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Freundschaftliche Hunde-Wettkämpfe

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Deutscher Schäferhund schnüffelt an Gepäckstücken, die am Boden verteilt sind. Bei einem davon legt er sich plötzlich hin. Triumphierend packt der uniformierte Hundeführer ein Päckchen Heroin aus dem Koffer.

Es handelt sich nicht um eine Szene am Flughafen, sondern um eine von fünf offiziellen Disziplinen des 22. «Concours Interuniformes» der Hundeführer, der gestern in Châtillon in der Gemeinde Hauterive stattgefunden hat. Der Wettbewerb wurde 1992 erstmals durchgeführt, mit dem Ziel, die Hundeführer der lateinischen Schweiz zusammenzubringen. Organisiert hat ihn dieses Jahr die Kantonspolizei Freiburg. Mit dabei sind jeweils Hundeführer von staatlichen Organisationen wie der Polizei, der Grenzwache und von Strafanstalten sowie von privaten Firmen wie der Securitas.

Kenntnisse austauschen

«Es geht nicht nur um den Wettbewerb, sondern auch um den Austausch zwischen den verschiedenen Hundeführern», betont Frédéric Marchon, Mediensprecher der Kantonspolizei Freiburg. Der Wettbewerb hat fünf offizielle Kategorien. Dabei entsprechen alle der tatsächlichen Tätigkeit der Hundeführer. Sven Fürst, Hundeführer bei der Kantonspolizei Freiburg, schildert die Kategorien genauer: Bei der Unterordnung werden die Gehorsamkeit des Hundes und der Kontakt zum Herrchen getestet. «Unterordnung ist das A und O unserer Arbeit. Alles hängt davon ab, dass der Hund gehorcht», sagt Fürst. In der zweiten Kategorie, dem Schutzdienst, verteidigen die Hunde jemanden. «Die Hunde bellen, dürfen aber nur beissen, wenn die zu schützende Person tatsächlich angegriffen wird. Auf Befehl müssen sie sofort loslassen», erklärt Fürst. In den drei weiteren Kategorien spüren die Hunde Sprengstoff, Betäubungsmittel oder einen im Wald versteckten Gegenstand auf. «Ungefähr nach 15 Minuten schnüffeln werden die Hunde müde und brauchen eine Pause», so Fürst.

Die Hunde der 47 Teilnehmenden sind streng erzogen und gehorchen aufs Wort. Gleichwohl tollt immer wieder ein uniformierter Hundeführer mit seinem Hund herum, krault ihm die Ohren oder redet ihm motivierend zu. «Es ist wunderbar, zu sehen, mit was für einer Leidenschaft die Hundeführer bei der Sache sind», sagt Jean-Marc Andrey, Präsident des Organisationskomitees des Wettbewerbs. «Die Freude an der Arbeit gehört bei dieser Tätigkeit definitiv dazu», bestätigt Sven Fürst.

Die Ausbildung als Hundeführer bei der Kantonspolizei Freiburg beginne ein Polizist gleichzeitig mit einem Welpen, den er selbst ausgewählt hat und von klein auf erzieht. Von Beginn an sei alles spielerisch aufgebaut, erklärt Fürst. So sei beispielsweise die Suche nach Betäubungsmitteln eigentlich die Suche nach einem Spielzeug, das der Hund als Belohnung für seinen Fund bekommt. «Einen Hund abrichten ist eine Wissenschaft. Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, jeder Hund hat einen anderen Charakter.» Nach rund zwei Jahren sind Hund und Herrchen dann einsatzbereit, das Training geht allerdings ein Leben lang weiter. Gemäss Fürst reicht der obligatorische halbe Tag Training pro Woche lange nicht aus. «Auch in der Freizeit müssen Hundeführer regelmässig trainieren.»

Zahlen und Fakten

Polizeihunde im Kanton Freiburg

Die Kantonspolizei Freiburg beschäftigt momentan 13 aktive Polizeihunde, davon zwölf Deutsche Schäferhunde und ein Belgischer. 2015 leisteten die Hunde und ihre Führer über 600 Einsätze. In fast der Hälfte der Fälle wurden die Polizeihunde für die Suche nach Personen eingesetzt, rund ein Sechstel der Einsätze standen im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung von Drogen. Auch Verhaftungen, das Finden von gestohlenen Objekten sowie vorbeugende Sprengstoffeinsätze gehörten 2015 zum Aktivitätsgebiet der Polizeihunde des Kantons Freiburg und ihrer Hundeführer.mes

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