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Freiburger Zuckerrübenpflanzer sprechen sich für Finanzhilfe aus

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Zuckerrüben aus dem Kanton Freiburg weden in der Zuckerfabrik Aarberg verarbeitet; hier ein Zuckerrübenhaufen im Grossen Moos.
Charles Ellena

Die Vereinigung der Freiburger Zuckerrübenpflanzer stimmt der Schaffung eines Notfallfonds zum finanziellen Ausgleich von Ertragsverlusten mit grosser Mehrheit zu.

Es war ein schwieriges Jahr für die Freiburger Zuckerrübenproduzenten. Sie mussten 2020 massive Ertragseinbussen hinnehmen. Grund dafür ist die starke Verbreitung des «Syndrome des Basses Richesses» und der Virösen Vergilbung in der Westschweiz. Beide Krankheiten sorgen sowohl für Einbussen bei der Ernte als auch für eine Minderung des Zuckergehalts in den betroffenen Pflanzen. Anfang Januar 2021 verzeichnete der Kanton Freiburg bereits einen Rückgang bei den Zuckerrüben-Anbauflächen von 22 Prozent. Dies gefährde die Herstellung von Schweizer Zucker, insbesondere im Werk Aarberg, teilte die Freiburger Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft mit.  

Notfallfonds zur Rettung

Um die Ertragsverluste finanziell auszugleichen, stimmten die Mitglieder der Vereinigung der Freiburger Zuckerrübenpflanzer am Montag der Schaffung eines Notfallfonds mit grosser Mehrheit zu, wie die Vereinigung mitteilt. Die Abstimmung erfolgte wegen der Covid-Pandemie schriftlich. Dieser Fonds wird vom Kanton Freiburg und den Zuckerrübenproduzenten zu gleichen Teilen finanziert. Beide entrichten künftig einen Solidaritätsbeitrag von vier Franken pro Tonne Zuckerrüben, die an die Zuckerindustrie geliefert wird. Die Finanzhilfe wird während dreier Jahre in Form einer Prämie von jährlich 600 bis 640 Franken pro Hektare angebauter Fläche ausbezahlt. Der Staatsrat hatte dieser Unterstützungsmassnahme bereits Ende Januar zugestimmt (die FN berichteten).

Zeichen der Solidarität

Martin Blaser, Präsident der Vereinigung der Freiburger Zuckerrübenpflanzer, zeigte sich auf Anfrage erfreut über den Entscheid: «Es ist ein Zeichen der Solidarität unter den Zuckerrübenproduzenten.» Wer stark von den Ertragsausfällen betroffen sei, dürfe nun mit 400 bis 500 Franken mehr rechnen als ohne Finanzhilfe. Dies sei zwar eine relativ kleine Hilfe. «Aber es ist besser als nichts», so Blaser. Es sei ein Puzzlestein, der helfe, die aktuelle Produktion aufrechtzuerhalten. Das Problem sei damit aber nicht gelöst. Als Nächstes gelte es, gegen die beiden Krankheiten tolerante Sorten zu entwickeln.

Sorgen bereiten Martin Blaser auch die Pläne der Wirtschaftskommission des Nationalrats. Dieser will den Einzelkulturbeitrag künftig nach Produktionsweise aufteilen. Das würde eine Einbusse von rund 600 Franken pro Hektare bedeuten. «Dann werden wir den Anbauflächen-Rückgang nicht mehr aufhalten können», ist er überzeugt.

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