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Frischer Wind für Cerebral Freiburg

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Autor: Carolin Foehr

Seit 1984 die erste Heimwerkstatt «La Colombière» für cerebral Behinderte in Givisiez (später Misery) eröffnet wurde, leitet Benjamin Brülhart aus Le Mouret die Institution. Hinzu gekommen sind über die Jahre die Direktion des Heims «Linde» in Tentlingen und der «Villa Linde» in Ependes. Seit Anfang März ist er Präsident von «Cerebral Freiburg», der Vereinigung der Eltern von Kindern mit cerebralen Bewegungsstörungen.

Wo finden Sie als Direktor dreier Heime noch Zeit und Kraft, als Präsident von «Cerebral Freiburg» arbeiten zu können?

Ich bin bereits seit 24 Jahren Mitglied des Vorstandes, sozusagen als inoffizieller Vizepräsident. Ich glaube nicht, dass es eine enorme zusätzliche Belastung sein wird.

Was werden Ihre neuen Aufgaben sein?

Ich will den nötigen frischen Wind in die Vereinigung bringen. Wie bei jedem Verein geht einmal der Atem aus: Wir haben Mühe, Ehrenamtliche zu finden, die sich aktiv engagieren wollen. Und natürlich vertrete ich die Vereinigung nach aussen.

Haben Sie bereits konkrete Projekte, die Sie verwirklichen wollen?

Ich möchte mich stärker für die Integration von Behinderten einsetzen. Darüber wurde viel geschrieben, aber es ist noch lange nicht alles erreicht. Behinderte durch Sport zu integrieren finde ich eine exzellente Idee, weil sie sich dabei mit den Sportlern identifizieren können. Deshalb nehmen wir an verschiedenen sportlichen Veranstaltungen teil. Und wir organisieren Ende März in Misery einen Lauf für Behinderte und Nicht-Behinderte. Integration kann aber auch über Schule, Arbeit oder Religion stattfinden.

Welche Ideen möchten Sie noch anregen?

Ein anderes Thema, das uns wichtig ist, ist die Beziehung der behinderten Person zu ihrer Familie. Wie ist die Person in der Familie integriert, wie gehen die Eltern mit ihrem Kind um, was bedeutet eine Behinderung für die Geschwister? Was wir auch initiieren wollen, ist eine Elterngruppe, in denen die Betroffenen diskutieren, ihre Sorgen und Freuden teilen können. Die Leute brauchen und suchen den Kontakt und das Gespräch untereinander.

Weshalb haben Sie sich entschieden, mit behinderten Menschen zu arbeiten?

Wir waren zuhause eine grosse Familie, da lernt man schnell, einander zu helfen. Und dann habe ich einmal einen Jugendlichen unterstützt, der grosse schulische und Verhaltensprobleme hatte. Das hat mich überzeugt, in diese Richtung weiterzugehen.

Welche Situationen haben Sie besonders geprägt?

Die erste Erfahrung, die mich sehr aufgewühlt hat, war der Tod einer unserer ersten Bewohner. Das hat mich stark berührt. Aber ich behalte auch sehr viele positive Momente in Erinnerung: Der Kontakt mit den Behinderten, den Familien und dem Personal. Unsere Bewohner glücklich und zufrieden zu sehen ist meine grösste Freude.

Sie engagieren sich seit mittlerweile 24 Jahren für geistig behinderte Menschen. Welche Entwicklungen haben Sie miterlebt?

Schon allein die Betreuung hat sich enorm entwickelt. Auch die Methoden haben sich verbessert, vieles wurde untersucht, um dann praktisch und effektiv angewandt zu werden. Früher hatte man nie solche Mittel zur Verfügung. Für diesen Status können wir der Gesellschaft danken.

Wo sehen Sie weiterhin Nachholbedarf in der Betreuung?

Natürlich gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten, beispielsweise in der Sozialisation oder auf dem Niveau der Akzeptanz. Da ist noch einiges zu tun. Mein grösster Wunsch wäre, dass man nicht mehr die Behinderung, sondern einfach den Menschen sehen würde.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass die Behinderten immer älter werden. Natürlich ist das er-freulich, aber die Betreuung und die medizinische Versorgung müssen angepasst werden.

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