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Fünf Kunstschaffende und das Seeland

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Von nah und fern sind Kunstinteressierte nach Ried bei Kerzers gekommen, um die Werke von fünf Künstlern zu sehen: Menschen aus dem Dorf, Familienangehörige der Künstler, Freunde und andere Kunstschaffende; die Riederhalle füllt sich stetig an dem Freitagabend. Ob von weit her oder aus der Region angereist, der Weg hat sich gelohnt: Die Ausstellung ist eine gelungene Hommage an das Seeland. Sie zeigt mit Werken von Martin Ziegelmüller, David Willen, Corinne Aeberhard, Lis Blunier und Max Roth verschiedene Facetten der Region und wie unterschiedlich sich Kunstschaffende vom Seeland inspirieren lassen.

Hinter dem Anlass steht die Kulturkommission Ried mit Martin Schnidrig. Für den Kurator, der im Kunstmuseum Bern arbeitet, ist der passende Raum entscheidend: «Die Riederhalle eignet sich sehr gut als Ausstellungsraum», sagt Schnidrig Der Bau erinnert von seiner Form her an ein Gewächshaus und zeichnet sich durch grosse Fensterfronten aus. Schon von aussen sind Kunstwerke durch die Scheiben zu sehen. Beim Eintritt fällt der Blick als Erstes auf eine grossformatige Fotoarbeit von David Willen aus Zürich. Gestochen scharf ist das Bild von Pflanzen in einem Gewächshaus und lässt die Betrachterin fast nicht mehr los.

Dem gegenüber steht die Unschärfe der Malerei von Martin Ziegelmüller aus Vinelz. Seit bald 60 Jahren beobachtet und studiert er die Natur und Wetterstimmungen der Landschaft. In einem separaten Raum ist ein Film über Ziegelmüller zu sehen. Darin erschliesst sich den Besuchern, wie der Künstler arbeitet: Immer wieder betrachtet er ein Bild und greift zu Farbe und Pinsel, zum Beispiel weil das Licht nicht stimmt.

Er beschäftige sich zum Teil Jahre lang mit einem Bild, sagt Schnidrig. Für Ziegelmüller geht es darum, nicht stehen zu bleiben: «Wir müssen die Welt immer wieder neu entdecken können», sagt er. Das mache für ihn Kunst aus. «Entscheidend ist, dass das Malen immer ein Abenteuer ist, dass der Enthusiasmus nicht verloren geht», sagt der 80-Jährige.

Menschen bei ihrer gewohnten Arbeit sind auf den Fotografien von Corinne Aeberhard aus Donatyre zu sehen. Die Ruhe, die sie dabei ausstrahlen, überträgt sich auf die Betrachterin. So auch beim Fischer, der konzentriert sein Fangnetz einbringt. Aeberhard ist in Ried aufgewachsen und arbeitet als Fotografin auch für die FN.

Plexiglas und Holz

Die Künstlerin Liz Blunier lebt in Berlin und in Ried bei Kerzers. Am Anfang ihrer Arbeit stehen Fotoaufnahmen. Diese reduziert sie auf natürliche Formen und Strukturen, die sie als Zeichnung überträgt. Aus einer realen Ausgangslage entstehen so erfundene Landschaften. Auf Plexiglas sind diese in der Riederhalle zu sehen und entpuppen sich als Gegensatz zu den Werken von Max Roth: Dessen bevorzugter Werkstoff stammt aus dem Wald des Seelands. Mit der Kettensäge bearbeitet er ganze Baumstämme zu archaischen Holzskulpturen. Ein Topf, ein Boot oder ein Haus, alles entstammt einem Baumstamm aus dem Seeland und schliesst den Kreis der Ausstellung in der Riederhalle auf wunderbare Weise.

Riederhalle,Ried bei Kerzers. Öffnungszeiten bis 1. November: Sa. und So., 10 bis 20 Uhr; Di. bis Fr., 17 bis 20 Uhr.

Fakten

Kommission für Kultur

Präsident der Kulturkommission Ried ist Gemeinderat Peter Maeder. Wie er zur Eröffnung der Kunstausstellung sagte, organisiert die Kulturkommission einmal im Jahr einen Anlass. Ansonsten gehe es der Kommission darum, kulturelle Anlässe anderer zu unterstützen. Durch ein Legat steht der Kommission rund eine Million Franken zur Verfügung.emu

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