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Für die einen Gott, für andere Nahrung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In sieben Vitrinen haben Florian Lippke und seine Kollegen Objekte ausgestellt, die einen Bezug zur Ernährung in biblischer Zeit haben. Der Studienleiter des Bibel-und-Orient-Museums verantwortet mit Professor Hans Ulrich Steymans inhaltlich den Beitrag für die Jubiläumsveranstaltungen der Universität. Die Reise durch die Speisetraditionen im Nahen Osten beginnt mit der Nahrungsversorgung. «Es gibt viele Veränderungen, aber auch Kontinuität», so Lippke. Die nächste Vitrine hat das Team um Archäologin Véronique Dasen gestaltet. Sie behandelt die Versorgung von Kleinkindern und zeigt Exponate von antiken Brustpumpen aus Keramik bis hin zu modernen Schoppenmaschinen. Der Bezug zur Bibel sei nicht offensichtlich, so Lippke, aber damals sei die Kindersterblichkeit hoch gewesen und Stillen habe so eine religiöse Dimension erhalten. Die dritte Vitrine befasst sich mit «Nahrung als Segen». Nahrung wurde als göttliches Geschenk verstanden, aber auch den Göttern dargeboten. Bei Opferkulten waren die Menschen kreativ, was sich an einem 7000 Jahre alten Altarstein zeigt, der einen Gott darstellt, auf dessen Kopf eine Schale angebracht ist.

Der Fisch mit der Krone

Während im alten Israel der Fisch auf dem Menüplan stand, wurde eine bestimmte Art in Ägypten als Gott verehrt und damit nicht einfach verspeist. «Das zeigt die Diskrepanz zwischen den Kulturen damals.» Juden und Moslems war und ist Schweinefleisch verboten. Dafür gebe es mehrere Erklärungsansätze. Da Schweine im Boden suhlten, würden sie als Verbindung zur Totenwelt verstanden. «Und der Tod gilt als unrein.» Eine andere Theorie geht von der Eigenschaft der Schweine als Allesfresser aus. Eine Darstellung zeigt ein Schwein, das die Notdurft des Menschen frisst. Im alten Griechenland waren Schweine ein Opfer. Das Neue Testament erlaubte zudem den frühen Christen den Genuss und brach mit dem jüdischen Tabu. Auch Schönheitsideale behandelt die Ausstellung. Ausgehend von der Arbeit der Psychologin Simone Munsch zu Essstörungen wird das schlanke Barbie-Ideal von heute mit den prallen Fruchtbarkeitsfiguren von früher verglichen. Am Ende der Ausstellung stehen Nahrungsmittel, die man den Toten mitgab, und das kultische Essen zur Erinnerung an die Toten. Die Bibel warne vor dem Totenkult. Doch das Motiv, Abwesende zu vergegenwärtigen, tauche in einer Aussage Jesu beim Abendmahl wieder auf: «Tut dies zu meinem Gedächtnis.»

Universität Miséricorde, Raum 4219b. Für Führungen und Informationen: www.bible-orient-museum.ch.

Ein gekrönter Fisch wurde im alten Ägypten als Gottheit verehrt.

Trägerverein: Es wird ein finanzielles Polster angelegt

D er Trägerverein des Bibel-und-Orient-Mu seums hat sich letztes Jahr entwickelt. Gemäss Präsidentin Sophia Bietenhard wurde neben den Anstrengungen für die Entwicklung des Museums viel Arbeit in die Struktur gesteckt. Der Vorstand beschäftigte sich mit der Ausrichtung, den Strukturen und der Organisation des Museums. Dafür erhielten die Verantwortlichen die Beratung des Kantons. Die Finanzen sind aufgrund von Beiträgen des Kantons und der Loterie Romande vorderhand gesichert. Der Vorstand hofft, mit den Mitteln die Entwicklung vorantreiben zu können.

Ausserdem will der Verein ein finanzielles Polster anlegen. Dafür schrieb er die grossen Kirchen um Unterstützung an. Zusammen mit Spenden flossen laut Sophia Bietenhard weitere 37 500 Franken in die Kasse. Das Geld wird benötigt: Im Herbst zügelt das Museum in grössere Räume. fca

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