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Fünf zusätzliche Stellen für das Jugendamt

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Wer gestern in den Rathaussaal zur Grossratsdebatte über den Voranschlag 2020 gelangen wollte, musste durch eine Gasse von rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freiburger Jugendamts schreiten. Diese drückten den Grossräten Plüschtierchen und ein Informationsblatt in die Hand.

Sie machten so darauf aufmerksam, dass sich im Freiburger Jugendamt eine Fachperson im Bereich Kinderschutz um durchschnittlich viel zu viele Kinder kümmern müsse. Man könne so dem Auftrag nicht nachkommen, es brauche zusätzliche Mittel für 14 Stellen, forderten sie.

Eine Aktion mit Erfolg

Mit dieser Aktion fanden die Mitarbeitenden und rund 40 weitere Personen, zum Beispiel aus Friedensgerichten, gestern bei dem Parlamentariern Gehör. Denn der Grosse Rat genehmigte anschliessend einen Antrag von Chantal Pythoud-Gaillard (SP, Bulle) zur Erhöhung des Personalbestandes im Jugendamt.

Mit 54 gegen 42 Stimmen stimmten die Grossräte für eine Änderung des Voranschlags. So stehen zusätzliche 600 000 Franken für fünf Vollzeitstellen im Jugendamt zur Verfügung. Dafür werden diese 600 000 Franken bei den Kosten für Informatikarbeiten durch Dritte eingespart.

Pythouds Vorstoss hatte sich auch gegen einen Antrag von Nicolas Kolly (SVP, Essert) durchgesetzt. Dieser forderte 480 000 Franken für vier Stellen beim Jugendamt, und das Geld hätte dort zur Hälfte bei den Wildhütern eingespart werden sollen.

Dass das Jugendamt mehr Personal braucht, darüber waren sich sowohl der Grosse Rat als auch der Staatsrat einig. Dafür sprechen auch die Zahlen: Während sich in Freiburg eine Fachperson um 122 Kinder kümmern muss, sind es in Genf, Wallis, Neuenburg und der Waadt zwischen 55 und 95.

«Das Personal ist täglich mit schlimmen Situationen konfrontiert. Die soziale Rechnung könnte den Kanton noch viel teurer kommen», meinte Pythoud. Bernadette Mäder-Brülhart (CSP, Schmitten) sagte: «Mit der besten Organisation sind zehn fehlende Stellen nicht wettzumachen. Mit Pflästerlipolitik kann der Auftrag nicht umgesetzt werden.»

Staatsrätin Anne-Claude Demierre (SP) betonte, dass der Staatsrat im Juli zwei zusätzliche Stellen für das Jugendamt genehmigt hatte; dazu hatte sie innerhalb ihrer Direktion noch 0,8 Stellen für das Jugendamt abgezogen. Nun habe sie eine weitere Stelle beantragt, die der Staatsrat in Kürze genehmigen wolle. Damit würde die durchschnittliche Zahl der Dossiers pro Fachperson von 100 auf 87,6 Dossiers gesenkt. Weitere Stellen seien 2020 möglich.

Doch dem Grossen Rat ist dies zu wenig: Er entschied sich für fünf zusätzliche Stellen ab sofort.

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