Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Früher Knockout für Gottéron

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Matthias FAsel

Genf Servette und SC Bern heissen die beiden Derby-Gegner Gottérons. Bereits elf dieser Derbys gab es in dieser Saison – und immer gewann das Heimteam. Dass sich dies gestern nicht ändern würde, wurde den 7146 Zuschauern in der Vernets-Halle schnell klar. Während Genf, das im Kampf um die Playoff-Teilnahme auf jeden Punkt angewiesen ist, hellwach und zielstrebig aus der Kabine kam, zeigte Gottéron sein vielleicht schwächstes Drittel in dieser Saison.

Das Spiel der Freiburger war unpräzise und uninspiriert, ähnlich wie bereits im Startdrittel beim letzten Auswärtsspiel am vergangenen Freitag in Langnau. Mit dem Unterschied, dass Freiburg gestern auf einen Gegner eines anderen Kalibers traf, der für sein schnörkelloses Spiel vor dem Tor bekannt ist und Gottéron im Startdrittel in allen Belangen überlegen war.

Überfallartige Konter der Genfer

Dass Genf physisch einige Vorteile gegenüber Freiburg hat, ist nichts Neues, doch dass die Genfer auch schneller, stocktechnisch überlegen und kaltblütiger sind, ist keineswegs immer der Fall – im gestrigen Startdrittel schon. Nach dem frühen Führungstreffer in Überzahl durch Daniel Rubin (2.) waren es denn auch zwei für Genf typische, überfallartige Konter, die dafür sorgten, dass das Spiel beim Stand von 3:0 in der 13. Minute bereits entschieden war.

Der dritte Treffer Servettes veranschaulicht vielleicht am besten, was gestern den Hauptunterschied ausmachte: Zunächst vertändelte Gottéron-Stürmer Dimitri Afanasenkow in einer aussichtsreichen Zwei-gegen-eins-Situation den Puck, im Gegenzug spielten die Genfer in einer ähnlichen Situation den Angriff konsequent zu Ende und schossen durch Rubin mit dem siebten Schuss das dritte Tor.

Gottérons Probleme im Spielaufbau

Es war der verdiente frühe Knockout für Freiburg. Denn während die Genfer unter Beweis stellten, dass sie in normaler Verfassung in die Playoffs gehören und dort im Viertelfinal für jeden Gegner zur Knacknuss werden können, hatten die Freiburger dem wenig entgegenzusetzen. Kein Vergleich zur Bissigkeit, zum unbedingten Siegeswillen, den Servette an den Tag legte. Stattdessen offenbarten die Gäste, die im Vergleich zum klaren Sieg vom Samstag gegen Bern wie verwandelt wirkten, bereits im Spielaufbau grösste Schwierigkeiten. Oft kam bereits der erste Pass aus der Verteidigung nicht an.

Zwar war Gottéron im zweiten und dritten Abschnitt feldüberlegen, machte zum Schluss des Spiels noch richtig Druck und verliess das Eis am Ende mit einem positiven Schussverhältnis von 37:27, doch Genf hatte die Partie stets im Griff. Und wenn die Freiburger das Abwehrbollwerk doch einmal geknackt hatten, stand mit Tobias Stephan noch ein starker Torhüter zwischen den Genfer Pfosten. Er rettete unter anderem gegen die alleine vor ihm auftauchenden Benjamin Plüss (31.) und Simon Gamache (35.). Der Anschlusstreffer von Plüss fünf Minuten vor Schluss fiel dann zu spät, als dass er am Ausgang des Spiels noch etwas hätte ändern können.

Verletzte Freiburger vor Comeback

Für Freiburg ist die Niederlage selbstredend kein Beinbruch. Das Team von Hans Kossmann hat am Freitag gegen Davos und am Samstag in Ambri gleich wieder zwei Möglichkeiten, sich zu rehabilitieren. Für die Partien dürften auch die gestern verletzten Andrei Bykow, Shawn Heins sowie der kranke Tristan Vauclair wieder einsatz-bereit sein.

Für Servette war der Sieg derweil ein wichtiger Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation. Da mit Biel ihr Hauptkonkurrent gestern Abend verlor, sind die Genfer nun punktgleich mit den Berner Seeländern. Trotz Aufholjagd und aufsteigender Form ist das Erreichen des Ziels allerdings noch alles andere als in trockenen Tüchern. Die Genfer müssen das letzte verbleibende Direktduell gegen Angstgegner Biel am Samstag auswärts austragen. Zudem treffen sie in den acht verbleibenden Qualifikationspartien unter anderem noch auf den EV Zug, die Kloten Flyers, zweimal auf den SC Bern und müssen auch noch in Freiburg ran. Das gestrige Spiel wird Genf jedoch zu Recht Zuversicht für diese schwierigen Aufgaben verleihen.

Simon Gamache bringt den Puck nicht im Tor von Tobias Stephan unter.Bild Keystone

Telegramm

Servette – Gottéron 3:1 (3:0, 0:0, 0:1)

Les Vernets. – 7146 Zuschauer (Saisonrekord). – SR Reiber/Rochette, Bürgi/Marti.Tore:2. Rubin (Salmelainen, Vampola/Ausschluss Gerber) 1:0. 7. Trachsler (Simek, Fata) 2:0. 13. Rubin (Salmelainen, Vampola) 3:0. 55. Plüss (Jeannin, Sprunger) 3:1.Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Servette , 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Servette: Stephan; Mercier, Bezina; Pothier, Gautschi; Stalder, Gian-Andrea Randegger; Rubin, Salmelainen, Vampola; Simek, Trachsler, Fata; John Fritsche, Flurin Randegger, Friedli; Roland Gerber, Benjamin Antonietti, Pivron.

Gottéron:Huet; Loeffel, Barinka; Ngoy, Abplanalp; Lukas Gerber, Birbaum; Barbezat, Collenberg; Hasani, Dubé, Gamache; Sprunger, Botter, Plüss; Knoepfli, Jeannin, Afanasenkow; Cadieux, Lüssy, Brügger.

Bemerkungen: Servette ohne Walsky, Schneeberger, Jean Savary, Paul Savary, Berthod und Vukovic (alle verletzt), Dan Fritsche, Rivera (beide krank) und Hecquefeuille (überzähliger Ausländer). Gottéron ohne Bykow, Heins, Rosa (alle verletzt) und Vauclair (krank). Pfostenschüsse: 7. Jeannin, 59. Sprunger. Timeouts: Gottéron (7.); Servette (36.). – Gottéron von 58:58 bis Spielende ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Stephan und Plüss.

Mehr zum Thema