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Frust in positive Energie wandeln

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«Ob wir die ersten fünf Partien gewinnen oder verlieren, es gibt keinen Grund, in Panik zu geraten», hatte Christian Dubé kurz vor dem Meisterschaftsbeginn gesagt. Tatsächlich gingen die ersten drei Spiele verloren – es ist der schlechteste Saisonauftakt von Gottéron seit 13  Jahren –, und fast scheint es, als ob der Sportdirektor eine böse Vorahnung gehabt hätte. Letzter Platz, die meisten Strafminuten (59), die meisten Gegentore (14, drei davon allerdings ins leere Gehäuse), das schlechteste Powerplay (noch kein Tor), das zweitschwächste Boxplay (71  Prozent Erfolgsquote) – die Liste der Mängel im Ligavergleich ist lang. Dubé hatte aber auch gesagt: «Wir glauben an das, was wir am Aufbauen sind.» Es ist eine Formulierung, die im nordamerikanischen Sport weit verbreitet ist. «Trust the process» heisst es dort, oder frei übersetzt: «Habe Vertrauen in die Entwicklung.»

Das System voll spielen

Für Philippe Furrer ist es mehr als nur eine Phrase. «Es ist schon so, wir können unserem Spielsystem voll vertrauen. Aber wir müssen auch etwas dafür tun», sagt der Verteidiger. «Anhand der Videoanalysen haben wir sehen können, dass es funktioniert. Aber nur wenn wir so spielen, wie wir sollten.» Es sei dem Team bisher nicht gelungen, den Gameplan über die vollen 60  Minuten konsequent zu verfolgen.

Die neue Gottéron-Videoserie zum Start mit Flavio Schmutz:

Das gelte primär für das Defensivspiel, das im Grunde das Prunkstück der Freiburger sein soll. «Wir müssen sicherlich im Boxplay den Hebel ansetzen. Das muss besser werden, genau gleich wie die Disziplin, damit wir erst gar nicht so viele Strafen kassieren», sagt Furrer. Die häufigen Unterzahlsituationen seien die Folge der fehlerhaften Umsetzung des Verteidigungskonzeptes. «Wir bringen die Scheibe zu wenig schnell raus. Teils sind wir bis zu 30  Sekunden im eigenen Drittel. Daraus resultieren gefährliche Schüsse oder eben Fouls.» Insgesamt produziere Gottéron noch viel zu viel Puckverluste und treffe zu häufig falsche Entscheidungen. «Da sind wir einfach noch nicht gut genug. Wir müssen unser System voll spielen. Denn sind wir einmal raus aus dem Verteidigungsdrittel, sind wir gut unterwegs.»

Perfekte Herausforderung

Mit der Effizienz vor dem gegnerischen Tor hapert es allerdings noch erheblich, insbesondere im Powerplay. In zehn Überzahlsituationen gelang Gottéron bisher noch kein Treffer. «Die Chancenauswertung ist ungenügend. Die Pucks fielen bis jetzt nicht rein», erklärt Furrer, der in Überzahl oft zum Zug kommt und sich von der Kritik nicht ausnimmt. «Wir bringen noch zu wenig Pucks aufs Tor und sind im Slot zu wenig präsent.» Man habe daran gearbeitet und im Training einige Änderungen im Powerplay vorgenommen.

All dies sagt Furrer mit der Abgeklärtheit eines Routiniers. Trotz dem Fehlstart in die Saison sei er noch nicht beunruhigt. «Aber ich bin frustriert», lässt er durchblicken. «Es ist schon wichtig, dass wir diese Niederlagen nicht einfach so hinnehmen. Ich akzeptiere es überhaupt nicht, dass wir ganz unten stehen. Ich will, nein, wir alle wollen besser werden.» Es sei deshalb zwingend, dass das Team diesen Frust in positive Energie ummünzen könne – am besten bereits heute in Biel.

Die Vorzeichen indes könnten nicht unterschiedlicher stehen. Auf der einen Seite die selbstbewussten Bieler, die ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen, auf der anderen Seite ein Gottéron, das noch auf der Suche nach seiner Identität ist. «Natürlich ist die Ausgangslage klar: Biel ist heiss – und wir sind es noch nicht», sagt Philippe Furrer, der sich kämpferisch gibt. «Für uns ist dieses Spiel die perfekte Herausforderung. Wir wollen den Schalter umlegen und 60  Minuten lang hart arbeiten, um den Sieg zu holen.» Es wären wahrlich wichtige Punkte, damit es nicht bereits morgen im St. Leonhard gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona zum ersten Zitterspiel kommt …

Vorschau

Trainer French rüttelt die Linien durcheinander

Im Hinblick auf die heutige Partie bei Leader Biel hat Gottéron-Trainer Mark French seine Sturmformationen neu aufgestellt. Das Duo Andrei Bykow/Julien Sprunger wurde getrennt. Bykow führt neu eine Linie mit Matthias Rossi und Nathan Marchon an, Sprunger stürmt neben Samuel Walser und Andrew Miller. Michal Birner gesellt sich zu Jim Slater und Killian Mottet, derweil die vierte Sturmreihe aus Flavio Schmutz, Tristan Vauclair und Lukas Lhotak zusammengesetzt ist. Wieder voll ins Training eingestiegen ist Laurent Meunier. Für ein Comeback an diesem Wochenende ist es aber noch zu früh. «Er hat fast die ganze Vorbereitung verpasst», sagt French. «Wir wollen ihm noch eine Woche geben, bis er zum Einsatz kommt.»

fs

 

Die heutigen Spiele

EHC Biel – Gottéron 19.45 Servette – ZSC Lions 19.45 Rapperswil – SC Bern 19.45 Lugano – Lausanne 19.45 SCL Tigers – Ambri 19.45 EV Zug – Davos 19.45

Der heutige Gegner

Die Fakten zum EHC Biel

• Erst zwei Treffer haben die Bieler in drei Spielen kassiert. Das liegt auch an Goalie Jonas Hiller, der 97,3 Prozent der Schüsse pariert hat.

• Als einziges Team hat der EHC Biel noch kein Unterzahltor erhalten.

• Luft nach oben haben die Seeländer bei den Anspielen. Nur 40 Prozent der Bullys konnten gewonnen werden (Gottéron: 57 Prozent).

• Routinier Beat Forster ist verletzt, Samuel Kreis ist fraglich, Marco Pedretti ist gesperrt.

fs

 

 

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