Michel auch. Die 34-jährige Physiotherapeutin aus Lenk bestreitet allerdings seit einem Jahr erfolgreich die EES – European Enduro Serie. «Ich kenne Daniela seit fünf Jahren. Sie ist auch im ‹Chicken Club› und ist mein ‹Bike-Buddy›. Wir biken oft zusammen und harmonieren unglaublich gut», erzählt Merminod. «Wenn wir auf den Trails unterwegs sind, geht es wie von alleine.»

Küken als Glücksbringer

Ganz von alleine geht’s natürlich nicht. Für ein Rennen wie das Swiss Epic braucht es eine enorm gute Form. Diese konnte sich Sarah Merminod in den letzten Jahren erarbeiten. Ihr sportliches Arbeitsumfeld kommt ihr hier zugute. Seit zwei Jahren ist sie in Givisiez bei der Firma Scott im internationalen Marketing-Team tätig, wo sie für das Marketingprogramm für Bekleidung vor allem im Bikebereich verantwortlich ist – und viel zum Biken kommt. Man setzt sich in der Mittagspause zusammen aufs Bike, dreht am Abend eine Runde, fährt am Wochenende zu den schönsten Trails – zum Beispiel ins Wallis. Da brauchte es als Vorbereitung fürs Swiss Epic nur noch etwas Feinschliff. Sie intensivierte ihr Training, baute Laufeinheiten ein und setzte sich zwischendurch auch mal aufs Rennrad.

Sarah Merminod und Daniela Michel sind für das am Montag beginnende Rennen bereit. Ihre Vorfreude ist gross, doch sie sind sich der grossen Herausforderung bewusst. Die Devise lautet denn auch, nicht zu schnell ins Rennen zu starten, um ab Wochenmitte noch genügend Energie für die letzten Etappen zur Verfügung zu haben. «Wir werden Tag für Tag schauen, wie es läuft. Es ist für beide etwas Neues», sagt Sarah Merminod. «Ich vertraue meiner Teamkollegin. Sie hat als Rennfahrerin mehr Erfahrung als ich. Sie wird der Coach im Team sein. Und dann haben wir ja auch noch unsere Glücksbringer», fügt sie lachend an. «Wir tragen Chicken-Söckli mit vielen Küken drauf, die sind unser Markenzeichen.»

Nur vier Frauenteams wagen das Abenteuer

Die beiden Bikerinnen werden pro Etappe rund fünf Stunden auf dem Bike sitzen. Ein zeitliches Ziel hat sich das Chicken-Club-Team zwar keines gesetzt, in Sachen Platzierung hingegen sieht es etwas anders aus: «Bei nur vier Frauenteams in der Kategorie Flow ist der Druck gross», schmunzelt Sarah Merminod, «entweder, wir sind Letzte, oder wir kommen aufs Podest.»

Wenn die zwei Frauen bergauf gut mithalten können, sollte ein Podestplatz im Bereich des Möglichen liegen. «Bergab», sagt die ehemalige Downhillerin, «sind wir richtig schnell. Da sieht die Konkurrenz unsere Chicken-Söckli nur noch von hinten.»

Caroline Doka ist freischaffende Journalistin und verfasst Autorenbeiträge in Sport, Reisen, Wellness, Gesundheit, Hotellerie, Gastronomie und Kultur.

 

 

Swiss Epic: 15 000 Höhenmeter in sechs Tagen

Das Perskindol Swiss Epic ist ein sechstägiges Mountainbike-Etappenrennen im Wallis und wird dieses Jahr (14. bis 19. September) zum zweiten Mal durchgeführt. In fünf Etappen fahren die Teilnehmer in Zweierteams von Verbier über die Etappenorte Leukerbad und Grächen nach Zermatt. Insgesamt gilt es beim Swiss Epic, 400 km und 15 000 Höhenmeter zu bewältigen. Bei der einfacheren Variante, dem «Swiss Epic Flow» dürfen die Teilnehmer einzelne Anstiege mit Bergbahnen zurücklegen, wodurch das Rennen abfahrtsorientierter ist und sich die Anforderung auf 300 km und 8 000 Höhenmetern reduziert.

Auch dieses Jahr sind wieder zahlreiche Weltklasseathleten aus der internationalen Mountainbike-Szene am Start. So bestreitet unter anderem Ralph Näf sein letztes Rennen als Profiathlet. ms

 

 

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