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Freiburger Wintersportorte machen das Beste aus der schneearmen Zeit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Verlassen und leer ist der Parkplatz der Skistation Les Paccots am Dienstagmorgen kurz nach 9 Uhr. Die Rollläden des Kassenhäuschens sind heruntergelassen, Schnee ist kaum zu sehen, folglich sind alle Lifte geschlossen. Beim Häuschen der Skischule G’Lys hängt ein Zettel mit der Information, dass die Skikurse für die Kleinsten mangels Schnee im Schneegarten bei der Eishalle im Dorf stattfinden. Tatsächlich finden sich dort ein Dutzend Kinder ein, die auf dem kleinen Kunstschneefeld ihre ersten Schwünge einüben. Die beiden Skilehrer sind trotz Minustemperaturen und Schatten top motiviert. «Der Schneegarten ist beliebt, wir führen nun schon seit einem Monat hier Skikurse durch», sagt einer der Skilehrer. Die Kinder hätten diese Woche jeden Morgen Unterricht. Die Eltern freuen sich ebenfalls über das bisschen Schnee, das zumindest den Kindern ein Ferienprogramm ermöglicht. «Wir sind schon glücklich über diesen schmalen Streifen Schnee», sagt eine Mutter und verabschiedet sich von ihrer Tochter, die vom Skilehrer zum Einwärmen gerufen wird. «Lumpenlegen» steht auf dem Programm. Etwas weiter oben betreibt eine andere Skischule ebenfalls einen Übungshang für Kinder, und auch in der Eishalle wird schon morgens ­Hockey gespielt.

Rauf an die Sonne

Moléson-Village befindet sich kurz nach zehn Uhr halb im Nebel, halb im Sonnenschein. Auch hier ist der Parkplatz noch fast leer. Vielleicht ist es einfach noch etwas zu früh für die Tagesausflügler, denn die Rodelbahn, die auch im Winter geöffnet ist, startet ihren Betrieb erst um 11 Uhr. Bereits am Laufen sind hingegen die Standseilbahn zur Mittelstation Plan-Francey sowie die Gondelbahn, die bis auf den Gipfel des Moléson auf 2000 Metern über Meer führt. Während der Ferien sind die Bahnen jeden Tag offen – auch wenn mangels Schnee sämtliche Pisten geschlossen sind. Die Bergbahnen wollen die Gäste mit anderen Angeboten auf den Moléson locken. So ist die Fahrt bis zum 16. Altersjahr in dieser Zeit gratis. «Und wir bieten auch Fahrten bis 23 Uhr an», sagt die Kassiererin an der Talstation. So könne man auch am Abend in einem der Restaurants essen gehen. Warm eingepackt steigen sogleich drei Personen in die Standseilbahn und fahren der Sonne und einem Kaffee entgegen.

Kinder-Skispass in Jaun

Am Hang des Skilifts Oberbach in Jaun herrscht um 11 Uhr Hochbetrieb. Dank reichlich Kunstschnee ist hier Skifahren angesagt. Jeder Bügel ist besetzt, die Skilehrer üben mit ihren Gruppen im Schneegarten, und die Eltern und Grosseltern schauen ihren Kindern und Enkeln von unten zu oder fahren zusammen mit ihnen auf den Skiern oder auf dem Schlitten die Piste hinunter. Links und rechts davon ist es jedoch grün. Der Hauch Schnee, der in der Nacht gefallen ist, ist schon wieder weggeschmolzen. Die Sonne wärmt und sorgt für eine entspannte Ferienstimmung. Es gilt, diese Sonnenstrahlen aufzusaugen und zu geniessen. Denn kurz nach Mittag wird sich die Sonne wieder hinter den Gastlosen verstecken. Dann ist es Zeit, sich in der Buvette Oberbach mit einem Tee aufzuwärmen. «Wir sind zufrieden, wir haben trotz eingeschränktem Skibetrieb viele Gäste», sagt Skilehrer Jonas Buchs von der Skischule Jaun. Am Hang gegenüber ist zwar die Piste der Vierersesselbahn Gastlosenexpress geschlossen, der Skilift Schattenhalb hingegen läuft und wird rege genutzt. Am Mittwochabend ist dort Nachtskifahren möglich. «Die Bahnen tun ihr Möglichstes», so Jonas Buchs. Auch die Beiz Pistenhüttli und das Berghaus Gastlosen sind offen. Und im Fang bietet ebenfalls Wintersport: Ein Teil der Langlaufloipe ist präpariert.

