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Freundschaftsbesuch aus Ungarn

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Freundschaftsbesuch aus Ungarn

Gemeindepartnerschaft zwischen Heitenried und Jaszago

Eine 15-köpfige Delegation aus der selbstverwalteten Gemeinde Jaszago in Ungarn weilte über das Wochenende in Heitenried. In einer schriftlichen Übereinkunft bekräftigten die beiden Gemeinden ihre Partnerschaft und wollen einander noch besser kennen lernen.

Von ANTON JUNGO

Die beiden Gemeinden Jaszago und Heitenried sind 1993 durch Vermittlung des Schweizer Gemeindeverbandes eine Partnerschaft eingegangen. Mit diesen Partnerschaften sollte den Gemeinden des früheren Ostblocks nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs der Weg nach Europa erleichtert werden. 1995 weilte der Gemeinderat von Heitenried zu einem Besuch in der ungarischen Partnergemeinde.

Fast zehn Jahre hat es gedauert, bis sich für den Gemeinderat von Jaszago die Gelegenheit zu einem Gegenbesuch in der Schweiz ergab. Die 15-köpfige Delegation, mit der Bürgermeisterin Marika Mozsar-Laszlone an der Spitze, traf am Samstagabend nach 18-stündiger Fahrt in Heitenried ein. Im Mittelpunkt des Besuchsprogramms steht die Pflege der Kameradschaft und der Besuch verschiedener Gemeindeeinrichtungen.

Die Bürgermeisterin, eine energische Frau, freute sich gestern beim Apéro im Schlosshof über den herzlichen Empfang in der Schweiz. Zwei Dinge sind ihr gleich aufgefallen: die Pünktlichkeit der Schweizer und dass es nirgends Unkraut gibt.

Möglichkeiten der
Zusammenarbeit suchen

Die beiden Gemeinden haben eine Übereinkunft unterzeichnet, in welcher die Partnerschaft bekräftigt wird. Sie wollen in Zukunft die gegenseitigen Kontakte verstärken und gute Beziehungen aufbauen. Auf wirtschaftlichem Gebiet sollen Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesucht werden. Die Einwohnerschaft soll mit dem Brauchtum der jeweiligen Gemeinde vertraut gemacht werden. Das grösste Hindernis für die Kontaktpflege ist zurzeit die Sprache. Sowohl die ungarische Delegation wie auch die Heitenrieder hatten für den Besuch mit einem Dolmetscher vorgesorgt.

Wie Ammann Walter Fasel gegenüber den FN erklärte, steht für Heitenried finanzielle Hilfe nicht im Vordergrund. Begrüssen würde er aber z. B. einen Schüleraustausch. Heitenried würde auch helfen, wenn ein Jugendlicher aus Jaszago ein landwirtschaftliches Praktikum machen wollte.

Landwirtschaftlich geprägt

Jaszago liegt rund 80 km von Budapest entfernt in der ungarischen Tiefebene. Die Gemeinde ist viermal grösser als Heitenried mit seinen neun km2. Zurzeit zählt die Gemeinde noch 750 Einwohner. Die Abwanderung und Überalterung ist gemäss Marika Mozsar eines der grossen Probleme. Noch 1960 zählte die Gemeinde gegen 2000 Einwohner.

Die Gemeinde ist ganz landwirtschaftlich geprägt. Darauf weist auch die Ähre und die Traube im Gemeindewappen hin. In Treibhäusern werden vor allem Tomaten und Paprika kultiviert. Die Landwirte bebauen zum Teil ihr eigenes Land oder arbeiten in Gemeinschaftsbetrieben, dennen sie ihr Land gegen Miete zur Verfügung stellen. Wie die Bürgermeisterin erklärt, erhalten Landwirte, die es wünschen, seit 1989 ihr Land gemäss alten Katasterplänen wieder zurück. Diese Rückführung ins Privateigentum ist zurzeit in Jaszago im Gang. Für die Vermarktung der Produkte gibt es kein einheitliches System. Man sei aber in der Region Jaszago mit ihren
70 000 Einwohnern dabei, Genossenschaftswesen aufzubauen.

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