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Freiburger Glasmalerei im Internet

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Ende 2017 haben das Vitromusée und das Vitrocentre in Romont die Online-Datenbank Vitrosearch lanciert. Diese umfasst derzeit rund 3700 Werke der Schweizer Glaskunst, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie richtet sich an Fachleute, aber auch an alle anderen Interessierten und ist frei und kostenlos zugänglich.

Ab dem 1. Juli kommen 416 weitere Werke dazu, wie das Vitrocentre, das schweizerische Forschungszentrum zur Glaskunst, gestern mitteilte. Es handelt sich um ein umfassendes Inventar der Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts. Dieses Inventar hat die Kunsthistorikerin Uta Bergmann in achtjähriger Forschungsarbeit erstellt. 2014 ist es in Buchform erschienen: als Doppelband mit über tausend Seiten im Rahmen der internationalen Publikationsreihe «Corpus Vitrearum» (die FN berichteten). Die erfassten Glasgemälde befinden sich in Museen, Kirchen und Privatsammlungen im ganzen Kanton. Etwa die Hälfte stammt aus der Sammlung des Museums für Kunst und Geschichte Freiburg, das für die Online-Datenbank eng mit dem Vitrocentre zusammengearbeitet hat. «Die beiden Institutionen präsentieren so zum ersten Mal eine frei zugängliche virtuelle Gesamtschau dieses Kulturerbes», schreibt das Vitrocentre. Jedes Werk wird in Bild und Text detailliert vorgestellt. Zudem ermöglicht es die Plattform, Zusammenhänge herzustellen und Kontexte zu erklären.

Für die breite Bevölkerung

Mit ihrer Untersuchung zur Freiburger Glasmalerei hatte Uta Bergmann eine Lücke geschlossen, denn dieser Teil des Freiburger Kulturerbes war zuvor kaum systematisch untersucht worden. Wie in der übrigen Westschweiz hatte man die Bedeutung der Glasmalerei lange unterschätzt. Die Veröffentlichung auf Vitrosearch ist nun ein weiterer Schritt, um diese Bedeutung auch der breiten Bevölkerung bewusst zu machen.

Die Plattform Vitrosearch will ganz allgemein dazu beitragen, die Schweizer Glaskunst bekannter zu machen. Sie soll darum sukzessive erweitert und ergänzt werden.

www.vitrosearch.ch

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