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Freiburger Messnetz bei Hochwasser ist technisch überholt

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Autor: walter buchs

freiburg Da bis in den Frühling hinein auch in den Voralpen noch viel Schnee lag und die ersten starken Regenfälle einsetzen, erkundigten sich die beiden SP-Grossräte Nicolas Rime und Raoul Girard aus Bulle nach der Sättigung des Wassernetzes. Sie wollten vom Staatsrat wissen, ob er alle Massnahmen getroffen habe, um Hochwasserkatastrophen zu begegnen.

In Anwendung der Bundesgesetzgebung hat der Kanton Freiburg begonnen, Gefahrenkarten für Wassergefahren auszuarbeiten. Dies gibt der Staatsrat in der kürzlich veröffentlichten Antwort bekannt. Das gesamte Voralpengebiet habe bereits detailliert kartiert werden können. Für das übrige Gebiet gebe es erst Gefahrenhinweiskarten. Die Frist für den Erhalt von Bundessubventionen wurde auf Ende 2011 festgelegt. Demzufolge müssten die Gefahrenkarten auch im Mittelland bis zu diesem Zeitpunkt erstellt sein.

Zur Frage der Grossräte, ob die Gemeinden informiert seien, antwortet die Regierung, dass dies der Fall sei. Sie müssten nämlich die entsprechenden Elemente in ihre Ortspläne einfügen.

Kanton will Ausbau des Beobachtungsnetzes

Den Ausführungen des Staatsrates ist weiter zu entnehmen, dass die staatlichen Dienststellen und insbesondere die Sektion Gewässer die Entwicklung der Lage bei ausserordentlichen Wetterverhältnissen genau verfolgten, um das Gefährdungspotenzial abzuschätzen. Sie würden sich dabei vor allem auf persönliche Beobachtungen und Prognosen von Meteo Schweiz sowie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) stützen.

Die Mitglieder der Gruppe «Hochwasser» des kantonalen Führungsorgans für den Ka-tastrophenfall würden von Meteo Schweiz bei möglichen Wettergefahren automatisch per Fax und SMS gewarnt. Von den rund 300 Stationen des Schweizerischen Pegelmessnetzes befinden sich allerdings nur neun auf Freiburger Boden. Das BAFU erstelle zwar Abflussprognosen; es werden aber Resultate von lediglich sieben Stationen publiziert, von denen sich keine im Kanton Freiburg befindet.

In Ergänzung zum Messnetz des Bundes betreiben die Kantone in der Regel noch ein eigenes Netz, heisst es in der Antwort an die beiden Grossräte weiter. Das Messnetz des Kantons Freiburg sei aber sehr bescheiden und entspreche nicht mehr dem Stand der Technik. Es bestehe lediglich aus fünf hydrometrischen Stationen, mit denen der Wasserstand in Fliessgewässern gemessen wird, und zwei Niederschlagsschreibern. Die Fernablesung der Messungen per Computer ist aber nicht möglich. Es sei deshalb unter Vorbehalt der finanziellen Mittel vorgesehen, die Messeinrichtungen schrittweise zu ersetzen und die Zahl der Messstationen zu erhöhen.

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