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Freude, Spass und etwas Ehrgeiz

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Festliche Musik erklingt und Fahnenträger schreiten in die Turnhalle Gwatt in Schmitten. Gefolgt werden sie – wie es sich für die Eröffnung von Olympischen Spielen gehört – von einer Fackelträgerin. Nur ist die Fackelträgerin einige Jahre älter, als an den offiziellen Spielen und sitzt im Rollstuhl. Würdevoll entfacht sie das Feuer: Die Olympiade der Pflegeheime Deutschfreiburg ist eröffnet.

Video: Esther De Mamiel, Leiterin Aktivierung St. Wolfgang, stellt die verschiedenen Disziplinen vor.

Die Sprossenwand ist zugestellt mit Rollatoren. Denn bevor es losgeht, müssen die Muskeln aufgewärmt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner rollen die Schultern im Kreis und schwenken die Arme durch die Luft; ihre Lachmuskulatur hingegen müssen sie nicht mehr aufwärmen. Die Freude über die Teilnahme an diesem sportlichen Nachmittag ist spürbar. «Sie haben auf den Moment hingefiebert», sagt Jolanda Zbinden aus Kerzers. «Wir haben zwei Monate lang wöchentlich mit ihnen geübt.» Je näher der Tag gerückt sei, desto grösser wurde der Ehrgeiz.

13 Pflegeheime

Folgende Pflegeheime treten an: St. Martin in Tafers, Region Ärgera in Giffers, Bachmatte in Oberschrot, Magdalena in Heitenried und die vier Pflegeheime der Stiftung St. Wolfgang Sonnmatt-Schmitten, Wolf­acker-Düdingen, Auried-Flamatt und Bachtela-Bösingen. Aus Murten sind das medizinische Pflegeheim sowie die Senevita-Résidence Beaulieu vertreten. Zudem nehmen das Pflegeheim Kerzers, Jeuss und das Altersheim Hospiz St. Peter aus Gurmels teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung St. Wolfgang, anlässlich des 30-jährigen Jubi­läums des Heims Sonnmatt.

Verschiedene Disziplinen

Die Teilnehmenden gehen zu ihrem Startposten. Ein Bewohner hat seinen Rollator farbenfroh mit Blumen geschmückt und kaschiert so seine Sauerstoffflasche. An diesem Tag spielen solche Alltagshelfer keine Rolle – jeder darf an dem Turnier mitmachen. Wie bei Athleten üblich schreitet er den Slalomparcours bereits vor dem Startschuss ab. Mit einem «Start» geht es los und schon absolviert er die Strecke viel schneller als beim Testlauf.

An einem anderen Posten sind die Jubelrufe der Betreuerinnen und Betreuer besonders laut. In einem Kreis sitzend, werfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefüllte Stoffsäckchen in einen Korb in der Mitte. Die «Goldies von Kerzers» werden von Zbinden unterstützt – auch wenn ein Säckchen daneben fliegt. Angeführt von Applaus und Plakaten auf der Tribüne leisten die Teilnehmenden Ausserordentliches. «Es haben eigentlich alle einen Rollator», sagt Esther De Mamiel, Leiterin Aktivierung der Stiftung St. Wolfgang. Dennoch balancieren sie Pingpong-Bälle in einem Plastikteller durch einen Hindernisparcours. Gestützt werden sie auf beiden Seiten von Betreuern oder Helfern.

Freudentränen und Jubel

Das Büchsenschiessen sei nach Meinung von De Mamiel die schwerste Disziplin. «Das sind keine alltäglichen Bewegungen.» Vielleicht ist deshalb die Freude beim Treffen der Dosen so gross. Mit einem Schuss trifft eine Frau alle Dosen. Sie reisst die Arme in die Höhe und lässt einen lauten Freudenschrei los. Nach einer herzlichen Umarmung der Betreuerin nimmt die Bewohnerin die Brille ab und trocknet sich die Tränen in den Augen.

Die Ambitionen werden belohnt, und alle erhalten eine Medaille. Bei der Nationalhymne zum Schluss bekommt das Wohn- und Altersheim Magdalena einen Pokal für den ersten Rang. Gefolgt wird es von der Senevita-Résidence Beau­lieu, und Bronze erhält das Heim St. Martin. Teilnehmen ist zwar wichtiger als siegen, aber gewinnen ist doch auch etwas Schönes.

 

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