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Fünf Jungs aus Eritrea mit Band und Videoclip

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Der Sänger der Royal Band ist gerade mit dem Soundcheck beschäftigt: «Hade–test one–hade–test one», dröhnt er ins Mikrofon. Die Keyboarder greifen in die Tasten, geben Rhythmen vor. Ein Musiker zupft an seiner «Krar». Der kahle Proberaum wird beschallt. Und nach zehn Minuten, als der erste Song ausklingt, hat der Zuhörer schon fast vergessen, dass er sich in einem Gemeinschaftsraum der St.-Peter-Kirche in der Stadt Freiburg befindet und nicht am Horn von Afrika.

Seare, Nazrawi, Gere, Jemane und Tesfit sind Flüchtlinge aus Eritrea und haben sich im Kanton Freiburg kennengelernt. Sie sind dem endlosen Militärdienst entflohen, der die Eritreer zu Leibeigenen ihrer diktatorischen Regierung macht. Drei von ihnen sind anerkannte Flüchtlinge, zwei wurden vorläufig aufgenommen. Wann immer es geht, verbringen die Freunde die Zeit zusammen. Wenn sie nicht die Berufsschule besuchen oder anderen Dingen nachgehen, machen sie Musik. «Musik ist für uns alles, wir können unsere Gefühle rauslassen und dem Alltag entfliehen», sagt Nazrawi. Alle Bandmitglieder haben schon vor ihrer Flucht aus Eritrea Musik gemacht. Der 19-jährige Gere hat mit der Krar (auch Kirar) seines Bruders zu spielen gelernt. Das traditionelle Zupfinstrument, eine Art Leier, ist in vielen eritreischen Haushalten zu finden. «Mein Bruder hat die Krar so versteckt, dass sie für die Kleinen unerreichbar war, aber ich habe sie trotzdem geklaut», erinnert sich Gere und lächelt verschmitzt.

Die Royal Band macht traditionell-moderne Musik. Modern, weil elektronisch. Auch die Krar von Gere steht unter Strom. Die Beats seien ein Mix aus allem, erklären die Bandmitglieder: Reggae, Disco, R‘n’B, Country und arabische Beats. Die Texte erzählen aber vor allem von früher, vom Leben der Soldaten während des dreissigjährigen Unabhängigkeitskriegs Eritreas. Aber natürlich auch von der Liebe.

Die Royal Band covert Songs berühmter eritreischer Sänger. Ein paar Songs hat Seare aber auch selber geschrieben. «Wir wollen weiter Musik machen, mit anderen Musikern aus der Schweiz zusammenspielen. Ja, wir wollen berühmt werden», sagt Nazrawi. Auf dem Weg dazu haben sie auch schon einen Videoclip produziert–in der Freiburger Altstadt. Auf die Frage aber, welches ihr grösster Wunsch für die Zukunft sei, antwortete Nazrawi: «Wir wollen einfach ein glückliches Leben leben, heiraten und Kinder haben.»

Das Zusammenleben mit Asylsuchenden ist auch im Kanton Freiburg ein omnipräsentes Thema. In einer Sommerserie berichten die FN über Asylsuchende, deren Tätigkeiten sowie über Personen, die mit Asylsuchenden arbeiten. 

(Nach dem Bericht der SRF Rundschau vom 29. März 2017 wurde dieser Artikel nochmals online hervorgehoben)

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