Für fünf Franken auf den Berg

Etwas trister sieht es in Charmey aus. Just als die FN vorbeikommen, zieht Nebel auf. «Aber oben scheint die Sonne», sagt die Frau an der Kasse der Gondelbahnstation Rapido Sky. Für fünf Franken können Erwachsene mit der Bahn hin- und zurückfahren, Kinder bis neun Jahre fahren gratis. Auch in Charmey ist das Bergrestaurant geöffnet, die Pisten hingegen sind alle geschlossen. Ausgenommen der kleine Übungshang für Kinder bei der Talstation. «Immerhin», meint ein Vater, der mit seinem kleinen Sohn die ersten Schwünge einübt. Die Bahnen in Charmey locken auch ohne Schnee einige Gäste an. Der Parkplatz ist zwar nicht halb voll, aber einige Reihen sind dennoch besetzt.

Mit dem Bike unterwegs

Mehr Betrieb herrscht in der Berra, wo dank Beschneiung der unterste Kinderskilift offen ist und viele Gäste anzieht. Auch das neue Restaurant bei der Talstation mit Blick auf die Piste des Kinderskilifts ist knapp zur Hälfte besetzt. Hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern verköstigen sich dort mit Pommes frites oder Spaghetti. Wer höher hinaus will, kann die Gondel nehmen. Denn bei der Bergstation der Bahn lockt ein atemberaubendes Panorama auf die Berge und das Nebelmeer. Einige Familien fahren nach oben, um im Bergrestaurant einzukehren oder um einen Spaziergang bis zum Gîte d’Allières zu machen. Die meisten verweilen aber nur kurz – denn die Bise weht ihnen mit 35 Stundenkilometern um die Ohren, und der Boden ist teilweise vereist und deshalb glatt. Dennoch wagen es auch eine Bikerin und ein Biker mit der Gondel auf die Berra.

«Wir beschneien ständig, können aber zurzeit nicht mehr Pisten öffnen», sagt der ehemalige Bahnverantwortliche Philippe Gaillard, der am neuen Schalter Skibillette verkauft.

Das Eis ist 20 Zentimeter dick

Klar am meisten los ist in Schwarzsee. Um 14.30 Uhr gibt es dort kaum mehr einen freien Parkplatz, obwohl schon lange Autokolonnen in Richtung Plaffeien zurückfahren. Die beiden Hauptgründe für diesen Ansturm sind der Sonnenschein und der gefrorene Schwarzsee, der ­Tausende Schlittschuhläufer, Spaziergänger, Hockeyspieler und Geniesser anlockt. Das Eis ist mittlerweile 20 Zentimeter dick. «Einfach gewaltig», findet Tourismusdirektor Adolf Kaeser diesen Ansturm und strahlt bis über beide Ohren. Heute seien es bestimmt 3000 Gäste, und am Stephanstag sowie am ersten und zweiten Tag des neuen Jahres seien 4000 bis 6000 Personen pro Tag nach Schwarzsee gekommen. Die Sportgeschäfte hätten gut reagiert und würden Schlittschuhe und Stöcke vermieten, und auch die Bergbahnen würden das Beste aus der ungewöhnlichen Situation machen. So ist zwar einzig der Trainerlift offen, er schafft dank Beschneiung für die Skifahrer aber immerhin ein Angebot und lockt entsprechend viele an. Auch der Sessellift und das Bärghuus Rig­gis­alp sind in Betrieb. «Wir haben sogar Wanderkarten verkauft», so Adolf Kaeser. Weil in den nächsten Tagen nun etwas Schnee fallen soll, werde ein Fahrzeug auf dem See eine lange Schneise für die Schlittschuhläufer und eine Piste für Langläufer freimachen. Zusätzlich zu den drei bestehenden Hockeyfeldern.

Und wer nach dem Besuch in Schwarzsee noch nicht genug hat vom Eis, der kann bei den Eispalästen einen Halt einlegen. Diese Fantasiewelt von Karl Neuhaus lockt von Jahr zu Jahr viele Besucher von nah und fern an. So auch gestern wieder.

«Wir haben trotz eingeschränktem Skibetrieb viele Gäste.»

Jonas Buchs

Skilehrer Skischule Jaun

«Wir sind schon glücklich über diesen schmalen Streifen Schnee.»

Mutter eines kleinen Skifahrers

«Wir haben sogar Wanderkarten verkauft.»

Adolf Kaeser

Tourismusdirektor Schwarzsee

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