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Fünf fusionsfreudige Gemeinderäte

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In Courlevon wird schon jahrelang über eine Fusion diskutiert. Petra Schlüchter,Vize-Gemeindepräsidentin derkleinen Seebezirks-Gemeinde, sprach wohl vielen aus dem Herzen, als sie am Informationsabend zur geplanten Fünferfusion rund um Murten erzählte, wie es ihr ergangen ist. Lange habe es ihr «einen Stich ins Herz» gegeben, wenn das Thema aufs Tapet kam: Sie, die doch eine echte «Courlevonerin» sei. Schlüchter ist im Dorf geboren und aufgewachsen, ihre Eltern sassen schon im Gemeinderat und auch ihre beiden Grossväter. «Aber heute bin ich durch und durch von einer Fusion überzeugt», sagte Schlüchter am Mittwoch vor vielen Zuhörern. Denn auch mit einer Fusion sei die Dorfgemeinschaft wichtiger als die Gemeindezughörigkeit, argumentierte sie.

Murtens offene Türen

Nicht nur Schlüchter betonte, dass die Türen der Gemeinde Murten während der ganzen Diskussionen immer weit offen waren. Auch die Gemeindepräsidenten der dreianderen Landgemeinden Jeuss,Lurtigen und Salvenach waren des Lobes voll für die Zusammenarbeit. Für Urs Leicht, Ammann von Salvenach, ist es «eine logische Folge, dass man sich ganz zusammenschliesst». Und für seinen Jeusser Amtskollegen Ueli Minder ist eine Fusion die einzig gangbare Lösung für seine Gemeinde: «Von fünf Gemeinderäten sind vier im AHV-Alter, und die durchschnittliche Amtsdauer beträgt 22 Jahre.»

Den Bezirk stärken

Murtens Stadtpräsident glaubt, dass die neue, grössere Gemeinde mehr Gewicht beim Kanton haben wird. «Wir wollen dem Kanton signalisieren, dass der Seebezirk da ist und auch Ansprüche hat.» Für die Einwohner der vier Landgemeinden ändere nicht viel, sagte Brechbühl. «Was läuft, läuft gleich weiter.»

 Nicht nur die Gemeindevertreter votierten in corpore für die Fusion, auch in der anschliessenden Fragerunde war zu spüren, dass die Bevölkerung dem Zusammenschluss positiv gesinnt ist. Kritische Voten fielen am Dienstag keine, vielmehr drehten sich die Fragen um Details. Ein Anwesender wollte etwa wissen, ob künftig die IB Murten die ganze Gemeinde mit Strom versorge oder ob die Groupe-E-Kunden bei der Groupe E bleiben. Man verändere so wenig wie möglich, sagte Brechbühl. Ein anderer Bürger fragte, wo die neue Gemeinde die Entwicklungsschwerpunkte lege: «Nur noch im Zentrum oder auch in den Regionen?» Laut Brechbühl sollen künftig Ortschaften wachsen, die bereits erschlossen sind. Er verwies jedoch darauf, dass die einzelnen Gemeinden nicht viel Einfluss auf die Entwicklung nehmen könnten. Vielmehr sei es der Gemeindeverband, der den Richtplan ausarbeite.

Heimatort wird Murten

In den Ortstafeln werden die Namen der alten Gemeinden weiter bestehen–in Klammern wird künftig aber auch der Gemeindenamen Murten geschrieben stehen. Courlevoner, Jeusser, Lurtiger und Salvenacher, deren Gemeinde gleichzeitig ihr Heimatort ist, werden hingegen ihre Identitätskarte erneuern müssen: Der Heimatort wird künftig für alle Murtner Murten sein.

Zahlen und Fakten

Die neue Gemeinde ist fast doppelt so gross

Mit dem geplanten Zusammenschluss rund um den Hauptort des Seebezirks wird Murten flächenmässig von einem Tag auf den anderen fast doppelt so gross wie bis anhin: Die Gemeinde Murten ist derzeit noch rund 1400 Hektar gross. Kommen die vier Landgemeinden hinzu, vergrössert sich die Fläche um 1100 auf 2500 Hektar. Das Wachstum im Hinblick auf die Einwohner fällt im Gegensatz zur Fläche viel geringer aus: die Bevölkerungszahl steigt von heute 6300 Personen um 1400 auf 7700 Personen. Lurtigen ist heute mit 182 Einwohnern die kleinste der vier Landgemeinden, die sich Murten anschliessen; Salvenach mit 495 Einwohnern die grösste. Steuertechnisch lohnt sich für die vier kleinen Gemeinden der politische Zusammenschluss: Die Steuersätze liegen in Courlevon, Jeuss, Lurtigen und Salvenach derzeit zwischen 72,2 Prozent und 83 Prozent der einfachen Kantonssteuer, der Steuersatz von Murten hingegen nur bei 62 Prozent. Auch nach der Fusion belässt der Gemeinderat den Steuersatz auf dem Niveau von 62 Prozent. Die Fusion soll auf Januar 2016 in Kraft treten.hs

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