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Frischeres Olympic hält Lugano in Schach

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 45 Sekunden vor Ende der Partie ballte Olympic-Trainer Petar Aleksic seine Fäuste, ehe er mit seinen Spielern auf der Bank abklatschte. Der hochverdiente Sieg war den Freiburgern nicht mehr zu nehmen. «Mein Team hat es heute so sehr verdient zu gewinnen, weil es unheimlich hart dafür gearbeitet hat», sagte der Serbe. Tatsächlich erkämpften sich die Freiburger den zweiten Sieg gegen das favorisierte Lugano mit einer grundsoliden Leistung. «Wir haben das Spiel, das beste Werbung für den Schweizer Basketball gewesen ist, ausgezeichnet kontrolliert», bilanzierte Aleksic zufrieden. 37 von 40 Minuten lagen die Gastgeber in Führung. Die Tessiner hatten ihrerseits nur gerade für kurze 72 Sekunden mehr Punkte auf ihrem Konto. Doch auch vom einzigen Rückstand über die gesamte Spieldauer (24.; 55:56) liess sich Olympic nicht von seinem Weg abbringen und bestach durch seine Konstanz.

«Physische Probleme»

 Dabei hatten die Vorzeichen für die Freiburger nach der von Center Nemanja Calasan noch abzusitzenden Spielsperre nicht viel Gutes verheissen. Zupass kam Olympic dann aber, dass Lugano-Trainer Andrea Petitpierre auf Travis Watson verzichten musste. Der Euroleague-erprobte Amerikaner, der mit Abstand beste Rebounder der Liga, erhielt im Training einen Schlag auf das Knie und musste Forfait geben. Dadurch verlagerten sich die Vorteile in der Zone unter dem Korb wieder auf die Seite der Freiburger. «Wir wussten von diesem Umstand zu profitieren», hielt der erst 18-jährige Arnaud Cotture fest. Im Schlussviertel gehörte der aufstrebende Center zu den Aktivposten und sorgte mit total sieben Rebounds dafür, dass Olympic den Sieg sicher ins Trockene brachte.

In der Reboundstatistik schwangen die Freiburger letztlich klar mit 39:24 obenaus. Dies wirkte sich zwangsläufig auch auf das Punktekonto aus. 42 Zähler erzielte Olympic in unmittelbarer Nähe des Korbes. Bei den Tessinern waren es nur 28. Für Petitpierre war dies mitunter matchentscheidend. «Wenn man nicht verteidigt und 16 Offensiv-Rebounds erdulden muss, wird es eben schwierig. Das ist wirklich schade. Schliesslich konnten wir auswärts 87 Punkte erzielen. Da müsste eigentlich ein besseres Ergebnis herausspringen.» Petitpierre rechnet damit, dass er Watson morgen Dienstag im vierten Spiel der Serie in Freiburg wieder einsetzen kann. Ein grundlegendes Problem der Tessiner würde dies indes nicht lösen–die fehlenden Rotationen. Für Watson müsste einer der vier anderen Ausländer weichen, womit Lugano weiterhin nur gerade sechs valable Kräfte zur Verfügung hätte. «Aus diesem Grund haben wir auch physische Probleme», machte Petitpierre keinen Hehl aus seinen Sorgen. «Wir bezahlen nun ganz einfach für unser knappes Kader.»

 Ein Wermutstropfen bleibt

 Dies widerspiegelte sich einmal mehr auf dem Matchblatt. Während bei Olympic die Spieler von der Bank 22 Punkte zum Sieg beisteuerten, waren es bei Lugano gerade einmal deren vier. Und mit dem in dieser Finalserie bisher starken Edwin Draughan sowie Clint Chapman stellten die Gastgeber auch die beiden Topskorer der Partie (je 22 Punkte). «Je länger die Serie dauern wird, desto mehr werden wir leiden müssen», weiss deshalb Petitpierre. Ging Lugano noch als klarer Favorit in die Serie, so ist dieser Final nach den drei ersten Duellen nun völlig offen. «Wir dürfen jetzt auf keinen Fall unseren Fokus verlieren», drückte Aleksic wohlweislich auf die Euphoriebremse. «Wenn Watson am Dienstag wieder spielt, wird die Ausgangslage wieder eine völlig andere sein.» Umso wichtiger für Freiburg ist deshalb die Rückkehr von Calasan, der aufgrund seiner physischen Voraussetzungen Olympics Gegenpart zu Watson darstellt.

 Einziger Wermutstropfen beim dritten Saisonsieg gegen Lugano vor heimischem Publikum war für Olympic der verletzungsbedingte Ausfall von Marko Mladjan. In der 30. Minute bekam er einen Kniestich von Weather Molteni in die Leiste und blieb minutenlang mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. In einer ersten Reaktion befürchtete Aleksic gar das Saisonende für den schlaksigen Freiburger. Doch ob mit oder ohne Mladjan hat Olympic morgen im St. Leonhard (20 Uhr) die noch vor wenigen Tagen kaum erwartete Chance, sich einen ersten Matchball in diesem Playoff-Final zu erspielen. «Diese Partie wird superwichtig für uns», sagt Arnaud Cotture. «Gewinnen wir, haben wir wirklich einen echten Vorteil in dieser Serie. Wir müssen die gleiche Leistung wie heute abliefern, defensiv sogar noch eine Spur stärker werden.»

Dabei hoffte der junge Walliser wiederum auf eine volle Halle. «Wir haben vielleicht nicht das lauteste, aber dennoch das beste Publikum der Schweiz. Heute haben alle mitgemacht und uns angefeuert. Das hat uns viel Energie gegeben.» Die Tatsache, dass nur noch zwei Siege bis zum ersten Meistertitel seit 2008 fehlen, dürfte für die jungen Freiburger eine nicht minder grosse Motivation sein.

Telegramm

Olympic – Lugano 98:87 (46:43)

St. Leonhard. 2200 Zuschauer. SR: Pizio/Bertrand/Novakovic.

Freiburg Olympic:Kazadi (10 Punkte), Draughan (22), Kovac (11), Chapman (22), Cotture (8); Uliwabo (2), Miljanic (11), Mladjan (12).

Lugano Tigers:Sweetney (21), Gibson (20), Stockalper (18), Schneiderman (4), Abukar (20); Magnani, Molteni (4).

Bemerkungen:Freiburg Olympic ohne Calasan (gesperrt); Lugano Tigers ohne Watson (verletzt)

Viertelsergebnisse:23:19, 23:24, 27:19, 25:25.

Stand Serie (best of 7):2:1.

 

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