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Freie Fahrt für die Linie 100

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Gestern war es endlich soweit: Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamtes für Strassen, Astra, erteilte TPF-Direktor Vincent Ducrot die offizielle Bewilligung zum Start der ersten autonomen Verkehrslinie der Schweiz, die im Taktfahrplan verkehrt und in den Schweizer ÖV-Fahrplan eingebunden ist.

Auf der Freiburgstrasse in Marly staute sich kurz nach 17 Uhr der Berufsverkehr. Auf dem Gelände des Marly Innovation Center (MIC) fanden sich derweil gut 100 Gäste ein, um eine neue technologische Errungenschaft zu feiern: die beiden selbstfahrenden Shuttle-Busse, die das städtische Verkehrsnetz mit dem MIC verbinden werden.

«Die beiden Busse werden nicht alle Verkehrsprobleme lösen», sagte Mobilitätsdirektor, Staatsrat Jean-François Steiert, sodann in seiner Ansprache. «Aber er löst das Problem der letzten Meile.» Nur wer etwas wage, könne auch gewinnen. Wichtig sei, dass man vorausschaue und nicht auf pfannenfertige Lösungen warte. Gewiss würden die neuen Fahrzeuge noch für einige Überraschungen sorgen, meinte auch TPF-Direktor Vincent Ducrot, trotzdem sei das ein grosser Tag.

Staatsrat und TPF-Verwaltungsratspräsident Georges Godel verglich die Einweihung der selbstfahrenden Busse mit der erste Filmprojektion 1895 in Paris. «Die Zuschauer kommentierten damals: Es ist unglaublich, sogar die Blätter an den Bäumen bewegen sich.» 122 Jahre später müsse er sagen: «Es ist unglaublich, die Busse fahren von alleine.» Voller Stolz betonte Godel, dass es sich hierbei um eine Schweizer Premiere handle. Ein Projekt, das seinesgleichen suche, weshalb in der «Linie 100» auch eine gewisse Symbolik liege: Denn das französische Wort «cent» werde gleich ausgesprochen wie «sans» – notabene «ohne»gleichen.

Optimales Angebot als Ziel

«Wenn die öffentlich-private Partnerschaft nicht gewesen wäre, würden wir heute nicht hier stehen», meinte MIC-Verwalter Damien Piller. Das MIC und die Shuttle-Busse stünden für die grosse Hoffnung in die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. «Und ich bin sicher, dass sich die Hoffnungen nach und nach erfüllen.» Auch Piller betonte, dass nun eine befriedigende Lösung für die Anbindung des MIC gefunden worden sei. Befriedigend in Anführungszeichen, «denn klar sind die Busse noch nicht sehr schnell und haben Angst vor dem Schnee». Aber sie stellten ein wunderbares Laboratorium für die Entwicklung zukunftsträchtiger Verkehrslösungen dar.

Von einem kleine Wunder sprach Jean-Marc Boéchat, Raumplanungs- und Mobilitätsvorsteher von Marly. «Wie sagte schon Kennedy: Wir fliegen nicht zum Mond, weil es leicht ist, sondern weil es schwer ist.» Aber nur weil etwas schwer sei, sei es eben nicht unmöglich, so Boéchat.

Zum Schluss ergriff gestern auch René Schneuwly, Vorstandspräsident der Agglomeration Freiburg, das Wort: «Wie Sie wissen, ist die Agglo die Auftraggeberin des städtischen Verkehrsnetzes. Und unser Ziel ist ein optimales Angebot.» Dabei wolle die Agglo auch alle neuen Quartiere, wie etwa die geplante Siedlung beim MIC, bedienen können. «Ich freue mich, dass wir bei diesem Projekt mit dabei waren.»

Nach den Reden hatten die Gäste die Gelegenheit die autonomen Busse erstmals zu testen, bevor am Montag die Shuttlebusse in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt werden.

Die Linie 100 wird die Linie 1, Marly–Portes-de-Fribourg, und die regionalen Verkehrslinien 129, 130, 231, 233, 234, 245 des Kantons Freiburg miteinander verbinden und umfasst vier neue Haltestellen (siehe auch Kasten).

Zahlen und Fakten

Shuttle-Bus fährt im 7-Minuten-Takt

Von Montag bis Freitag sehen die TPF für die autonome Linie zwei Betriebsphasen vor. Während der Stosszeiten (6.30–9.00 Uhr, 11.30–13.30 Uhr und 16.30–18.30 Uhr) ist der Shuttlebus wie die Linie 1 getaktet, das heisst alle 7 Minuten fährt ein Bus. Während der Randzeiten verkehrt das Fahrzeug auf Verlangen, am Wochenende auf besondere Anfrage. So passt sich der Shuttlebus der tatsächlichen Nachfrage an. Mit einer Fahrgeschwindigkeit von maximal 25 Kilometern pro Stunde legt der Shuttlebus die 1,3 Kilometer lange Strecke in 7 Minuten zurück. Das Fahrzeug kann elf Passagiere transportieren. Ein Fahrzeugbegleiter ist bei jeder Fahrt präsent und stellt die Sicherheit und den Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität sicher.

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«Es ist unglaublich, die Busse fahren von alleine.»

Georges Godel

Staatsrat und Präsident der TPF

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