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Für einen guten Zweck unterwegs

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Gilbert Schwab aus Murten ist ein bescheidener Mann: «Das ist alles nicht so wichtig», sagt er auf die Fragen der FN zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Stiftung Passe-Partout See-Lac und lacht. Seit seiner Pensionierung 1994 ist er als Fahrer für die Stiftung unterwegs, die behinderten und älteren Menschen mit erschwinglichen Transporten mehr Mobilität ermöglicht. Die Fahrzeuge von Passe-Partout bringen sie ins Museum, ins Tagesheim oder auch zu Familienangehörigen.

Auch im administrativen Bereich hilft Gilbert Schwab seit vielen Jahren mit, seit 2011 erarbeitet er den Einsatzplan für die rund 30 Fahrerinnen und Fahrer im Seebezirk. «Unsere Arbeit wird sehr geschätzt, insbesondere auch von den Angehörigen», sagt Schwab. Die Tätigkeit bringe ihm sehr viel Genugtuung.

Natürlich gebe es auch einzelne Personen, die während der Fahrt schimpften, zum Beispiel weil es ihnen zu wenig schnell gehe. «Es ist halt so, dass wir mit einem Rollstuhl im Auto nicht so schnell um die Kurve fahren können wie sonst», erklärt der 83-Jährige. Behinderte und ältere Menschen könnten sich zudem oft nicht mehr so gut ausbalancieren, dem müssten die Fahrerinnen und Fahrer Rechnung tragen. Auch unebene Strassen könnten eine Herausforderung sein. «Bei den alljährlichen Weiterbildungskursen haben wir gelernt, wie sich das anfühlt, im Rollstuhl im Auto zu sitzen», erzählt der Pensionär. Alle Fahrer hätten für einmal die Position wechseln müssen. Dies sei eindrücklich gewesen.

Mehrheitlich Männer

Sechs Frauen fahren für Passe-Partout, der Rest sind Männer. «Es braucht je nachdem schon viel Kraft, einen Rollstuhl über die Rampe zu stossen», sagt Schwab. «Mit Rückenproblemen geht das nicht.» Er selber sei nicht mehr so viel als Fahrer im Einsatz wie früher, sagt Schwab, der vor seiner Pensionierung als Gemeindeschreiber in Lengnau im Kanton Bern angestellt war. Danach seien sie nach Murten gekommen; seine Frau stamme ursprünglich aus Lurtigen und er selber aus Kerzers. Zu der Tätigkeit für die Stiftung sei er über einen Bekannten gekommen.

«Jemand im Rollstuhl oder auch ältere Menschen, die nicht mehr gut gehen können, haben es oft schwer, wegzukommen», sagt Schwab. Das Angebot sei für alle, für die der ÖV nicht zumutbar sei. «Und das Taxi ist natürlich eine teure Sache.» Kommt einen das Fahrzeug von Passe-Partout abholen, ist es günstiger: Zum Grundtarif von zwei Franken kommen 60 Rappen pro Kilometer hinzu. Die Anfahrt zum Kunden ist gratis.

Die längste Fahrt habe ihn einmal bis ins Wallis geführt, aber das sei eine Ausnahme gewesen, sagt der Murtner. Meist seien sie im Seebezirk unterwegs, oft zur Tagesstätte in Jeuss oder auch ins Spital.

Behindertentransport: Neues Fahrzeug eingeweiht

G estern hat die Stiftung Passe-Partout See-Lac ein neues Fahrzeug vorgestellt und es den Fahrerinnen und Fahrern übergeben. Dabei handelt es sich um einen VW Caddy Maxi. Das neue Auto sei dringend nötig gewesen, denn das eine der zwei speziell ausgerüsteten Fahrzeuge weise einen Kilometerstand von über 200 000 auf, sagte Präsident Jean-Paul Racine in Murten. Die Anschaffung koste rund 55 000 Franken und werde über Gelder vom Kanton und von der Loterie Romande finanziert. Die Unterhaltskosten der Autos kann die Stiftung mit den Fahrtkosten der Benutzer finanzieren. Die rund 30 Fahrerinnen und Fahrer engagieren sich alle unentgeltlich für die Stiftung. Im Jahr 2014 komme Passe-Partout See-Lac auf rund 7000 Fahrten, sagte Racine. Dabei legten die Fahrer und Fahrerinnen mit den zwei Fahrzeugen eine Distanz von rund 122 000 Kilometern zurück. emu

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