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Fremdenangst, Behördenfrust – oder gar Hass?

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Zum geplanten Bundesasylzentrum in Giffers

Am Informationsabend zum zukünftigen Asylzentrum in der Guglera ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie rechte, populistische «Volksvertreter» mit der Angst und oft auch Unkenntnis der Bürger politisches Kapital schlagen. Wohl verstanden, es wurde über Menschen aus Fleisch und Blut diskutiert und nicht über ein radioaktives Zwischenlager.

Die ganze Debatte hat in mir Erinnerungen an den Film «Die Welle» hervorgerufen. Dass ausländische Leute in Not, die leider nicht bei Gottéron oder der Schweizer Fussballnationalmannschaft mitspielen–oder keine Millionen mitbringen, die man pauschal besteuern kann–, hier nicht erwünscht sind, bin ich mir vollends bewusst.

Henry Dunant, der Begründer des Roten Kreuzes, hätte sich vermutlich im Grab umgedreht ob so vieler christlicher Nächstenliebe.

Vielleicht könnten sich oben erwähnte Politiker besser in Szene setzen mit Antworten auf komplexe Fragen, wie zum Beispiel, was es wohl für Auswirkungen hat, wenn Schweizer Zucker–mit Steuergeldern verbilligt–in Südamerika den Zuckermarkt zerstört, oder was zunehmend billigere Lebensmittel und Rohstoffe aus Nordafrika mit Asylanten zu tun haben könnten, oder auch, wie gelockerte Waffenausfuhrbestimmungen mit dem Elend auf der Erde in Verbindung stehen oder Banken Geschäfte mit Diktatoren machen, die ganze Volkswirtschaften ausplündern. Noch mehr Fragen gefällig? Die Liste der Missstände ist noch lang.

Joseph Bosquet, Bischof im 18. Jahrhundert, hat es treffend formuliert: «Gott lacht über die Leute, die sich über die Folgen beklagen, deren Ursachen sie lieben.» 

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