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Freud und Leid zum Fahrplan 2018

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Der Fahrplan 2018 bringt speziell dem Seebezirk zahlreiche Verbesserungen. Das zeigt der kürzlich vorgestellte Entwurf. So verkehren die Züge zwischen Freiburg, Murten und Ins künftig im Halbstundentakt, und der letzte Zug von Freiburg fährt unter der Woche eine Stunde später (die FN berichteten). Ebenso wird zwischen Bern und Murten der Halbstundentakt bis in die späteren Abendstunden ausgedehnt. Die Kehrseite: Die Bahnunternehmen straffen ihr bisheriges Angebot, um Kapazitäten auf dem Schienennetz zu schaffen. So entfällt etwa der erste Zug um 5.47 Uhr von Murten nach Bern.

Besonders stark trifft der Abbau Muntelier. «Wir können künftig nicht mehr direkt nach Neuenburg fahren», erklärt Pascal Pörner, Ammann von Muntelier, auf Anfrage der FN. Der Grund: Nur jeder zweite Zug verkehrt von Murten über Ins weiter nach Neuenburg. In Muntelier halten dabei nur diejenigen Züge, die bereits in Ins ihre Fahrt beenden. Auch in der umgekehrten Richtung gibt es keine Direktverbindung zwischen Neuenburg und Muntelier. Am Wochenende halten die Züge von Freiburg nach Ins mit einzelnen Ausnahmen gar nicht mehr in Muntelier-Löwenberg. Auch bei der S-Bahn in Richtung Bern entfallen einige Halte. Dass Muntelier nicht vom Ausbau des Bahnangebotes profitiert, ist für Pascal Pörner frustrierend: «Für uns ist es kein Ausbau, sondern ein Abbau.» Damit verliere Muntelier langfristig an Attraktivität. «Nun müssen sich unsere Einwohner anders organisieren.» Viele würden wohl das Auto oder das Velo nehmen und in Murten Parkplätze belegen.

Die Gemeinde wehre sich gegen den Abbau. «Wir fordern aber auch die Bürger auf, sich in der Vernehmlassung gegen den Abbau zu äussern.» Zur Zeit mobilisieren laut Pörner Bürger andere Bürger mittels Flugblättern.

Murten am Rand betroffen

Die Stadt Murten ist vom Abbau weniger stark betroffen als Muntelier. Das erklärt Vizestadtpräsidentin Ursula Schneider Schüttel auf Anfrage. Dennoch: «Die Streichung des ersten Zuges am Morgen ist unangenehm.» Denn dieser sei nützlich, wenn man am frühen Morgen in Richtung Zürich reisen wolle. «Zudem haben einige Reisende diesen Zug genommen, weil er weniger dicht besetzt ist als die nachfolgenden Züge.» Wenn nun dieser Zug entfalle, dürfte die Belegung auf den späteren Zügen steigen, meint Schneider Schüttel. Die Gemeinde Murten werde sich sicher in ihrer Stellungnahme gegen die Streichung des Zuges aussprechen. Wie Pörner sagt aber auch Schneider Schüttel: «Es ist mindestens ebenso wichtig, dass die betroffenen Pendler selbst zum Fahrplanentwurf Stellung nehmen.» Denn jede Stimme zähle und gebe dem Anliegen mehr Gewicht. Trotzdem: Der Fahrplan bringe Murten auch viele positive Neuerungen. Schneider Schüttel erwähnt den Halbstundentakt nach Freiburg oder den verlängerten Halbstundentakt nach Bern.

Technische Gründe

Halbstundentakt macht Anpassungen nötig

Dass künftig weniger Züge in Muntelier-Löwenberg halten, sei eine Folge des Halbstundentaktes. Das sagt Stéphane Berney, Mediensprecher der Freiburger Verkehrsbetriebe. Jeder Halt benötige einige Minuten, selbst wenn er wie in Muntelier-Löwenberg nur auf Verlangen erfolge. «Wir mussten eine Haltestelle aufheben, damit der Fahrplan aufgeht.» Dass es nun Muntelier-Löwenberg treffe, habe rein technische Gründe. Dass die Züge nach Neuenburg statt derjenigen nach Ins in Muntelier-Löwenberg halten, sei keine Alternative. «Wir mussten diese Variante wählen, um die Anschlüsse zu gewährleisten.»

Ähnlich äussert sich Corinne Rebetez, Sprecherin der kantonalen Raumplanungsdirektion: Die Aufhebung des Haltes sei die einzige Lösung, um die Stabilität des Fahrplanes zu sichern.

sos

 

 

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