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Fri-Son ärgert sich über Bauprojekt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir wollen Wohnungen bauen für junge Erwachsene. Zum Beispiel Studenten oder Leute, die aus der Lehre kommen», sagt Giancarlo Perotto, Mitglied der Geschäftsleitung der Halter AG Entwicklungen in Bern. Die Firma plant auf der «Butte de Pérolles» in Freiburg fünf achtstöckige Gebäude mit insgesamt 180 Wohnungen. Das 9000 Quadratmeter grosse Grundstück befindet sich an einem Hang an der Giessereistrasse, gegenüber dem Konzertlokal Fri-Son.

Fri-Son sorgt sich

Das Projekt stösst den Betreibern des Musikklubs sauer auf. «Die neue Überbauung lässt sich nicht mit den jetzigen Aktivitäten des Fri-Son vereinbaren», schreiben sie in einer Medienmitteilung. Gegenüber den FN sagt Florian Eitel, Vorstandsmitglied des Fri-Son: «Wir befürchten, dass die künftigen Anwohner wegen Lärm klagen werden, wir strengere Auflagen erhalten und zum Beispiel am Abend früher schliessen müssen.» Sie hätten mit der Stadt und den Promotoren des Projekts diskutiert, diese würden das Problem aber nicht begreifen. «Sie können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, was ein Konzertbetrieb bedeutet.»

Eitel erachtet es insbesondere als problematisch, dass die Wohngebäude zum Eingang des Lokals gerichtet sind. «Es gibt jedes Mal Lärm, wenn die Türen während eines Konzerts aufgehen.» Auch würden sich dort die Raucher tummeln, und wenn die Konzertbesucher das Lokal verliessen, gehe es alles andere als ruhig zu und her.

Schon jetzt befinden sich nahe dem Fri-Son Wohnungen, allerdings liegen diese auf der anderen Seite des Lokals. Gemäss Eitel reklamieren die Anwohner nie wegen Lärm. «Wir haben die Isolation verbessert und achten darauf, dass die Türen und Fenster auf der Seite geschlossen sind.»

 Giancarlo Perotto kann die Anliegen der Klubbetreiber verstehen. «Wir wollen Fri-Son auf keinen Fall vertreiben. Das wäre vermessen, der Klub ist seit Jahren dort und ist wichtig für Freiburg.» Die Firma wolle Wohngebäude bauen, die ins Quartier passten, deshalb seien auch Wohnungen für junge Leute geplant. «Wir werden das Gespräch suchen und eine Lösung finden.» Perotto weist darauf hin, dass es noch eine Weile daure, bis die ersten Bewohner einziehen: Der Detailbebauungsplan existiert, wird aber erst in diesem Jahr öffentlich aufgelegt. Die Baugesuche will die AG nächstes Jahr einreichen, der Baustart erfolgt frühestens 2016 und die Wohnungen werden nicht vor 2018 bereitstehen.

Die Betreiber des Fri-Son haben dennoch ein Unterstützungskomitee lanciert, denn sie fühlen sich grundsätzlich allein gelassen. «Die Stadt Freiburg nimmt unser Engagement als selbstverständlich hin», sagt Eitel. «Aber wenn wir schon wenig Fördergelder erhalten, dann erwarten wir zumindest gute Rahmenbedingungen.»

Als Alternative zum Standort an der Giessereistrasse komme für das Fri-Son ein Platz auf dem Areal der Blue Factory AG infrage. Dort möchten die Betreiber neben der Konzerttätigkeit ein Kompetenzzentrum für zeitgenössische Musik aufbauen. «Wir haben vor zwei Jahren ein Dossier eingereicht, aber noch nichts Konkretes gehört.»

Stadt und Blue Factory: «Unterstützen, wo wir können»

Die Stadt sei sich bewusst, dass die geplante Überbauung vis-à-vis dem Fri-Son Probleme bereiten könnte, sagt Natascha Roos, Leiterin des städtischen Kulturdienstes. «Ich kann aber nicht verstehen, dass Fri-Son den Weg über die Medien wählt und sich nicht an uns wendet.» Fri-Son sei Besitzer des Lokals an der Giessereistrasse, niemand könne sie hinauswerfen. «Und was die Blue Factory anbelangt, warten wir auch. Es ist aber klar, dass das Zeit braucht.»

«Noch niemand hat einen reservierten Platz auf dem Areal», sagt Laure Schönenberger, Sprecherin der Blue Factory AG. Es sei nicht klar, wie das Gelände gestaltet werde, deshalb könne nichts versprochen werden. «Die Kultur hat sicher ihren Platz, es gab bereits etliche kulturelle Veranstaltungen.» Fri-Son gegenüber sei man nicht negativ eingestellt, im Gegenteil.

Christoph Allenspach, SP-Generalrat und Präsident des Vereins Rocksilo, arbeitet mit Fri-Son zusammen für den Aufbau des Musik-Kompetenzzentrums auf dem Blue-Factory-Areal. «Ich glaube nicht, dass es so eilt. Blue Factory ist erst am Anfang, es braucht Zeit.» mir

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