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Frühe Nachtruhe für die Kinder von Kerzers

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Autor: elisabeth schwab-salzmann

kerzers Immer öfters mussten die Gemeindearbeiter am Morgen ausrücken und um die Schulhäuser, beim Jugendraum und in der Umgebung des Bahnhofs zerbrochene Flaschen und Abfälle einsammeln. Anwohner klagten über Lärm bis in die frühen Morgenstunden. Aus diesen Gründen wurde an der Gemeindeversammlung im Dezember ein Gesetz angenommen, das den Jugendlichen unter 16 Jahren vorschreibt, sich nicht mehr ohne Erwachsenen-Begleitung auf den öffentlichen Plätzen von Kerzers aufzuhalten. Das kantonale Amt für Justiz hat diesem Gemeinde-Polizeireglement vor einer Woche zugestimmt, und seither gilt es in Kerzers, berichteten die Zeitung La Liberté und Radio Fribourg am 17. Juni.

Vandalismus stoppen

«Wir wollen grundsätzlich dem Vandalismus nicht mehr tatenlos zusehen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, diese erste Massnahme zu ergreifen», erklärt Pierre-Alain Sydler, Vize-Syndic von Kerzers auf Anfrage. Als nächste Stufe ist eine Videoüberwachung auf gewissen Plätzen geplant. «Diese schon mehrmals geforderte Massnahme war auch einer der Auslöser dieses Reglementes. Es geht uns einfach darum, den Eltern von Jugendlichen zu zeigen, was eine Gemeinschaft toleriert und was nicht», so Sydler.

Ein Paar aus Kerzers wurde beauftragt, in regelmässigen Abständen mit ihren Hunden Kontrollgänge durchzuführen und bei Bedarf die Jugendlichen zu ermahnen. «Polizeifunktionen haben diese aber absolut keine», betont der Vizesyndic. Und wenn ein Jugendlicher noch nach 23 Uhr mit seiner Sporttasche vom Training heimkomme, so sei das absolut normal.

«Kerzers ist sehr mutig»

«Diese neue Massnahme ist eine Richtlinie, die eine Orientierung für viele Eltern sein soll. Sie kann auch als Hilfestellung für diese verstanden werden», sagt Rahel Marti, Schulsozialarbeiterin der OS Kerzers. Einerseits müssten gewisse Eltern auf ihre Aufsichtspflicht gegenüber ihren Kindern aufmerksam gemacht werden. Andererseits sei diese Massnahme auch ein gewisser Schutz der Kinder. Diese kämen so nicht mit gewaltbereiten jungen Menschen in Schwierigkeiten. Denn die meisten gravierenden Delikte gingen von viel älteren Personen aus.

«Kerzers ist sehr mutig mit der Einführung dieses Reglementes. Wir waren vor sechs Jahren auch die ersten, die eine Schulsozialarbeit im Kanton Freiburg eingeführt hatten», betont Marti. Ein fest abgesteckter Rahmen sei übrigens hilfreich für Eltern für die nicht einfache Aufgabe, Junge in der Pubertät zu begleiten.

Vor Kerzers hatten schon die Berner Gemeinden La Neuveville und Biel die Sperrstunde für Jugendliche eingeführt.

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