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Für ein Lebensende in Würde

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Am Mittwoch werden die letzten fünf verbliebenen Patienten aus dem Spital Châtel-St-Denis nach Villars-sur-Glâne verlegt. Sieben werden aus anderen Spitälern zusammengeführt. Dann beginnt für die Abteilung für Palliativpflege des Freiburger Spitals (HFR) in der früheren Villa St-François der Normalbetrieb. Gestern wurde die Institution eingeweiht. Neben anderen Gästen war auch Pauline de Vos Bolay anwesend; die frühere HFR-Generaldirektorin hatte die Verlegung der Abteilung lanciert. «Ich freue mich, mit diesem Angebot auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen zu können», betonte HFR-Verwaltungsratspräsident Philippe Menoud eingangs.

Wohlbefinden im Fokus

Palliativpflege lindert die Beeinträchtigungen schwerst- oder todkranker Patienten und versucht ihnen moralische Unterstützung zu geben. Dies geschieht ergänzend zu anderen Behandlungs- und Betreuungsangeboten.

Vieles ist neu gegenüber der Situation in Châtel-St-Denis: Die 14 Zimmer–zwei davon sind besonders ausgestattete Familienzimmer–sind deutlich geräumiger, wie Projektleiter Stéphane Brand sagte. «Wir wollen, dass die Menschen Zeit mit ihren kranken Angehörigen verbringen können.» Dann wurden eine Entspannungszone und ein Kinderbereich eingerichtet sowie ein Raum für die Kunsttherapie.

Beim Bau sei besonders Wert auf das psychische Wohlbefinden der Patienten gelegt worden, sagte Boris Cantin, Leiter der Abteilung. «Diese Menschen leiden an einem kranken Körper», so Cantin. Deshalb seien Therapieformen wie Akupunktur, Hypnose oder Aromatherapien wichtige Elemente. Die Vorteile des Standortes lägen auf der Hand, ergänzte Bernard Vermeulen, medizinischer Direktor im HFR: die zentrale Lage, die Nähe zum Kantonsspital, die ruhige Umgebung und viel mehr Platz.

Stiftung soll Haus kaufen

Das Konzept hat Ausbaupotenzial. Dafür wurde die Freiburger Stiftung für Palliative Care, Serenitas, gegründet. Sie soll Geld sammeln, um die Kosten für die Patienten mit besonderem Betreuungsbedarf zu senken und um Material und Immobilien zu kaufen. Grundsätzlich ist das Gebäude nur für die nächsten fünf Jahre gemietet. Die Stiftung unter der Führung von Yves Menoud, Syndic von Bulle, soll dereinst das Haus als Zentrum für Palliativpflege weiterbetreiben. Vorgesehen ist neben der stationären Abteilung und der Tagesklinik auch eine Residenz für mittel- und langfristige Aufenthalte.

Ab 2016 werde in Merlach eine eigene Palliativabteilung mit drei bis vier Betten untergebracht, vor allem für die deutschsprachigen Patienten, wie Vermeulen betonte. Das frühere Spital Châtel-St-Denis wird dem Gesundheitsnetz des Vivisbachbezirks übergeben. Das HFR hält dort aber einen Rumpfbetrieb als «Eintrittspforte» mit Chirurgie- und Orthopädie-Sprechstunden sowie radiologischen Untersuchungen aufrecht.

Zahlen und Fakten

Ein beschwerlicher und teurer Umbau

Das Gebäude wurde für 1,8 Millionen Franken saniert und umgebaut. Es erhielt einen Bettenlift, Rampen und ebene Zugänge in die Nasszellen. Die Arbeiten begannen im August 2013 und verzögerten sich, weil die Arbeiter Asbest fanden. Im Haus sind neben den Ordensschwestern, den Eigentümerinnen des Hauses, 17 Personalzimmer für das HFR untergebracht. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt für die Palliativpflege genutzt werden.fca

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