Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Frust aushalten und Grenzen akzeptieren

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Man hat uns erklärt, dass Kinder erst ab etwa 3 bis 4 Jahren Filme schauen sollten. Daran haben wir uns so gut wie möglich gehalten. Nun ist unsere Tochter aber alt genug, und trotzdem ist es sehr mühsam, wenn sie einen Film schauen möchte – sie verlangt immer noch mehr, möchte Filme auf Youtube aussuchen, die wir nicht möchten. Wenn wir dann den Fernseher oder das ­Tablet abstellen, gibt es jedes Mal Tränen. Ist sie vielleicht doch noch nicht reif genug, um Filme zu schauen? R. S.

Sie machen sich gute Gedanken und haben ja auch schon Informationen zum Thema Medien im Alltag mit kleinen Kindern erhalten. Filme sind so aufgebaut, dass man sie gerne zu Ende schauen möchte. Wenn ein Film auf Youtube fertig ist, folgen gleich neue Vorschläge, die Ihre Tochter «gluschtig» machen. Viele Erwachsene haben Mühe, sich vom Bildschirm loszureissen, und Kindern geht es gleich. Da sie bis jetzt noch nicht viele Filme gesehen hat, konnte Ihre Tochter wohl noch nicht üben, damit umzugehen, wenn die Zeit vor dem Bildschirm wieder vorbei ist. Es geht auch darum zu lernen, Frustrationen auszuhalten und Grenzen zu akzeptieren.

Sie als Eltern können ihr dabei helfen, indem Sie benennen, was Sie beobachten, und Verständnis zeigen für die Gefühle Ihrer Tochter. Vielleicht wird es auch etwas einfacher, wenn Sie eine Episode oder einen Film aussuchen, den sie ganz fertig schauen darf. Oder Sie können einen Wecker stellen, der daran erinnert, wann die gemeinsam abgemachte Fernsehzeit abgelaufen ist.

Überlegen Sie sich immer wieder, welche Filme Sie Ihrer Tochter vorschlagen möchten. Ein vierjähriges Kind kann noch nicht alle Filme gut verarbeiten, auch jene nicht unbedingt, welche die Werbung als kindergerecht verkauft. Jedes Kind ist in der Hinsicht verschieden, und es ist wichtig, dass Sie bei Ihrer Tochter vor dem Bildschirm bleiben. So sehen Sie, wenn ihr unwohl ist. Auch Kinder finden nämlich Filme spannend, die ihnen gleichzeitig Angst machen oder in denen viel aggressives Verhalten vorkommt. Das Gesehene verarbeiten sie später in ihrem eigenen Verhalten.

Rebekka Sieber ist Mitarbeiterin beim Verein Familienbegleitung. Der Verein bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Tel.: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

Ratgeber Erziehung

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema