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Frost, Hagel und Krankheiten vermiesen Walliser Weinernte

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Die Walliser Winzer haben 2021 so wenig Trauben eingekellert wie noch nie. Mit 22,7 Millionen Kilo eingekellerten Trauben ist es die schwächste Ernte seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1966. Grund sind das miserable Wetter und der Falsche Mehltau.

Die Menge liegt 40 Prozent unter dem Wert vom Jahrgang 2020 und 50 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, wie der Kanton Wallis am Donnerstag mitteilte. Geerntet wurden 12,7 Millionen Kilo rote und 10 Millionen Kilo weisse Trauben.

Wetterkapriolen machten den Winzern zu schaffen. Anfang April führte anhaltende Kälte zu Frostschäden, insbesondere bei Rebsorten mit frühem Austrieb wie Cornalin und Arvine. Während der gesamten Vegetationsperiode von Mai bis Juli begünstigten Unwetter mit Hagel und ergiebigen Regenfällen die Entwicklung von Krankheiten, insbesondere des Falschen Mehltaus.

Spitzenqualität als Trost

Ein Trost ist für die Walliser Winzer die gute Qualität der von den Unwettern und vom Mehltau verschonten Trauben. Durch das strenge Aussortieren der Trauben und das Entfernen von verdorbenen oder unreifen Trauben dauerte die Ernte länger, aber dafür konnten Trauben von guter Qualität eingekellert werden.

Die ersten Degustationen zeigten frische und fruchtige Weine mit schönen Konzentrationen, heisst es im Communiqué. Der natürliche Zuckergehalt beim Jahrgang 2021 liegt nahe dem Zehnjahresdurchschnitt.

Das Wallis ist der grösste Weinproduzent der Schweiz. Rund zwei Fünftel der hierzulande produzierten Weine stammen aus dem Bergkanton.

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