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Fünf Sonntagskonzerte in der guten Stube

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Autor: Irmgard Lehmann

Pensier Der Cellist Thomas Demenga ist auf vielen Bühnen daheim. Dass er sich in Pensier für ein Hauskonzert engagieren lässt, ist daher nicht selbstverständlich. Aber wie vieles sonst sind auch die Sonntagskonzerte im Hause der Familie Rosenberg/Cambioli durch Freundschaften entstanden.

Die Hausherrin Monica Rosenberg, selber Musikerin, verbindet mit Andrea Kollé, Flötistin und künstlerische Leiterin, eine langjährige Freundschaft. Kollé stellt das Programm zusammen und sucht die Musiker. «Sie kommen gerne nach Pensier, weil sie hier einen persönlichen Rahmen vorfinden.»

Eine Marktlücke

In der «guten Stube» im Dachstock der Familie stehen ein Steinwayflügel und rund 70 Stühle für die Gäste. So viel Platz hat es und nicht viel mehr. Denn nach einer Stunde Konzert folgt der kulinarische Teil. Am vergangenen Sonntag hat der Hausherr Giovanni eine Lasagne serviert. Die Gäste setzen sich zusammen mit Wildfremden oder auch mit den Musikern an einen der vielen Tische, die am Rande des Raumes bereitstehen. «Die Sonntagskonzerte sind eine Marktlücke», sagt Maria Gräni, die mit ihrem Mann regelmässig nach Pensier kommt. «Die Zeit um 17 Uhr ist ideal, und wir sitzen mit Leuten am Tisch, die wir sonst kaum getroffen hätten.» Und für das Ristorantino ist das gute Werbung? «Mit den 60 Franken für Konzert und Essen sind wir froh, wenn die Kosten gedeckt sind», sagt Monica Rosenberg.

Mit den Klaviertrios von Smetana und Dvorák wurde am Sonntag die zweite Saison der Konzertreihe «Le moulin en musique» eröffnet. Smetanas grossartige Klaviertrios in g-Moll op. 15 zog die Gäste gleich zu Beginn in eine gewaltige Klangfülle. Im Werk soll Smetana den Tod seiner dreijährigen Tochter Bedriska, die 1855 an Scharlach starb, verarbeitet haben. Den Musikern gelang es, den vielfältigen Klagegesang mit den zart-zerbrechlichen Themen in einen beeindruckenden Kontrast zu bringen. Thomas Demenga begeisterte das Publikum mit virtuosem und einfühlsamem Spiel. Der Violinist Karel Boeschoten beeindruckte durch eine unablässige Intensität. Und der Pianist James Alexander hat die vielen Klangschichten transparent gestaltet und seinen Platz vorab im Dvorák gefunden.

In Dvoráks Trio op. 90 haben die drei Musiker eine Klangfülle und die Lautstärke getroffen, die der Grösse des Raumes Rechnung trug. In ihrem faszinierenden Spiel haben die drei Interpreten dieses Kleinod der Kammermusik mit viel Gespür kunstvoll ausgekostet.

Nächstes Konzert: So., 18. März, 17 Uhr im Carpe Diem, Pensier. Flötenmusik aus Frankreich. Reservation erforderlich. Infos: www.rist-carpediem.ch; 026 322 10 26.

Karel Boeschoten, Violine; James Alexander, Klavier, und Cellist Thomas Demenga haben die zweite Saison der Konzertserie «Le moulin en musique» am Sonntag eröffnet.Bild Aldo Ellena

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