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Freiburgs reiche Bierbrau-Tradition

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Die Gottéron-Fans können ihrem Eishockey-Team häufig zujubeln und werden manchmal von ihm enttäuscht. Doch das Getränk bleibt dasselbe, ob man nun den Zorn vergessen will oder den Sieg feiert: Bier, Bier, Bier. Nicht nur die Freiburger Sportfans mögen das Getränk aus Malz und Hopfen, sondern auch die Konzertbesucher im Fri-Son. Auf der Schützenmatte trinken Jugendliche das Getränk, um sich in Stimmung zu bringen, und in den Wohnstuben wird mit einem Bier auf den Feierabend angestossen.

Selber Bier brauen

Die Stadt Freiburg hat eine lange Bierbrau-Tradition, und schon vor dem kommerziell erfolgreichen Cardinal wurde gebraut. Die «Société d’histoire du Canton de Fribourg SHCF», also der Geschichtsverein von Welschfreiburg, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Freiburgern diese weitgehend unbekannten Bierbrauereien ins Gedächtnis zu rufen. Am vergangenen Samstag waren deshalb zwei Vorträge zu hören, welche die freiburgische Bierbrau-Tradition seit dem 18. Jahrhundert zum Thema hatten und andere Produkte in den Vordergrund rückten als das bekannte «Cardinal».

Alain Morand, Gründer der Brauerei Fri-Mousse, äusserte sich dazu: «Die kleineren Manufakturen wurden von den grossen Brauereien gefressen.» Er beschloss 1993, selbst in die Brautradition einzusteigen. Angefangen hat seine Geschichte in einer kleinen privaten Bar namens «Honky Tonk Bar» in Freiburg, in welcher er und seine Freunde die Wochenenden feierten. Mit Wissen aus Büchern standen sie an den Herd und probierten, ihr eigenes Bier zu brauen. Entgegen ihrer Erwartung war dieses trinkbar, und sie verteilten es an Freunde und Familie. Schnell wuchs das Unternehmen, und sie bastelten selber eine Anlage, um das Getränk herzustellen. «Wir haben uns gesagt: Wir können auch ohne grosse Mittel Bier brauen», sagte Morand dazu. Ihre bekanntesten Biere sind das «La Dzodzet» und das «Barbe blanche», welches laut Morand Spezialitäten sind.

Bier als Mittel gegen Alkoholismus

Pierre Zwick, Mitglied der SHCF, geht bei seinem Vortrag in der Geschichte noch einen Schritt weiter zurück. Laut ihm wurde in Freiburg vor 200 Jahren überall und in grossen Massen getrunken, und viele hatten das Patent zur Schnapsherstellung. Da die Leute unter dem Alkoholeinfluss begannen, Unruhe zu stiften, musste ein neues, weniger alkoholisiertes Getränk eingeführt werden. Doch Wasser war nicht sauber genug, und Milch stillte den grossen Durst nicht. Bier schien die Lösung all dieser Probleme zu sein–es war billiger zu produzieren und schien die Bevölkerung weniger aggressiv zu machen. Ausserdem konnte es lokaler und deshalb billiger produziert werden und würde so nicht zuletzt Arbeitsplätze schaffen.

Doch in der Stadt Freiburg mangelte es an Braumeistern, weshalb Spezialisten aus Süddeutschland hinzugezogen wurden. Mehrere von ihnen vermählten sich mit Freiburgerinnen, was ihnen den Einstieg in die Geschäftswelt vereinfachte. Doch wirklich über Wasser halten konnte sich keine dieser Brauereien. Kommerziellen Erfolg hatten nur Cardinal und Beauregard bis in die jüngste Vergangenheit. «Aber ich denke, die Geschichte wird weitergehen–ich hoffe es zumindest», so Morand.

 

Bierbrauereien: Galterental mit seinen Grotten ein ideales Lager

I n der Neustadt liessen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele Bierbrauer nieder. Die natürlichen Voraussetzungen waren dort ideal, denn dort gab es sauberes Quellwasser zur Genüge. Des Weiteren mussten die Biere mangels künstlicher Eismaschinen in der Kälte gelagert werden, wozu sich das Galterental mit seinen vielen Grotten angeboten hat.

«Brasserie de Sauvage» machte den Anfang

Als erste Brauerei in der Neustadt ist die «Brasserie de Sauvage» aufgezeichnet – sie wurde 1800 von Ignaz Buchs gegründet und konnte sich 30 Jahre lang über Wasser halten. Darauf folgte die «Auberge des Boulangers», welche 1828 in die Bierbrau-Tradition einstieg und sich länger über Wasser halten konnte, nämlich ungefähr 80 Jahre. Mittlerweile haben sich die Besitzer dem Backen zugewendet.

«Cardinal» am längsten

Das «Epée» begann 1844, ihre Version des Malzgetränks zu produzieren. Sie war im Familienbesitz der Familie Kern, doch auch sie scheiterten nach einigen Jahrzehnten. Einzig Cardinal darf sich über eine über 200 Jahre alte Biertradition freuen – auch wenn die Brauerei sich in jüngster Zeit nicht mehr halten konnte. kf

 

 

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