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Für seinen Traum verliess Dominik Binias mit 13 Familie und Freunde

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Schon im Alter von 13 Jahren kam der Tscheche Dominik Binias in die Schweiz, um im Oberthurgau Eishockey zu spielen. Nun absolviert der talentierte Stürmer mit Gottéron seine ersten Schritte in der National League.

Dominik Binias befindet sich derzeit im emotionalen Dauerhoch. «Es war eine unglaubliche Erfahrung, es ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht. Als wir nach dem ersten Heimspiel vor unseren Fans standen, konnte ich kaum atmen, es sind sehr intensive Tage für mich», antwortet der 21-jährige Tscheche auf die Frage, wie er seine ersten drei Spiele in der National League erlebt hat.

Hinter der Erfüllung seines Kindheitstraums stecken harte Arbeit und viel Courage. Binias war nur gerade 13 Jahre alt, als er alleine in die Schweiz kam, um sich den Junioren von Pikes Oberthurgau anzuschliessen. Die Ostschweizer hatten damals einen tschechischen Trainer, dem im Testspiel gegen Karlsbad der junge Dominik Binias aufgefallen war. Die Pikes haben eine gute Nachwuchsabteilung – mit einem guten Auge für Spieler aus Osteuropa. Auch Lausannes Letten Ronalds Kenins und Ivars Punnenovs begannen ihr Schweiz-Abenteuer bei Oberthurgau. Der Vorteil der Spieler, die schon früh eine Lizenz in der Schweiz lösen: Sie belasten später das Ausländerkontingent nicht, sondern gelten in der Liga als Eishockey-Schweizer.

Schwieriges erstes Schuljahr

Ein einfacher Weg ist es dennoch nicht. «Das erste Jahr war schwierig. Ich war sehr jung, verliess meine Eltern und all meine Freunde in Tschechien, um bei einer Gastfamilie zu leben. Englisch sprach ich kaum, Deutsch überhaupt nicht», sagt Binias – nunmehr fliessend auf Schweizerdeutsch. «In der Schule war es zu Beginn schwierig. Ich konnte mich ja kaum mit meinen Mitschülern unterhalten.»

Sportlich ging es indes kontinuierlich aufwärts. Die 110 Skorepunkte in den 53 Spielen für Oberthurgau blieben von den grösseren Clubs nicht unbemerkt. Nach einer Saison bei den Pikes wechselte Binias mit 14 zu Gottéron, wo er seit Jahren als Perle gilt und schon in seinen Junioren-Jahren Aufmerksamkeit generierte.

Dominik Binias 2018 bei den Gottéron-Junioren.
Archivbild Alain Wicht

Beim Schritt in das Erwachsenen-Eishockey kassierte der ehemalige tschechische Junioren-Nationalspieler letzte Saison dann den ersten echten Rückschlag. Nach einer Schulteroperation verpasste er die erste Saisonhälfte. Danach holte er sich mit dem HC Thurgau, an den ihn Freiburg auslieh, aber doch noch ein wenig Erfahrung im Männer-Eishockey. «Ich spielte oft in einer der ersten beiden Linien und durfte im Powerplay ran. So gesehen war es doch noch eine gute Saison», so Binias, der in der Swiss League in 34 Spielen 9 Tore schoss und 5 vorbereitete.

«Solche Spieler gibt es nicht tonnenweise»

In der National League muss er bei Gottéron nun erst einmal hinten anstehen. 16:01 Minuten stand er in den ersten drei Saisonspielen zusammengerechnet auf dem Eis. «Dass er bisher nicht allzu viel gespielt hat, hat mit den engen Spielverläufen zu tun. Da habe ich in den entscheidenden Phasen auf erfahrenere Spieler gesetzt», sagt Trainer Christian Dubé, betont aber gleichzeitig, dass er sehr zufrieden ist mit den ersten Auftritten seines Schützlings. «Er bringt viele gute Dinge ins Team: Frische, Jugend, Schnelligkeit, Aggressivität. Dominik hat einen guten Schuss und Zug aufs Tor – solche Spieler gibt es in seinem Alter nicht tonnenweise.»

Am meisten Verbesserungspotenzial sieht Dubé im Defensivspiel und im Puckmanagement. «Aber ich bin überzeugt, dass er sich in allen Bereichen steigern wird. Seine Arbeitsethik ist vorbildlich.» Tatsächlich gibt sich Binias im Gespräch fast schon demütig. «Für diese Saison ist es mein Ziel, einfach immer im Lineup zu sein. Wenn ich mich umschaue und meine Mitspieler sehe, finde ich es schon unglaublich krass, dass der Trainer auf mich vertraut und ich in diesem Team sein darf.»

Mit seinen ersten Auftritten ist Binias zufrieden, er weiss, dass seine Rolle hier eine andere ist als bei den Junioren oder in der Swiss League, wo er jeweils als Offensivwaffe eingesetzt wurde. «Bei Gottéron versuche ich im Moment Energie reinzubringen, in die gegnerische Zone zu fliegen, die gegnerischen Verteidiger zu ermüden und mich dann wieder auswechseln zu lassen.»

Gleichzeitig versucht er, sich weiterzuentwickeln. «Ich muss mit weniger Panik spielen. Manchmal habe ich den Puck sofort weggegeben, obwohl ich gar nicht gemusst hätte, weil ich ein wenig Zeit gehabt hätte.» Um besser zu werden, spricht Binias viel mit seinen Mitspielern, etwa mit Linienpartner Samuel Walser oder auch mit Andrei Bykow.

Liebeserklärung an Freiburg

Neben dem Eis hat er seinen Platz in der Schweiz längst gefunden. Wenn er an Weihnachten oder nach Saisonende zurück in sein Heimatland geht, freut er sich zwar auf die Reise. Er freut sich auch darüber, wenn ihn die Eltern besuchen kommen, wie etwa letzte Woche, als sie beim Saisonstart gegen Lausanne dabei waren. «Aber Freiburg ist mittlerweile meine zweite Heimat. Ich liebe die Stadt, ich liebe die Leute, ich liebe die Fans hier», sagt Binias, der noch einen Vertrag bis 2025 besitzt.

Über seine längerfristigen Ziele habe er sich noch nicht gross Gedanken gemacht. «Aber Stand jetzt würde ich sagen: Ich hoffe, dass ich meine ganze Karriere bei Gottéron verbringen kann.» Das emotionale Dauerhoch hält also fürs Erste an, vielleicht kriegt es ja schon bald neue Nahrung, wenn Dominik Binias der erste Skorerpunkt in der National League gelingt.

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