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Für Kostenwahrheit beim Heizen

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Rund 60 000 Wohnhäuser gibt es im Kanton Freiburg. Bei 3500 davon ist jedes Jahr die Erneuerung des Heizsystems fällig. Hauseigentümern fällt es bisweilen schwer, die richtige Wahl zu treffen, da mehrere Kostenaspekte zu berücksichtigen sind, und Akteure des Marktes oft einseitig informieren.

Aus diesem Grund hat das Amt für Energie des Kantons Freiburg eine elektronische Vergleichstabelle erstellt, welche wirklich sämtliche Faktoren berücksichtigt, die bei der Berechnung der tatsächlichen Wärmekosten massgeblich sind. Es hat die Tabelle gestern online geschaltet und an einer Medienkonferenz darüber orientiert.

«Die Idee hinter dieser Vergleichstabelle ist, dass Hausbesitzer eine Entscheidungshilfe haben, anhand der sie sich einfacher für ein Heizsystem entscheiden können», sagte Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP).

Im Modulsystem

In dieser Tabelle lassen sich die Kosten der verschiedenen Heizsysteme wie Heizöl, Gas, Holz, Strom, Wärmepumpen oder Fernwärme vergleichen. Auch sind in dieser Tabelle die Investitionskosten, Kosten für Energieträger, der Unterhalt, Amortisationen, Subventionen und Steuerabzüge inbegriffen.

«Wir wollten so transparent wie möglich sein», so Serge Boschung, Vorsteher des Amts für Energie. «Die einzige Zahl, die zählt, ist der Preis pro Kilowattstunde Wärme.» Aus diesem Grund habe man bei der Erarbeitung der Tabelle Fachleute hinzugezogen und das Produkt Lieferanten, Ingenieuren und Produzenten von Systemen vorlegt. «Es ging nicht darum, ob ihnen die Erkenntnisse aus der Tabelle gefallen, sondern ob die Berechnungen irgendwelche Fehler enthalten. Das ist nicht der Fall», sagte er.

Beim Online-Vergleich kann der Nutzer drei Gebäudetypen auswählen: ein Einfamilienhaus, ein kleineres oder ein grösseres Mietshaus. Man kann dann wählen, ob ein bestehendes Heizsystem zu ersetzen ist oder ein neues eingebaut wird. Dann kann man die Kosten von drei der acht möglichen Heizsysteme berechnen.

Zwar sind bei fossilen Energiequellen die Investitionen allgemein billiger, bei den erneuerbaren helfen dafür Steuerabzüge und Subventionen, die Kosten zu senken.

«Wir wollen die Realität aufzeigen, und die Realität ist, dass erneuerbare Energiequellen generell am wirtschaftlichsten sind», so Boschung.

Durchschnittskosten

Olivier Curty präzisierte, dass man beim Modell von Durchschnittskosten ausgegangen sei. Pro Typ wurden vier konkrete Häuser als Beispiel genommen, und für jedes hat man bei Unternehmen drei Offerten eingeholt. Das System sei nicht darauf ausgerichtet, persönliche Daten eingeben zu können, sagte er. Ein Interessent könne weder sein Gebäudevolumen noch den Steuerfuss seiner Gemeinde eingeben. Wohl kann er bei der Berechnung einzelne Faktoren aber nach Gutdünken abändern, etwa wenn er denkt, dass 4 Prozent Zins auf Investitionen zu viel sei.

Boschung präzisierte, dass die Vergleichstabelle ständig aktualisiert werde. So passe man beispielsweise die Marktpreise für Heizöl oder Strom an und berücksichtige den Konsumentenindex. Ebenfalls werde eine Erhöhung der CO2-Abgabe jeweils angepasst.

Auch wenn die meisten Modelle über 15 Jahre die erneuerbaren Energien am kostengünstigsten erscheinen lassen, so wolle sich das Amt für Energie nicht deren Promotion vorwerfen lassen. Deshalb liegen bewusst vorsichtige Werte zugrunde, um die Kosten erneuerbarer Energieformen zu berechnen, so Boschung.

Freiburg hat als erster Kanton ein solches Tool erarbeitet. Bereits hat das Modell Interesse bei Nachbarkantonen geweckt. Auch die Industriellen Betriebe Murten und Gruyère Energie sind daran interessiert, die Tabelle auf ihre Website aufzunehmen, mit den Tarife aus ihren Verbreitungs­gebieten.

Vergleichstabelle auf www.fr.ch/sde

Zahlen und Fakten

Gebäudeprogramm ist erfolgreich angelaufen

Die Vergleichstabelle des Freiburger Amts für Energie ist Bestandteil des kantonalen Gebäudeprogramms, welches im Januar 2017 lanciert wurde. Wie Staatsrat Olivier Curty gestern orientierte, wurden seit Beginn des Jahres bereits rund 1000 Dossiers deponiert. Dafür liegen 12,5 Millionen Franken Subventionen vom Staat bereit. Der Wechsel auf erneuerbare Energiequellen gehört zum Programm, allerdings auch Gebäudesanierungen. Derzeit werden im Kanton Freiburg noch rund 70 Prozent aller Häuser mit Heizöl geheizt. Die restlichen 30 Prozent teilen sich je rund zur Hälfte auf Heizen mit Strom oder mit erneuerbaren Energien auf. Gemäss Serge Boschung, Vorsteher des Amts für Energie, möchte man den Anteil der fossilen Energien um 25 Prozent reduzieren. Boschung sagte auch, dass die Freiburger Wärmeenergie von jährlich rund 1 Milliarde Franken von ausserhalb des Kantons beziehen.

uh

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