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Fremdsprachen lernen in Deutschfreiburg

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Neue Motion zur Partnersprache fällt auf guten Grund

Autor: Mit IDA BERTSCHY sprach IRMGARD LEHMANN

Zwei Grossräte haben kürzlich bezüglich Partnersprache eine Motion eingereicht. Ihrer Meinung nach sollte das Erlernen der Partnersprache Sache der Schulkreise sein. Kommt für Sie dieser Vorstoss überraschend?

Eigentlich nicht, denn trotz der Ablehnung des Sprachenartikels im Jahre 2000 hat sich die Freiburger Bevölkerung natürlich weiter mit dieser Frage beschäftigt. Die Eltern sind nach wie vor daran interessiert, dass ihre Kinder die Nachbarsprache in der Schule möglichst gut lernen.Persönlich denke ich, dass es in der obligatorischen Volksschule doch eine Art Gleichbehandlung im Bereitstellen von Ressourcen geben sollte, auch wenn eine echte Chancengleichheit für alle Lernenden natürlich nicht möglich ist. Unterschiede sind aber vor allem in einem zweisprachigen Kanton normal.

Wie sieht die aktuelle Situation bezüglich Fremdsprachen lernen in Deutschfreiburg aus?

Deutschfreiburg steht in der schweizerischen Sprachenlandschaft gut da: Mit Deutschwallis sind wir die einzige deutschsprachige Region, wo der Fremdsprachenunterricht bereits im dritten Schuljahr beginnt. Englisch ist für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch ab dem 7. Schuljahr. Dazu werden andere Fremdsprachen und Latein als Wahlfach angeboten. Wir haben seit Jahren die Tendenz, die Muttersprache und die einzelnen Fremdsprachen nicht mehr voneinander getrennt zu betrachten, sondern als Ganzes, denn alle Sprachen weisen gemeinsame Elemente auf, und je mehr Sprachen man lernt, desto leichter wird es.

Welches sind denn die Neuerungen seit dem Jahr 2000?

Als wichtigste Neuerungen können die Vorverlegung des Französischunterrichts in die 3. Klasse, der obligatorische Englischunterricht ab dem 7. Schuljahr, der neue Lehrplan Französisch in der Primarschule und der Beginn der Einführung des Europäischen Sprachenportfolios in der Primar- und Orientierungsschule betrachtet werden.

Und was tut die Schweiz für die Sprachen?

Die Konferenz der schweizerischen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren (EDK) hat ein umfangreiches Programm mit sechs Schwerpunkten vorgelegt. Sie empfiehlt den Kantonen, diese bis ins Jahr 2012 umzusetzen. Einer dieser Schwerpunkte ist eben die Einführung des Europäischen Sprachenportfolios in der obligatorischen Schule (Ausweis über Sprachkenntnisse).Zu erwähnen ist natürlich auch das Kooperationsprojekt der sechs Grenzkantone Basel-Stadt, Basel-Land, Solothurn, Bern, Deutschfreiburg und Deutschwallis, welche ein Abkommen unterzeichnet haben mit der Absicht, dass als erste Fremdsprache die Nachbarsprache unterrichtet wird und dass ab der 5. Klasse Englisch eingeführt wird.

Heute wird bereits in Belfaux, Cressier, Corminboeuf, Rue, Jaun und Jeuss-Lurtigen-Salvenach verstärkt Fremdsprachen unterrichtet. Wie kommt es dazu?

Fünf von diesen sechs Projekten bestanden bereits vor der Abstimmung im Jahr 2000, und sie konnten nach der Abstimmung weitergeführt werden. Man wollte die gemachten Erfahrungen nicht einfach wieder verlieren.Der Unterricht beginnt bereits im Kindergarten und dauert bis Ende 2. Klasse zirka. 90 Minuten pro Woche. Es wird versucht, nach dem Konzept des integrierten bilingualen Unterrichts zu arbeiten, d. h. dass einzelne Themen aus dem Lehrplan einfach in Französisch unterrichtet werden.Ab der 3. Klasse wird dann mit dem offiziellen Lehrmittel gearbeitet, aber es findet ebenfalls eine Ausweitung in Richtung integriertem bilingualem Unterricht statt.

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