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Für gute Zwecke auf den Hund gekommen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Hannes Währer

Der Anlass bedeutete ein schmerzliches Ende für die einen und einen hoffnungsvollen Neuanfang für die andern: Am Samstag haben in der Turn- und Mehrzweckhalle Cordast acht behinderte Menschen einen speziell für ihre Bedürfnisse ausgebildeten Hund von der Organisation «Le Copain» erhalten.

Die rund eineinhalbjährigen Tiere sind ihren neuen Besitzern von der Gastfamilie übergeben worden. Diese haben die Hunde im Alter von acht Wochen übernommen und die Vorerziehung gewährleistet, zu der eine spezielle Ausbildung hinzukommt (siehe Kasten), bevor die Hunde ihren definitiven Besitzern übergeben werden. Die Übergabe vom Samstag markierte deshalb für die Gastfamilien die definitive Trennung von ihrem vierbeinigen «Schützling».

Gute Lebensschule

Ein emotionaler Augenblick, wie den Mitgliedern der Gastfamilien unschwer anzusehen war – schliesslich sind die Hundewelpen dazu prädestiniert, zum besten Freund ihrer Besitzer zu werden. «Das ist eine gute Lebensschule, schliesslich müssen wir alles im Leben irgendwann einmal loslassen», sagte Isabelle Baumberger aus Wünnewil, die mit ihrer Familie selbst einem Hund für ein Jahr Gastrecht gewährt. Neben der Bereicherung durch die Arbeit mit dem Tier habe sie auch ein tieferes Verständnis für die Lebenssituation von Behinderten gewonnen. Die Hundeerziehung sei aber nicht immer «eitel Sonnenschein». Beispielsweise wenn man mit dem Tier in einen Lebensmittelladen gehe und auf wenig Verständnis bei den andern Kunden stosse – selbst wenn das Tier klar als Hilfshund gekennzeichnet sei.

Obwohl die Arbeit bei der Früherziehung der Hunde unentgeltlich ist, lohnt sich die Tätigkeit dennoch, wie am Samstag deutlich zu sehen war. Beispielsweise bei Felix, neun Jahre alt und an den Rollstuhl gebunden. Das Leuchten in den Augen des Jungen, als die Gastfamilie mit seinem «Copain» die Bühne betrat und ihm die Leine des Hundes in die Hand legte, dürfte manche Anstrengung entschädigt und zusätzlich den Abschied erleichtert haben. Berührend war auch die Mitteilung, der Junge habe es am Abend zuvor zum ersten Mal in seinem Leben geschafft, eine kurze Zeit auf eigenen Beinen zu stehen.

Lange Beziehungen

Aus dem gesamten Prozess entstehen auch längere Beziehungen. «Jedes Jahr an der Übergabeveranstaltung treffe ich frühere Hunde und ihre Besitzer wieder an», erzählt Lilo Mischler aus Kleinbösingen. Mischler hat im Jahr 1996 zum ersten Mal einen Hund für «Le Copain» in Pension genommen und ist seither aktiv für den Verein, insbesondere bei der Suche von Gastfamilien. Und wenn Mischlers «ihren» Hund jeweils in die Ferien schicken, dann zu Therese Bieri-Baumgartner, Gemeinderätin von Gurmels, die sich aus diesem Bezug heraus dafür engagierte, dass der Verein den Anlass kostenlos in Cordast durchführen konnte.

Nebst Bieri-Baumgartner ist auch Staatsrat Pascal Corminboeuf auf den Hund gekommen für einen guten Zweck. Für den letzten Hund, der am Samstag übergeben wurde, gleichzeitig der zweihundertste in der 15-jährigen Geschichte des Vereins, hatte Corminboeuf persönlich eine Patenschaft übernommen.

www.lecopain.ch

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